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Auswertung des 21. Deichtags im Bildungsausschuss / Gremium will sich auch Gedanken über den Weihnachtsmarkt machen

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Der Freitag soll attraktiver werden

Drei Salutschüsse zur Eröffnung: Die Schützengilde Wriezen 1585 durfte auch beim diesjährigen Deichtag nicht fehlen. Das Stadtfest wird überwiegend auf dem Marktplatz gefeiert. Die benachbarte Wilhelmstraße war im Juni zum Teil ebenfalls eingebunden.
Drei Salutschüsse zur Eröffnung: Die Schützengilde Wriezen 1585 durfte auch beim diesjährigen Deichtag nicht fehlen. Das Stadtfest wird überwiegend auf dem Marktplatz gefeiert. Die benachbarte Wilhelmstraße war im Juni zum Teil ebenfalls eingebunden. © Foto: Ulli Winkler
Anett Zimmermann / 11.07.2018, 06:30 Uhr
Wriezen (MOZ) Zum Deichtag gab es in der jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses ein überwiegend positives Fazit. Aus der Wriezener Stadtverwaltung hieß es aber unter anderem, dass der Freitag attraktiver werden soll.

Nach dem Jubiläums-Deichtag 2017 seien die Erwartungen an die 21. Auflage im Juni groß gewesen, erklärte Nicole Mischke in der jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses im Gemeindehaus in Frankenfelde. Sie ist im Rathaus zuständig für die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit und Kita-Schule-Kultur. Im Vorjahr habe es ein Feuerwerk gegeben, erinnerte sie. Auch das Seifenkistenrennen sei vermisst worden. Ein solches werde es jedoch schon zum Weltkindertag am 20. September wieder geben. Über einen besonderen Höhepunkt am Sonnabend werde man ebenfalls nachdenken und sich vor allem den Freitagabend genauer anschauen. „Der wurde zu wenig angenommen“, sagte Nicole Mischke und fügte hinzu: „Den wollen wir attraktiver machen.“

In der Stadtverwaltung sei der Deichtag bereits durch das Gewerbe- und Ordnungsamt sowie den Bereich Kultur ausgewertet worden. Mit der beauftragten Sicherheitsfirma werde es noch ein Gespräch geben. Bereits während des Deichtags sei, so Nicole Mischke weiter, nachgefragt worden, wie die Veranstaltung empfunden wird und was gewünscht ist. „Vielleicht lässt sich die eine oder andere Idee ja aufgreifen.“

Auf das geltende Glasflaschenverbot hätten sich inzwischen sowohl die Versorger als auch die Besucher des Deichtags eingestellt. „Es gab keine großen Zwischenfälle“, sagte die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung. Über die Standorte der Versorger wolle man sich allerdings noch einmal verständigen. Marlies Schmeißer, sachkundige Einwohnerin der Fraktion Bürger für Wriezen und Barnim-Oderbruch (BWBO), kritisierte in dem Zusammenhang die fehlende Sichtachse zum Marktbrunnen und dass auswärtige Anbieter zum Beispiel zu nah vor der Marktklause standen. Unmut unter den Versorgern habe es zum Teil auch darüber gegeben, dass Vereine Getränke weitaus günstiger verkauften, hieß es.

Als besonders großes Ärgernis wurden allerdings Männer gesehen, die in aller Öffentlichkeit urinierten. Ihnen sei der Weg zur öffentlichen Toilette in der Wilhelmstraße offensichtlich zu weit. Warum sie den in diesem Jahr zusätzlich aufgestellten Toilettenwagen an der Kirche nicht nutzten, sei nicht nachvollziehbar. Der Wagen selbst wurde als gute und zentral gelegene Lösung gelobt und ist auch schon für 2019 vorgesehen.

Von Besuchern sei, so Nicole Mischke weiter, bereits die Frage nach einem anderen Schaustellerbetrieb beziehungsweise zumindest anderen Fahrgeschäften gestellt worden. Auch die intensive Zusammenarbeit mit den Einrichtungen und Vereinen in der Stadt wurde positiv hervorgehoben. Vielleicht könnte über sie auch eine Spielstrecke realisiert werden. Der Ausschussvorsitzende Reiko Heinschke (CDU) sprach sich unterdessen für eine noch bessere Einbindung der Wilhelmstraße aus. So seien zum Beispiel mehrere kleinere Bühnen denkbar. Dass sich das Gremium zum Deichtag Gedanken machen will, wurde kurz darauf im Arbeitsplan festgehalten. Dass dies auch Weihnachtsmarkt gelten soll, wurde jedoch umgehend mit dem Einwurf quittiert: „Das müssen wir dann aber bei unserer nächsten Sitzung im September tun.“

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