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Dozent Marian Arndt schult Feuerwehr-Führungskräfte aus Falkenberg-Höhe zum Thema Elektromobilität

Schulung
Feuerwehr und E-Mobilität

Praktischer Teil: Am Fahrzeug lernen die Kameraden von Marian Arndt (2.v.l.), was bei E-Autos zu beachten ist.
Praktischer Teil: Am Fahrzeug lernen die Kameraden von Marian Arndt (2.v.l.), was bei E-Autos zu beachten ist. © Foto: MOZ/Nadja Voigt
Nadja Voigt / 11.02.2018, 19:54 Uhr
Falkenberg (MOZ) Die Feuerwehrleute sehen sich bei ihren Einsätzen - von denen über 75 Prozent technische Hilfeleistungen sind - immer öfter auch mit komplexer Technik konfrontiert. Deshalb lud die Amtswehrführung von Falkenberg-Höhe ihre Führungskräfte zum Seminar.

Zwischen 9 und 16 Uhr drehte sich am Sonnabend für die Führungskräfte aus den Löschgruppen des Amtes Falkenberg-Höhe alles um das Thema Elektromobilität. Denn bei Unfällen sind auch immer wieder E-Autos involviert. Diese bergen durch ihr hochkomplexes Innenleben andere Risiken als Autos mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren. "Mittlerweile leisten wir in über 75 Prozent unserer Einsätze technische Hilfeleistungen", bestätigt Amtswehrführer Mario Sarre. "Dabei nehmen die Fahrzeuge mit alternativen Antrieben zu." Deshalb habe die Amtswehrführung die Kosten für die Schulung der Handwerkskammer mit dem Dozenten Marian Arndt nicht gescheut. "Denn es geht uns darum, die Sicherheit der Kameraden zu gewährleisten und qualitativ hochwertig Einsätze abzuarbeiten." Die Herausforderungen, wenn E-Autos an Unfällen beteiligt sind, sind vielfältig, haben die Feuerwehrleute am Sonnabend in dem Seminar gelernt. "Wo kann ich eine verletzte Person herausschneiden, wo verlaufen de Kabel, wie kann ich den verunfallten Wagen spannungsfrei schalten", waren die Fragen, die das Seminar behandelte.

"Mir geht es darum, den Teilnehmern die Angst vor dem Unbekannten zu nehmen, ohne dass sie den Respekt vor der Aufgabe verlieren", fasste Marian Arndt seine Aufgabe als Dozent zusammen. Auch würden über alternative Antriebssysteme viele Halbwahrheiten kursieren, die es klarzustellen gelte. "Ich möchte die Teilnehmer befähigen, das Risiko einschätzen zu können, damit sie ihre Arbeit tun können." Geschätzt, sagt der Fahrzeugingenieur und freiberufliche Dozent, gebe es rund 100 000 E-Autos auf deutschen Straßen. "Das ist im weltweiten Vergleich nichts. Aber es werden mehr", so Arndt. Bis 2026 sollen es rund eine Million sein. "Das Thema gewinnt an Bedeutung", ist Marian Arndt überzeugt.

Am Vormittag hatte er in einem theoretischen Teil über die Auswirkungen von elektrischem Strom, die in den E-Autos verbauten Systeme und das Thema Sicherheitstechnik informiert. Am Nachmittag dann stand der praktische Teil im Vordergrund.

"Man geht einfach entspannter heran, wenn man es schon mal gesehen hat. Das ist kein Hexenwerk", erklärte Marian Arndt den 16 Feuerwehrleuten, die an seinem Kurs in den Räumlichkeiten der Falkenberger Wehr teilnahmen. Mit Abstand das Wichtigste sei, erst einmal herauszufinden, ob es sich überhaupt um ein Elektroauto handelt. Und dann gelte es: "Nerven behalten und das Fahrzeug nicht unbeobachtet lassen." Denn von Elektroautos gehe nicht unbedingt eine größere Gefahr aus als von Autos mit einem Verbrennungsmotor, erklärt der Fachmann, sondern eine andere. "Das Energiepotential ist in diesen Fahrzeugen einfach größer." Denn die Hersteller seien bestrebt, immer größere Reichweiten zu gewährleisten. Deshalb würden auch die Batterien immer größer. "Wichtig ist, zu wissen, wo die Komponenten sind und wie kann ich das Fahrzeug spannungsfrei schalten."

Weitere Auskünfte zu den Schulungen der Handwerkskammer Frankfurt/Oder erteilt Katrin Uhr, Sachbearbeiterin Weiterbildung, unter Telefon: 0335 5554232 oder per Mail: katrin.uhr@hwk-ff.de.

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