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Verbesserung der Arbeitsbedingungen spiegelt sich in Betriebsbilanz wieder / Hunde-WC werden gut angenommen

Kein Sorgenkind mehr
Bauhof erzielt Rekord-Gewinn

Wendige Kommunaltechnik: Der Bauhof komplettiert und erneuert Jahr für Jahr seinen Technikbestand.
Wendige Kommunaltechnik: Der Bauhof komplettiert und erneuert Jahr für Jahr seinen Technikbestand. © Foto: Doris Steinkraus
Doris Steinkraus / 14.06.2018, 07:30 Uhr - Aktualisiert 17.06.2018, 15:00
Seelow (MOZ) Der Bauhof setzt seine positive Betriebsbilanz fort. Werkleiterin Astrid Gellenthin präsentierte im Hauptausschuss, der gleichzeitig als Werkausschuss fungiert, das Ergebnis 2017.Es wird das bisher beste des stadteigenen Unternehmens.

Saubere Gehwege, gepflegte Anlagen, Neuanpflanzungen, täglich gesäuberte Schulen und ein blitzendes Rathaus – die Mitarbeiter des Seelower Bauhofes sind die Heinzelmännchen, die jede Woche im Stadtgebiet und auch in Umlandgemeinden wirken. Die Zeiten, da der Bauhof angesichts seiner Wirtschaftsdaten ein echtes Sorgenkind war, scheinen vorbei zu sein. Werkleiterin Astrid Gellenthin resümierte für 2017 einen Umsatz von 1,2 Millionen Euro. Damit sei erneut die Millionen-Grenze überschritten worden.

Leistungen in Höhe von 602 975 Euro hat der Bauhof für die Stadt erbracht, 326 838 Euro für die Seelower Wohnungsbaugesellschaft und 287 328 Euro für Dritte. 31 529 Stunden haben die 30 Voll- und Teilzeitbeschäftigen geleistet. Noch hat der Wirtschaftsprüfer das Ergebnis nicht bestätigt. Fest steht aber bereits: Mit einem voraussichtlichen Gewinn von 142 000 Euro wird es das bisher beste Jahresergebnis seit Bestehen des Bauhofes sein. Die guten Resultate wären ohne die sich ständig verbessernden Arbeitsbedingungen nicht möglich, machte Astrid Gellenthin deutlich. Mit der Konzentration im Fichtenweg habe man eine neue Qualität in der Arbeitsorganisation erreicht. Wichtig sei auch der Bau des neuen Verwaltungsgebäudes gewesen, um auf kurzem Wege koordinieren und abstimmen zu können.

Um das für 219 087 Euro errichtete Gebäude finanzieren zu können, hat der Bauhof einen Kredit über 180 000 Euro aufgenommen. Dabei war der Bau um 45 000 Euro kostengünstiger, als zunächst im Wirtschaftsplan ausgewiesen. Vier neue Freischneider, eine Motorsäge, Akkugeräte sowie zwei neue Werkstatttore gehörten ebenfalls zum Investitionsprogramm des Bauhofes, trugen zur Arbeitserleichterung bei.

Auch für 2018 konnte die Werkleiterin bereits gute Ergebnisse präsentieren. Im ersten Quartal wurden Umsätze in Höhe von 269 689 Euro erzielt, rund 10 000 Euro mehr als der Wirtschaftsplan vorsah.

„Zu den Ergebnissen kann man nur gratulieren“, resümierte Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Heinze (Linke). „Die Zahlen bestätigen die Stabilität unseres kommunalen Unternehmens.“ Jörg Menz (WG Heimat, Kultur, Sport) dankte namens der Abgeordneten allen Beschäftigten für die geleistete Arbeit und das beachtliche Jahresergebnis. Der Werkausschuss sicherte seine weitere Unterstützung zu. Dies nicht nur in Form der Bestätigung des Jahresabschlusses, sondern auch mit der Zustimmung zum Wirtschaftsplan, der die Investitionen beinhaltet.

In diesem Jahr konnte bereits ein Heißwasser-Unkrautbekämpfungsgerät angeschafft werden. Der Aufwand sei zwar erheblich, aber man erhoffe sich weniger Arbeitsgänge im Jahr, erläuterte Astrid Gellenthin. In einem Jahr werde man wissen, ob die Erwartung sich erfüllt hat. Neu hinzu kommen werden noch ein Kommunaltraktor, eine gelaeste Kehrmaschine sowie Werkstattausstattungen.

Bewährt habe sich auch die Einführung der acht Hunde-WC im Stadtgebiet, sagte Astrid Gellenthin auf MOZ-Anfrage im Nachgang der Beratung. Sie wurden im April aufgestellt, vor allem in Randbereichen, in denen viele Hundebesitzer ihre Vierbeiner Gassi führen. „Damit sind noch nicht alle Haufen auf den Gehwegen verschwunden, aber die Situation hat sich verbessert“, resümiert die Werkleiterin. Die Behälter werden regelmäßig von den Mitarbeitern entsorgt. Vor allem auf Rasenflächen seien die Haufen ein Problem, da Freischneider und Rasenmäher verklebt werden, so Gellenthin. Man hoffe, dass noch mehr Hundebesitzer die Hunde-WC, die mit entsprechenden Tüten ausgestattet sind, nutzen.

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