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Reitturnier
Wie der Vater, so die Tochter

Edgar Nemschok / 03.07.2018, 11:09 Uhr - Aktualisiert 04.07.2018, 19:23
Schulzendorf (MOZ) Zwei Tage war die Reitergemeinde der Region zu Gast in Schulzendorf. Der SV Schulzendorf war Gastgeber für sein Reit- und Springturnier, das zu den Traditionsreichsten in Märkisch-Oderland gehört. Uwe Nordt und Philipp Lyck-John gewannen Springen der Klasse M.

Sophie und Vivien Lilienkamp konnten sehr zufrieden sein. Das Wetter hatte gehalten und die Rasenfläche für den Parcours auch. „Wir hatten ein wenig Sorgen, dass sich der Rasen schnell in eine Sandwüste verwandeln würde.“ Das Wässern in den vergangenen Wochen hat sich gelohnt und die Reiter fanden gute Bedingungen vor. Und sie dankten es ihrerseits mit guten Leistungen.

Ein echter Höhepunkt war am Sonnabend das Springen der Klasse M. Parcourschef Erik Schubert hatte sich einen sehr flüssigen, aber auch anspruchsvollen Umlauf ausgedacht. Und vor allem das Punktespringen verlief überaus spannend. Hierbei wurden die Hindernisse mit Wertungspunkten behaftet, die am Schluss zu einer Gesamtnote addiert wurden. Der schwerste Sprung lag am Ende der Prüfung und wurde als Joker gezählt. Das heißt, es gab doppelte Punktzahl, wenn das Reiterpaar das Hindernis bewältigt hatte. „Natürlich macht es Sinn den schwersten Sprung ans Ende des Umlaufs zu stellen. Das ist dann noch einmal eine echter Herausforderung für die Reiter“, erklärte Erik Schubert. „Der ist übrigens nicht wegen der Höhe schwierig. Wir haben ihn recht schmal und mit nur wenigen Balken ausgelegt, was für die Pferde schwierig ist.“

Am Eingang wurden die Besucher freundlich begrüßt von Helga Stolz und Hannelore Wehlisch. Sie sind schon seit Jahren mit aktiv, wenn es heißt, in Schulzendorf wird eine Reitveranstaltung ausgetragen. Beide kommen aus Bad Freienwalde. „Trotzdem, wir machen das sehr gern und sind in erster Linie der Familie Lilienkamp sehr verbunden“, waren sich beide einig. „Natürlich sehen wir immer wieder alte Bekannte. Doch in jedem Jahr kommen auch neue Besucher hinzu.“ Und Hartmut Stolz wirft gleich ein: „Manche kommen mit dicken Autos und maulen dann, wenn sie zwei Euro Eintritt bezahlen sollen. Das ärgert uns ein wenig, denn ein solches Turnier muss auch umfangreich vorbereitet werden, was unseren kleinen Verein natürlich auch Geld kostet.“

Das Punktespringen gewann der Strausberger Uwe Nordt  mit Höchstpunktzahl und der besten Zeit. Knapp dahinter wurde mit seinem Pferd Casquo der Angermünder Nils Walter Zweiter. Walter hatte noch ein weiteres Pferd mit am Start. Mit Calle konnte er auch den dritten Platz holen.

Sehr aufmerksam beobachteten die jungen Reiter das Geschehen bei diesem Wettbewerb. Emily Grubitz, die Zehnjährige freute sich über ihren 2. Platz beim Zwei-Phasen-Springen, Enya Ammon und Emilia Tocessa Schott gehören zur Talentschmiede des Ländlichen Reitvereins Münchehofe. „Wir sind hier gern nach Schulzendorf gekommen“, sind sich die drei einig. Vor allem Emily Grubitz schaute genau hin, denn ihr Vater Carsten Börner, der auch ihr Trainer ist, ritt zudem mit Sir Linar das gleiche Pferd. „Sir Linar ist ein ganz liebes Pferd und verhältnismäßig einfach zu reiten.“

Den Höhepunkt im Rahmen der Dressur, eine Prüfung der Klasse L, gewann Sarah-Andrea Wantzlöben vom RFV Markee (Nauen, OT Groß Behnitz) vor Eilsa Möller, die vom Pferdesportverein Galgenberghof Müncheberg kommt. Dritte wurde Mareen Herter vom RFV Altranft.

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