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Sparkassencup von Blau-Weiß Wriezen entpuppt sich als spielerisch ansprechendes Turnier mit Kapriolen

Preussen-Bambini holen Trophäe

Übermacht: Wriezens Ben Schumann im Duell mit Erkners Emil Rauschenbach, Max Michel (rechts) und im Hintergrund Damian Ritter
Übermacht: Wriezens Ben Schumann im Duell mit Erkners Emil Rauschenbach, Max Michel (rechts) und im Hintergrund Damian Ritter © Foto: MOZ/Udo Plate
Udo Plate / 10.01.2018, 05:08 Uhr
Wriezen (MOZ) Mit dem Turniererfolg der Bambini von Preußen Eberswalde im finalen Neunmeterschießen gegen die TSG Rot-Weiß Fredersdorf endete der Budenzauber von Blau-Weiß Wriezen um den Sparkassen-Cup. Dementsprechend groß der Jubel bei den Barnimern, als Gunar Seidel die Trophäe übergab.

Da es den Fußballknirpsen keineswegs an sportlichem Ehrgeiz und Können fehlte, entwickelten sich mit zunehmendem Turnierverlauf technisch immer bessere und unterhaltsame Spiele. Allerdings gab es auch die eine oder andere humorige Kapriole zu beobachten. So etwa, als Peter Küster, Vereinschef von Blau-Weiß Wriezen und Trainer der Bambini in Personalunion, einen Spielerwechsel vollziehen wollte. Der von Küster vorgesehene Junge hatte es sich augenscheinlich zur Aufgabe gemacht, stets auf Ballhöhe zu sein. Natürlich ein unmögliches Unterfangen - dennoch hatte der Blondschopf seinen Fokus ausschließlich auf den Ball gelegt. Ergo nahm er das Umfeld und seinen gestikulierenden Trainer nicht mehr wahr. Mit einem flotten Gang um das halbe Spielfeld konnte Küster dann während einer Spielunterbrechung doch die Aufmerksamkeit des Jungen erhaschen. In der Zwischenzeit hatte sich an der Ersatzbank der einzuwechselnde Spieler mit mehreren Umdrehungen in das hinter dem Tor befindliche Ballfangnetz verheddert. Folge: Der angedachte schneller Wechsel wurde zum Ding der Unmöglichkeit.

Zum Turnier: In der Gruppe A startete Wriezen im Eröffnungsspiel gegen den MSV Rüdersdorf mit einer 1:3-Niederlage. Es folgte für die Gastgeber eine weitere Schlappe gegen den FV Erkner (1:2) und damit das frühe Aus im Rennen um den Einzug ins Halbfinale. Daran änderte auch das abschließende 2:0 gegen Fortuna Britz nichts mehr. Den Sprung ins Semifinale schafften indes die Nachwuchstalente des FV Erkner mit einem weiteren Erfolg gegen Britz (4:0) sowie dem 1:1-Remis gegen den zweiten Halbfinalisten Rüdersdorf, der zuvor gegen Britz ebenfalls ein 1:1 erreicht hatte.

Was niemand in der prall gefüllten Halle ahnen konnte: Die Eröffnungspartie in der Staffel B zwischen Preußen Eberswalde und der TSG Rot-Weiß Fredersdorf (3:0) sollte identisch sein mit dem späteren Finale. Während Eberswalde sich mit weiteren Siegen gegen die SG Müncheberg (2:0) sowie Grün-Weiß Rehfelde (3:2) als ungeschlagener Gruppensieger ins Halbfinale hievte, musste Fredersdorf bis zuletzt um den Vorstoß ins Halbfinale bangen. Dem 1:1 im zweiten Gruppenspiel gegen Rehfelde folgte dann jedoch das befreiende 1:0 über die SG Müncheberg im letzten Vorrundenspiel.

In den Halbfinals behielt Fredersdorf mit einem 1:0 gegen Erkner die Oberhand und Eberswalde schoss Rüdersdorf mit einem 2:0-Sieg ins kleine Finale. Dieses gewannen die MSV-Spieler dann knapp mit 1:0 gegen Erkner. Im packenden Endspiel trennten sich Eberswalde und Fredersdorf nach der regulären Spielzeit mit einem 2:2-Remis. Im alles entscheidenden Neunmeterschießen hatten die Preussen Fortuna an ihrer Seite und durften mit einem 7:6 den Turniersieg um den Sparkassen-Cup von Blau-Weiß Wriezen bejubeln.

Zudem heimste Eberswaldes Ole Beiler die Torjägerkanone ein. Bester Spieler wurde Fredersdorfs Lasse Fengler und bester Torwart Wriezens Jenny Seidel. Der spielerisch ansprechende Budenzauber lebte nicht zuletzt von der natürlich fairen Gangart und der wieder einmal umsichtigen Organisation des Turnierchefs Gunar Seidel und seinem ebenfalls bestens eingespielten Team.

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