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Nachruf
Wriezener Ehrenbürger gestorben

© Foto: MOZ/Inga Dreyer
Steffen Göttmann / 07.03.2018, 06:30 Uhr
Haselberg (MOZ) Nach schwerer Krankheit ist der langjähriger Haselberger Bürgermeister, Ortsvorsteher sowie Wriezener Ehrenbürger, Peter Fuhge, im Alter von 77 Jahren gestorben. "Obwohl wir wussten, wie schlecht es ihm geht, sind wir alle sehr geschockt", sagt Haselbergs Ortsvorsteherin Corina Woite. Im Frühjahr 2014 übernahm sie das Ehrenamt von Peter Fuhge. Mehr als 20 Jahre hatte er bis dahin als Bürgermeister und Ortsvorsteher die Geschicke Haselbergs geleitet.

Beim Seniorennachmittag am Montag, den Peter Fuhge lange geführt hat, haben wir eine Schweigeminute für ihn eingelegt und an ihn gedacht", fügt Corina Woite hinzu. "Peter Fuhge war unser Lehrer, Bürgermeister und Ortsvorsteher."

Bis zu seiner Pensionierung Ende Februar 2001 leitete Peter Fuhge die Schule in Lüdersdorf, die 2003 geschlossen wurde. Gelernt hat der gebürtige Altglietzener jedoch Gärtner bei "Blumen Kunze" in Bad Freienwalde, und arbeitete danach als Gehilfe in der LPG-Gärtnerei in Falkenberg, die heute von der Stephanus-Werkstatt bewirtschaftet wird.

Als sich die Möglichkeit ergab, dass auch Seiteneinsteiger Lehrer werden konnten, ergriff Peter Fuhge die Gelegenheit beim Schopf, kam nach Bad Freienwalde und nach zwei Jahren Ausbildung nach Möglin. Weil er dort erbärmlich wohnte, wechselte er 1962 als 21-Jähriger nach Haselberg, als dort die Lehrerwohnung frei wurde. Sie befand sich in der Schule. In dem Haus wohnte Peter Fuhge bis zu seinem Tod vergangenen Sonnabend.

Bis 1969 unterrichtete er in Haselberg, dann wurde die Schule zugemacht und er wechselte wiederum nach Sternebeck. Danach ging er nach Lüdersdorf, wo es zehn Klassenstufen gab. Als Fuhge 1976 Direktor werden soll, drückt er selbst die Schulbank in Potsdam, um als Diplom-Pädagoge zurückzukehren.

Das Haselberger Erntefest und der Ernteumzug gehören dank des Engagements von Peter Fuhge zu den größten der Region. Viele Gäste schätzten ihn als Moderator der Veranstaltung, der jeden Teilnehmer am festlichen Umzug einzeln vorstellte und das Bemühen würdigte, die Erntewagen zu schmücken.

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