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Dorfbildprägendes Ensemble wird zur Heimstatt eines gemeinschaftlichen Wohnprojekts / Schon jetzt vielfältige Vernetzung

Neustart auf dem Prädikower Gutshof

Thomas Berger / 30.06.2017, 06:40 Uhr
Prädikow (MOZ) Seit vielen Jahren liegt der Prädikower Gutshof gewissermaßen im Dornröschenschlaf. Eine Gruppe überwiegend jüngerer Leute will auf dem riesigen Areal im Dorfzentrum jetzt schrittweise ein gemeinschaftliches Wohnprojekt aufbauen. Die Vorarbeiten sind in vollem Gange.

Pause bei einem Arbeitseinsatz, wie sie jetzt schon regelmäßig laufen. Die Anwesenden haben sich in großer Runde am Mittagstisch auf der Hofwiese eingefunden. Beim Essen gibt es eine Kennenlern-Runde. Schließlich sitzen Mitglieder der sogenannten Kerngruppe, die das Projekt federführend vorantreiben, wie auch neue Interessenten am Tisch. Fast alle haben einen Zettel mit ihrem Vornamen auf der Brust kleben.

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Der Gutshof


■ Das Gut Prädikow gehörte zu jenen landwirtschaftlichen Betrieben in Brandenburg, die sich besonders lange in der Verwaltung der Treuhand-Nachfolgerin BVVG befanden. 1998 brach diese ein Bieterverfahren für das gesamte Gut ab. Der Verkauf erfolgte danach in Teilen. Neuer Eigentümer des Kerngeländes, also des historischen Hofensembles mit der Brennerei, war mit Wirksamkeit im Folgejahr Hans Eisel aus Ketzin bei Nauen. Der Weiterbetrieb der Prädikower Brennerei mit 400 000 Litern Brennrecht lief danach aber nur noch eine begrenzte Zeit.
■ 2012 stellte sich Familie Preuß den Prädikowern bei einer öffentlichen Veranstaltung mit ihrem Konzept für die Zukunftsgestaltung des Areals vor. Mehr als 70 Tonnen Abfälle wurden seinerzeit beräumt. Letztlich fehlte den Berlinern, deren Vorstöße für Fördermittel fehlgeschlagen waren, aber das Geld für die Umsetzung ihrer Pläne.
■ Seit Dezember 2016 ist die Stiftung trias, die sich gegen Bodenspekulation engagiert, neuer Eigentümer. Die Umsetzung des Projektes erfolgt wiederum über die 1990 gegründete Selbstbau Genossenschaft in Berlin.

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