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Der Berliner Steven Schreiber gewinnt Breitensport-Wettbewerb der Oderrundfahrt / Frankfurter KDH-Radteam fährt auf Rang 3

Radsport
Weniger Luft im Reifen auf Kopfsteinpflaster

Vor dem Start der letzten Etappe: Im KDH-Radteam haben sich ehemalige Fahrer des FRC 90 zusammengefunden.
Vor dem Start der letzten Etappe: Im KDH-Radteam haben sich ehemalige Fahrer des FRC 90 zusammengefunden. © Foto: Winfried Mausolf
Hubertus Rößler / 10.07.2018, 05:15 Uhr
Podelzig Die 39. Auflage der Oderrundfahrt war auch bei den Jedermännern wieder der Renner. Insgesamt 56 Radsportler verschiedener Altersklassen waren auf die vier Etappen des Straßenrennens gegangen und hatten sich einen spannenden Kampf um die Plätze geliefert. Das Gelbe Trikot sicherte sich Steven Schreiber vom RSV Blankenfelde. Der 22-Jährige bildete seit der Auftaktetappe in Frankfurt am Donnerstag mit seinen Mannschaftskollegen Dominic Weinreich, Philipp Schulze und Niklas Michel vom Strausberger LKK Racing Team die Spitze und ließ sich vom Podium nicht mehr verdrängen. Die vier Fahrer, die teils schon im Lizenzbereich unterwegs waren, konnten auch souverän die Teamwertung einfahren.

Nach dem Dreifacherfolg zum Auftakt siegte Schreiber auch am Freitag in der Ziltendorfer Niederung und fuhr fortan in Gelb. Bei der 3. Etappe in Wuhden hatte er gleich doppelten Grund zum Feiern: Zum einen hatte er am Sonnabend seinen 22. Geburtstag, zum anderen konnte er die Gesamtführung souverän verteidigen und am Ende seinen Teamkollegen den Etappensieg überlassen. „Ich hatte die Strecke am Zeisigberg schlimmer in Erinnerung und auch die Konkurrenz stärker eingeschätzt“, sagte Schreiber und verriet, dass es bei dem Rennen, das eine 400 Meter lange Kopfsteinpflaster-Passage beinhaltet, mit weniger Druck im Reifen fährt: „Wir haben nur sechs Bar drauf, außerdem fahren wir hier mit etwas breiteren Reifen.“

Im vergangenen Jahr war er noch als Einzelkämpfer an den Start gegangen und hatte trotz eines Etappensieges das Podium knapp verfehlt. Nachdem er schon in der Bundesliga und bei größeren Rennen wie der Polen-Rundfahrt gestartet war, konzentriert er sich mittlerweile mehr auf sein berufsbegleitendes Studium in BWL und als Einzelhandelskaufmann in einem großen Fahrradgeschäft in Potsdam. „Jetzt als Hobby macht Radfahren wieder viel mehr Spaß. Ich sitze nur noch zweimal unter der Woche und sonntags auf dem Rad – je nach Zeit und Laune.“

Als Hobby sehen auch die Fahrer des KDH-Radteams ihr Rennrad an. Die sieben Männer im Alter zwischen 36 und 51 Jahren fuhren alle einst beim Frankfurter Radsportclub 90, bei dem sie nach wie vor Mitglied sind. Im November 2015 fanden sie sich wieder als ein Team zusammen und nehmen nun jährlich an etwa 15 bis 18 Tagesrennen teil. „Die Oderrundfahrt direkt vor unserer Haustür ist natürlich unser Jahreshöhepunkt“, erzählte Nico Lauke.

„Wir sind ohne Materialschäden und größere Stürze durchgekommen. Und viel Spaß hat die Rundfahrt auch wieder gemacht“, sagte der 37-Jährige, der in der Gesamtwertung auf den 7. Platz fuhr. Gemeinsam mit Kay Klingbeil, Danilo Ettlich, Marcel Lotko, Daniel Rüdiger, Oliver Arnhold und Karsten Klugmann sicherten sich die Frankfurter in der Teamwertung den 3. Rang. „Wann immer möglich, trainieren wir gemeinsam. Am liebsten fahren wir im Schlaubetal oder durchs Oderbruch – über den Zeisigberg sind wir aber nur selten freiwillig gefahren“, berichten die Hobby-Radfahrer, die mittlerweile rund um Frankfurt sowie in Berlin und Kassel zuhause sind.

Ein positives Fazit der 39. Oderrundfahrt konnte auch Hauptorganisator Dan Radtke ziehen. „Die Fahrer haben alle tollen Sport gezeigt und sind am Limit gefahren“, lobte der Geschäftsführer des FRC 90. Die aufgrund von Bauarbeiten geänderte Streckenführung sei sehr gut angenommen worden. „In Wuhden haben wir einen technisch anspruchsvollen Kurs, der gleichermaßen beliebt und gefürchtet ist“, sagte Radtke. Auch der neue Kurs in Frankfurt über die Kieler Straße soll im kommenden Jahr wiederholt werden – zum Jubiläum der Oderrundfahrt dann als Abschlussetappe.

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