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Bayerische Classic-Profikeglerinnen lassen Wriezener Frauen im Deutschen Pokal keine Chance

Kegeln
Poing für Gut-Holz-Damen zu stark

Wimpeltausch vorm Pokalspiel: Wriezens Kapitän Heike Hülse mit Erwin Zimmermann, dem Poinger Vereins-Chef. Anschließend aber war Schluss mit den Nettigkeiten und der Ernst des Pokal-Wettbewerbs gewann die Oberhand.
Wimpeltausch vorm Pokalspiel: Wriezens Kapitän Heike Hülse mit Erwin Zimmermann, dem Poinger Vereins-Chef. Anschließend aber war Schluss mit den Nettigkeiten und der Ernst des Pokal-Wettbewerbs gewann die Oberhand. © Foto: MOZ/Udo Plate
Dagmar Dyballa und Udo Plate / 11.01.2018, 05:53 Uhr
Wriezen (MOZ) Das Achtelfinal-Heimspiel der Wriezener Classic-Keglerinnen im Bundespokal-Wettbewerb gegen den bayerischen Erstligisten SKK Poing entpuppte sich als eine recht einseitige Angelegenheit. Die Gäste setzten sich bei den gastgebenden Gut-Holz-Damen glatt mit 8:0 durch.

Wriezens Mannschaftskapitän Heike Hülse hatte es bei der Begrüßung bereits befürchtet: "Es ist für uns, als eine Mannschaft aus der dritten Liga, natürlich eine mächtige Herausforderung, gegen Profis zu bestehen." Da müsste es für die Gut-Holz-Damen also schon mit dem Teufel zugehen, um selbst mit dem Heimvorteil die nächste Runde im DKBC-Pokal (Deutscher Keglerbund Classic) zu erreichen, hatte die stets mit einem Lächeln daherkommende Wriezenerin gemeint. So sah es auch Poings Vereinschef Erwin Zimmermann. "Die größte Herausforderung für unsere Mannschaft ist die stundenlange Anreise und die anschließende Heimfahrt", ließ der SKK-Chef noch vor dem eigentlichen Spielbeginn verlauten.

Auch in den sozialen Netzwerken hielt sich bei den Gästen aus dem tiefsten Bayern die Freude über das Gastspiel in engen Grenzen, über die Auslosung, die sie in das 650 Kilometer entfernte kleine Örtchen Wriezen am Rand des Oderbruchs brachte. Dabei ging es allerdings nicht gegen die Wriezener Keglerinnen, sondern ausschließlich um die Entfernung und Dauer der An- und Abreise.

Für das Wriezener Frauenteam war die Pokalpartie auch Anlass, um im Vorfeld tüchtig die Werbetrommel zu rühren. Zudem versprach die Konstellation Verbandsliga gegen 1. Bundesliga ein nicht alltägliches Aufeinandertreffen und dementsprechend fieberte das Wriezener Sextett dem ersten sportlichen Höhepunkt des fast noch jungfräulichen Jahres entgegen. Letztlich half alles nichts - der Wriezener David hatte gegen den Goliath aus dem Süden keinerlei Siegchance.

Nachdem die Vorstellung der Spielerinnen erfolgte, übernahm unter der Leitung von Schiedsrichterin Gerhild Maudrich (1. KSC Seelow) der Ernst des Pokal-Wettbewerbs das Geschehen. Im ersten Durchgang starteten die Wriezenerinnen Annette Möller und Susan Torenz gegen Christina Neundörfer und Tanja Seifert. Die Aufregung, verbunden mit einem großen Respekt vor den namhaften Kontrahentinnen war den Wriezenerinnen deutlich anzumerken. Annette Möller erwischte gleich die ehemalige U-18-Weltmeisterin und U23 WM-Dritte Neundörfer als direkte Kontrahentin. Sie schaffte einen Satzpunkt, der Mannschaftspunkt ging an die Gäste. Mit 502:530 Holz endete der Vergleich. Susann Torenz erreichte ebenfalls einen Satzpunkt, der Mannschaftspunkt ging allerdings an die Gäste. Mit 532:510 Holz hatten die Gäste das bessere Resultat.

Im zweiten Durchgang bekamen es Wriezens Heike Grunow und Sandra Kampf mit Sandra Loncarevic sowie Nora Sajermann zutun. Die Gäste ließen nichts anbrennen, erzielten alle Satz- und Mannschaftspunkte und bauten den Vorsprung auf 2150:1994 Holz aus.

Den dritten und letzten Durchgang startete die Wriezener Mannschaftsleiterin Heike Hülse und das Gut-Holz-Küken Laura Holzfuß gegen Rebekka Pröll und Claudia Süß. Beide Gut-Holz-Akteurinnen konnten eigentlich entspannt aufspielen, da die Gäste aus Bayern einholbar in Führung lagen. Am Ende des Durchganges standen dann 992 Holz und ein Satzpunkt sowie weitere 1075 Holz und ein Mannschaftspunkt zu Buche. Als beste Spielerin bei den Gästen und gleichzeitig Tagesbeste erwies sich Sandra Loncarecic mit 566 Holz (359 Volle und 207 Räumer). Bei den Gastgeberinnen lieferte Heike Hülse mit 517 Holz (349 Volle und 168 Räumer) die beste Vorstellung ab.

Das Resultat mit 3225:2986 Holz für Poing zuzüglich aller vier Mannschaftspunkte offenbarte besonders im Bereich der Abräumer die Sicherheit der Bundesligaspielerinnen. Die beherzt aufspielenden Wriezenerinnen ließen indes im Bereich der Abräumer zu viele Federn. Im Ergebnis der Vollen konnten sie durchaus mithalten.

Die Gäste stellten mit 3225 Holz auf der Wriezener Anlage zudem einen neuen Bahn-Mannschaftsrekord für Frauen auf. Der KV Gut Holz Wriezen bedankt sich bei den Fans, die die Gut-Holz-Damen lautstark unterstützten.

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