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Hunderte Gäste beim 15. Wriezener Hafenfest / Erste Enten wechseln Besitzer / Nächste Investition ein Notausstieg am Kalkofen

Hafenfest
Schulzendorfer Tanz- und Blasorchester füllt Festzelt

Steffen Göttmann / 18.06.2018, 06:30 Uhr
Wriezen (MOZ) Zum 15. Hafenfest hat die Interessengemeinschaft Wriezener Hafen unter dem Vorsitz von Eckhard Brennecke am Sonnabend auf das Gelände an den Kalköfen eingeladen. Mit dem Tanz- und Blasorchester Schulzendorf, das das Fest traditionell einläutete, füllte sich das Festzelt gleich bis auf den letzten Platz.

„Ich bin ganz klar wegen der Blasmusik, wegen der hier“, sagte Norbert Lichtenberg aus Schulzendorf, der zu den ersten Gästen gehörte. Wie auch Friedrichwilhelm Henze, der immer zum Hafenfest kommt. „Ich bin fast jedes Jahr hier und sogar Mitglied im Schulzendorfer Tanz- und Blasorchester“, bekannte der glühende Anhänger des Blasorchesters.

Eckhard Brenneckefegte über das Gelände, von Stand zu Stand, damit alles zum Wohl der Gäste klappt. Wie immer gab es gleich am Eingang einen Trödelmarkt. Gleichzeitig wechselten die ersten der 600 Rennenten den Besitzer. Denn am 19. August lädt die Eckhard Breneckewieder zum Entenrennen auf dem Friedländer Strom ein. Viele Wriezener fiebern bereits dem großen Spektakel entgegen. Jede Ente kostet fünf Euro

Für das Hafenfest hatte Brennecke Wriezener Kalkofenbier gebraut. Es gab eine Cocktailbar und Softeis. Deftiges aus Grill und Pfanne lieferte Fleischer Burkhard Höhne. Die Wriezener ließen die Gelegenheitnicht aus, sich bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen zu treffen.

Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft will in diesem Jahr die Einnahmen für ein Fenster im unteren Bereich des Kalkofens nutzen, das gleichzeitig als Notausstieg dienen soll. Um das bestehende Eisenfenster durcheines zu ersetzen, das genau so aussieht, sei er nun auf der Suche nach einem größeren Eisenfenster. „Wir müssen die Fluchtwege sicher stellen“, erläuterte Eckhard Brenencke.Wie immer sollen sich Kosten und Nutzen im Rahmen halten. Ferner will er demDenkmalschutzgerecht werden.

Im Inneren des Kalkofens sei inzwischen die Treppe als wichtigstes Element der Sanierung eingebaut, auch die Wände seien restauriert worden. Vergangenes Jahr steckte Eckhard Brennecke 40­­­­­ 000 Euro in das denkmalgeschützte Gemäuer. Sein Ziel ist es, in einem Ausstellungsraum des Kalkofens 1500 historische Fotos der Stadt Wriezen und dem Hafen zu zeigen.Auf so viele Fotos ist seine Sammlung angewachsen. Die kleine Auswahl von 280 Bildkopien, die er in seinem Büro zeigt, müssten neu ausgedruckt werden, weil sie bereits an Farbe verlieren. Dort hängen keine Originale. Brennecke digitalisiert die Bilder mit dem Computer.

Sie hängen länger als geplant in der provisorischen Galerie. Zudem will Brennecke in der künftigen „Galerie im Hochofen“ Künstlern aus der Region eine Plattform für Ausstellungen bieten. „Wir haben die Sanierung nur durch Spenden finanziert, es sind keine Fördermittel geflossen“, so der Vorsitzende der Interessengemeinschaft

Brennecke will seine Aktivitäten etwas herunter fahren und wohl kommendes Jahr den Kanu-Verleih schließen. Seine Firma führt er weiter. Der Unternehmer verkauft und installiert Schankanlagen und richtet Gaststätten ein. Weil dieses Geschäft zurückgegangen ist und ihn nicht mehr allein ernährt, sattelte er auf den florierenden Internethandel um. Dort verkauft er unter anderem alles, was man brauche, um Bier zu brauen, Wein oder Liköre herzustellen.

Die Wriezener Kalköfen waren 1860 gebaut und 1864 in Betrieb genommen worden. Der Jahrzehnte lange Betrieb endete 1926 wegen fehlender Rentabilität.

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