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Eine Gegenstimme bei Einwohnerversammlung in Altwriezen/Beauregard / Straßenverkehrsamt lehnt befristetes Limit ab

Verkehr
Bürger sprechen sich für Tempo-30-Zone aus

Ortseingang von Beauregard am 15.6.2018
Ortseingang von Beauregard am 15.6.2018 © Foto: Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 18.06.2018, 07:00 Uhr
Altwriezen/Beauregard (MOZ) Mit nur einer Gegenstimme haben sich die bei der Einwohnerversammlung am Freitagabend zusammen gekommenen Bürger von Altwriezen/Beauregard für eine Tempo-30-Zone in Beauregard ausgesprochen. Ortsvorsteher und Stadtverordneter Peter Sperr (Bürger für Wriezen und Barnim-Oderbruch – BWBO) hatte die Einwohnerversammlung wegen eines entsprechend lautenden Beschlusses der Wriezener Stadtverordnetenversammlung einberufen. Er wollte das Votum der Bürger einholen. 20 der etwa 200 Einwohner nahmen die Gelegenheit wahr.

Bei einer Unterschriftensammlung hatten sich 76 Einwohner dafür ausgesprochen, während der Bauzeit in Eichwerder und damit einhergehenden Umleitung unter anderem über Beauregard 30-Kilometer-Schilder aufzustellen. Dies sei aber nicht möglich, erklärte Wriezens Bürgermeister Karsten Ilm (CDU), der mit Michaela Hytra, Leiterin des Bau- und Ordnungsamtes, sowie Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Skor (BWBO) an der Einwohnerversammlung teilnahm. Das in Strausberg angesiedelte Straßenverkehrsamt des Landkreises lehne diese Regelung ab, erklärte das Stadtoberhaupt. Ein Antrag der Stadt Wriezen hätte wohl kaum Aussicht auf Erfolg. „Wir müssten ein Gutachten über Verkehrsaufkommen und Unfallzahlen vorlegen“, sagte Ilm. Dies kostet Zeit und Geld. Der gewünschte Erfolg bliebe auf der Strecke, weil es weder Unfälle gibt, noch die Zahl der Fahrzeuge so hoch ist, dass der Ausnahmefall Realität wird.

Deshalb schlägt die Stadtverwaltung nun vor, in Beauregard wie auch in Altwriezen generell Tempo 30 einzuführen. Dies könne die Stadtverordnetenversammlung beschließen. Diese Regelung gilt jedoch nicht für Dammsttraße, auf der der überörtliche Verkehr an dem Ort vorbeiführt.

„An Kreuzungen und Einmündungen innerhalb der Tempo-30-Zone muss grundsätzlich die Rechts vor Links gelten“, zitierte Heiko Beyer, Revierpolizist in Wriezen aus der Straßenverkéhrsordnung. Ausnahmen seien nur dort zulässig, wo es die Verkehrssicherheit wegen der Gestaltung der Kreuzung oder Einmündung erfordert oder der Busverkehr betroffen ist.

„Ich finde, dass eine 30-Kilometer-Zone in Beauregard angebracht wäre, weil sehr schnell gefahren wird“, sagte eine Bürgerin. Die Autofahrer seien auch auf der Pflasterstraße flott unterwegs,so dass die Gläser im Schrank klirren. Ein weiterer Bürger sorgte sich um den Zustand der Straßen. Durch die Umleitung entstehen Schlaglöcher. Wenn die Straße durch die lange Bauzeit in Eichwerder kaputt sei und ausgebaut werde, müssten die Bürger auch noch dafür Straßenausbaubeiträge bezahlen. Dies sei nicht gerechtfertigt.

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