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Janina Meyer-Klepsch geht für die SPD um das Amt des Bürgermeisters ins Rennen

Kandidatin
Gründliche Debatten vor einem Beschluss

Aufgewachsen in Eberswalde: Janina Meyer-Klepsch hat im Landkreis Barnim Verwaltungswirtin gelernt und vier Jahre in einem Fernstudium den Masterabschluss Umweltwissenschaften absolviert. Sie ist liiert, hat keine Kinder, fährt gern Rad, hätte gern mehr Z
Aufgewachsen in Eberswalde: Janina Meyer-Klepsch hat im Landkreis Barnim Verwaltungswirtin gelernt und vier Jahre in einem Fernstudium den Masterabschluss Umweltwissenschaften absolviert. Sie ist liiert, hat keine Kinder, fährt gern Rad, hätte gern mehr Z © Foto: MOZ/Margrit Meier
Margrit Meier / 12.01.2018, 07:04 Uhr
Neuenhagen (MOZ) Am 25. Februar bestimmen die Neuenhagener, wer ihr neues Gemeindeoberhaupt wird. Für die SPD geht Bauamtsleiterin Janina Meyer-Klepsch ins Rennen.

"Ich liebe meine Arbeit. Verwaltung ist meine Berufung, denn sie bedeutet, das Leben in einer Kommune zu gestalten. Was liegt näher, als Bürgermeister zu werden?", fragt die 41-Jährige.

Die Diplomverwaltungswirtin, die seit 2012 in Neuenhagen lebt und auch für die öffentliche Ordnung zuständig ist, gesteht, dass ihr die gründliche Diskussion hier fehlt. Es muss ausführlich in Ausschüssen und Gemeindevertretung vor Beschlussfassungen debattiert und der Verwaltung gesagt werden, was sie tun soll. Die Ausführung ist dann die Facharbeit in der Verwaltung. Dazu gehört für sie auch ein langfristiges Vordenken durch die Verwaltung. Etwa in Sachen Grundschulen. Von heute an bis zur Eröffnung, schätzt sie, vergehen fünf Jahre. Den Breitbandausbau habe sie und ihr Team immer im Auge, wenn es um den Straßenbau geht. Denn es wäre absurd, eine Straße neu zu bauen und sie Monate später wieder aufzureißen. Auch die Regenwasserproblematik wird in der Verwaltung schon länger bearbeitet, denn die Tragweite war dort, sagt sie, schon länger klar.

Deshalb will die Kandidatin statt sechs mindestens zehn Gemeindevertretersitzungen im Jahr anregen und auch mehr Ausschusssitzungen. Um dort über vorhandene Konzeptionen von Sportplätzen - "Wir brauchen dringend ein neues Vereinsheim auf dem Jahnsportplatz" - bis zum Straßenbau zu diskutieren und sie kontinuierlich umzusetzen. "Mir ist wichtig, dass alle Bereiche des öffentlichen Lebens jährlich Beachtung finden, also gleichermaßen auch die Jugend, Senioren, Infrastruktur, Kultur", zählt sie auf.

Wird sie Bürgermeisterin, dann würde sie als Erstes die Bürgerbeteiligung verbessern. Und das beginne damit, dass alle Bürger das Amtsblatt bekommen und es mehr Informationsveranstaltungen für die Neuenhagener gibt. Das Stellen von Anträgen in der Verwaltung soll digital vereinfacht werden. Gleichzeitig aber setzt sie darauf, dass im Rathaus immer Ansprechpartner da sind, die dem Bürger zur Seite stehen.

Sehr unzufrieden ist sie mit der Sauberkeit im Ort. Da setzt die 41-Jährige auf den eigenen Bauhof, den sie verstärken will. Natürlich möglichst mit Feuerwehrleuten, um auch deren Einsatzbereitschaft sichern zu könne. "Reinigungsfirmen machen genau das, was in ihrem Auftrag steht, schauen nicht links und rechts nach Papier oder Laub, das noch weg muss. Dafür soll der Bauhof aktiv werden an den Schwerpunktflächen in der Gemeinde", erläutert sie. Das betrifft auch Hilfeleistungen aller Art bei der Vorbereitung von Festen durch Ehrenamtler von der Arche bis zum Oktoberfest.

Das Radfahren soll in der Hauptstraße besser möglich werden, in dem echte Bordsteinabsenkungen gebaut werden, zählt sie ein erstes Ziel in Sachen Infrastruktur auf. Mit Hoppegarten will sie sprechen und erreichen, dass am dortigen S-Bahnhof mehr Auto- und Fahrradstellplätze gebaut werden. Am S-Bahnhof Neuenhagen würde sie gern die Stellplätze per Videoanlage überwachen lassen.

Wichtig ist ihr, dass Schulen und andere Einrichtungen per Rad gut erreichbar sind. "Es geht mir nicht um den Neubau, sondern um das Verbessern des Vorhandenen. Dazu gehören auch Fahrradspiegel an Ausfahrten, die einen Zusammenstoß verhindern", sagt sie.

Sie stört es, dass die IB-Oberschule im Ort immer noch nicht so präsent ist, wie sie es verdient habe. Deshalb möchte sie gern über ein Schulgeld für Neuenhagener nachdenken, aber auch über die Neuenhagen-Card. Wer die kauft, helfe so bei der Grundfinanzierung eines Ortsbusses, bekäme umgekehrt aber Nachlässe beim Eintritt ins Freibad oder Bürgerhaus.

Thema der kommenden Zeit sind für Janina Meyer-Klepsch ganz klar die Entscheidungen der Gemeindevertreter zur Verkehrslenkung im Neuenhagener Zentrum. Etablieren möchte die passionierte Hobbyköchin einen Kinder- und Jugendbeirat. Auch, um mit den Jugendlichen besser ins Gespräch zu kommen, die vielen das Leben rund um den Platz der Republik schwer machen. Da fehle es sicher an Angeboten für die, die sich darauf einlassen.

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