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Königstein wird veredelt

Fast fertig: Der Königsstein an der Bundesstraße 158 bekommt durch den Landesbetrieb für Straßenwesen eine angemessene Umgebung. Steven Pflugradt (vorn) setzt konzentriert die Pflastersteine an der Treppe. Zuvor hatte sich Wilhelm Lampert (r.) aus Leuenbe
Fast fertig: Der Königsstein an der Bundesstraße 158 bekommt durch den Landesbetrieb für Straßenwesen eine angemessene Umgebung. Steven Pflugradt (vorn) setzt konzentriert die Pflastersteine an der Treppe. Zuvor hatte sich Wilhelm Lampert (r.) aus Leuenbe © Foto: Cornelia Hendrich
Cornelia hendrich / 26.03.2014, 07:57 Uhr
Leuenberg/Tiefensee (MOZ) Hier soll er gesessen und eine Rast gemacht haben: König Friedrich Wilhelm III. im Jahre 1821. Der sogenannte Königstein an der B 158, der an der Grenze zwischen dem Barnim und Märkisch-Oderland steht, wird gerade vom Landesbetrieb Straßenwesen saniert und zu einem Hingucker verschönert.

Zuvor hatte sich jahrelang Wilhelm Lampert aus Leuenberg um den Stein gekümmert. Er hatte ihn im Wald entdeckt, er war damals völlig zugewachsen, und ihn mit einem Flaschenzug wieder an seiner ursprünglichen Position an der Bundesstraße aufgerichtet. Der 77-Jährige hat den Königstein von Moos befreit, den Rasen rundherum gemäht und sogar die vier Linden wieder gepflanzt, die dort ursprünglich einmal gestanden haben sollen. Obwohl er von den Arbeiten des Landesbetriebs überrascht wurde, sagt er: "Ich freue mich sehr, dass der Stein jetzt grundlegend saniert wird."

Damals, 1821, wurde die Seitenchaussee Tiefensee bis Eberswalde eingeweiht, erzählt Reinhard Schmook, Leiter des Oderlandmuseums. Diese war von besonderer Bedeutung, weil sie früher über Angermünde nach Stettin führte. Aus diesem Anlass kam der König, und machte dabei einen Abstecher von Tiefensee auf die heutige B 158. An der Stelle des Steins war ein Rastplatz entstanden, an dem man unter anderem die Pferde wechselte. Hier rastete auch der König.

Der Königstein ist nichts anderes als ein Meilenstein. Der Sockel und der würfelförmige Stein sind noch vorhanden. Was fehlt, ist ein etwa zwei Meter hoher Obelisk, der noch oben darauf war. Auf ihm wird "5 Meilen bis Berlin" gestanden haben, eine Meile war damals 7,6 Kilometer lang. Reinhard Schmook schätzt, dass der Stein etwa aus dem Jahr 1803 stammt. Er ist also 211 Jahre alt.

Die Umgebung wird nun gepflastert mit kleinen Steinen und ebenso die Ränder, sodass er in einer edlen Umrandung steht. Eine Mini-Treppe mit drei Stufen führt zum Stein. Auf ihm sollen auch noch eine Inschrift, die den Zusammenhang mit König Friedrich Wilhelm III. erklärt und eine Zeichnung einer Meilensäule angebracht werden. Eine offizielle Einweihung des Steins vom Landesbetrieb für Straßenwesen, der diese Sanierung auf eigene Initiative startete, ist für die nächsten Tage geplant.

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