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Stadt Wriezen wertet Messgerät für Geschwindigkeiten aus / Polizei übernimmt Daten

Radar
Mit 168 Stundenkilometern durchs Dorf

Aktueller Standort: Die Geschwindigkeitstafel und -messanlage der Stadt Wriezen stehen derzeit im Ortsteil Haselberg.
Aktueller Standort: Die Geschwindigkeitstafel und -messanlage der Stadt Wriezen stehen derzeit im Ortsteil Haselberg. © Foto: Anett Zimmermann
Nadja Voigt / 13.06.2018, 06:00 Uhr
Wriezen (MOZ) Die Auswertung der Geschwindigkeitsmessanzeige stand für die Mitglieder des Ausschusses  für Gewerbe, Ordnung, Sicherheit, Umwelt, Landwirtschaft und Tourismus auf der Agenda. Dabei hat Michaela Hytra, Fachbereichsleiterin im Bau- und Ordnungsamt, detailliert zu den ein- und ausfahrenden Fahrzeugen in den verschiedenen Ortsteilen informiert. Jeweils für zwei Wochen stand das mobile Gerät in der Kernstadt und auf den Dörfern. Erfasst wurden Durchschnitts- und Höchstgeschwindigkeiten,

Ausschussmitglied Gerhard Dewitz (SPD) wollte wissen, ob die Daten von der Freienwalder Wache abgefordert worden seien. Schließlich sei das eine Möglichkeit, um Probleme zu erkennen und Schlussfolgerungen zu ziehen. Zum Beispiel, zu welchen Zeiten durch die Beamten kontrolliert wird, so Dewitz. Michaela Hytra wies allerdings darauf hin, dass mit dem Gerät an sich keine qualifizierte Geschwindigkeitsmessung möglich sei. Auffallend ist jedoch, so das Ergebnis der Auswertung, dass sich in Wriezen selbst ein Großteil der Fahrer an die vorgeschriebenen 50 Stundenkilometer gehalten hat. Erstaunlich fand der stellvertretende Ausschussvorsitzende, Matthias Düntzsch, das die Tagesbelastung an Fahrzeugen in der Stadt bei 5500 gelegen hat – „und das trotz Umgehungsstraße“.

In Schulzendorf wurden 2017 in zwei Juli-Wochen 30 000 an- und abkommende Fahrzeuge gemessen. Im Mai, wo das Messgerät ebenfalls im Dorf stand, war der Montag Spitzenreiter mit den meisten Fahrzeugen. In Haselberg fiel die Zahl der durchfahrenden Fahrzeuge weit auseinander: Zwischen 4540 und 6700 wurden dort aufgezeichnet. Die Spitzengeschwindigkeiten erschreckten dagegen alle Ausschussmitglieder: Mit 155 Stundenkilometern „flog“ im vergangenen Jahr im Mai bei der Messung ein Autofahrer durch Schulzendorf. Andernorts lag die Spitzengeschwindigkeit sogar bei 168 km/h.

Gerhard Dewitz wertete die Aufstellung der Anlage als durchaus Erfolg. Denn, so führte er aus, habe sie eine große psychologische Wirkung auf die Fahrer. Darin waren sich auch die anderen Ausschussmitglieder einig. Der auch anwesende Leiter des Polizeireviers Bad Freienwalde, Peter Schult, sagte, er würde die zur Verfügung gestellten Daten gerne mitnehmen. Allerdings habe das Revier bereits vorgegebene Schwerpunkte. Dazu gehören unter anderem das Krankenhaus und die Kindergärten, sagte Schult.(nv)

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