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Nach Großbrand am Freitagabend bereits drei weitere Einsätze / Ermittler heute im Gewerbegebiet

Feuer
Einsatzkräfte kommen nicht zur Ruhe

War nicht mehr zu retten: die Halle im Gewerbegebiet Schulzendorfer Straße in Wriezen. Die Feuerwehr konnte diese am Freitagabend nur noch kontrolliert abbrennen lassen.
War nicht mehr zu retten: die Halle im Gewerbegebiet Schulzendorfer Straße in Wriezen. Die Feuerwehr konnte diese am Freitagabend nur noch kontrolliert abbrennen lassen. © Foto: Anett Zimmermann
Anett Zimmermann / 11.07.2018, 07:45 Uhr
Wriezen (MOZ) Nach dem Großbrand im Wriezener Gewerbegebiet Schulzendorfer Straße haben sich für heute Kriminaltechniker angekündigt, um zur Ursache zu ermitteln. „Wir wissen bisher nicht mehr als am Freitagabend“, sagte Ronald Barz am Dienstag gegenüber dieser Zeitung. Er betreibt auf dem Gelände eine Spedition. Mitarbeiter einer benachbarten Firma hatten am Freitag die Leitstelle verständigt. Die Freiwillige Feuerwehr Wriezen war als erste um 19.34 Uhr alarmiert worden und bis in die Nachtstunden im Einsatz. Da bei dem Brand der Halle auch Diesel ausgetreten sei, habe man die damit in Berührung gekommenen Schläuche gleich separiert, berichtete Ortswehrführer Robby Menzel. Die Schläuche seien am Sonnabendvormittag durch Mitarbeiter des Feuerwehrtechnischen Zentrums vor Ort getauscht worden. Auch sei mit den benachbarten Firmen gesprochen worden. „Dort gibt es eine Zisterne, die wieder aufgefüllt werden musste“, so Menzel.

Groß ausruhen konnten die Wriezener Einsatzkräfte seither jedoch nicht. Laut Robby Menzel wurden sie am Sonntagnachmittag zu einem Feldbrand bei Sophienhof/Herrnhof gerufen. „Wir konnten zwar noch auf der Anfahrt umkehren, weil auch der Landwirt mit einer Scheibenegge eingreifen konnte“, erzählte Menzel, doch am Abend sei die Wehr erneut alarmiert worden. Diesmal wegen eines Ödlandbrands in den Biesdorfer Kehlen. Im Einsatz seien dabei auch die Wehren aus Frankenfelde, Haselberg, Biesdorf, Lüdersdorf und Schulzendorf gewesen. In dem Zusammenhang appellierte Robby Menzel an die Waldbesitzer, die Wege freizuhalten. „Für unsere großen Fahrzeuge wird es mitunter ganz schön eng.“

In der Nacht zum Dienstag habe es schon den nächsten Einsatz in Wriezen gegeben. Mehrere Jugendliche hätten auf dem Dach des Landmarkts in der Freienwalder Straße versucht zu grillen, sagte Menzel. „Die Polizei war schon vor uns da.“ Astrid Reinecke aus der Pressestelle der Polizeidirektion Ost teilte auf Nachfrage dieser Zeitung mit, dass Zeugen gegen 23.48 Uhr über mehrere Jugendliche auf dem Dach des Landmarktes informiert hatten. Zwei seien noch vor Ort angetroffen und einer davon dann seinen Eltern übergeben worden. Außerdem wurde Anzeige erstattet. Die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen aufgenommen. Unterdessen wird nicht nur in Feuerwehrkreisen darüber diskutiert, ob dieser Vorfall etwas mit den Bränden im benachbarten Reifenlager zu tun hat.

Zum Brand im Gewerbegebiet in der Schulzendorfer Straße werde es keine weiteren Informationen geben, erklärte Astrid Reinecke und fügte hinzu: „Das sind laufende Ermittlungen.“

Robby Menzel war unterdessen nicht der einzige, der das gute Miteinander mit der Stadtverwaltung hervorhob und zwei Namen nannte: Bürgermeister Karsten Ilm (CDU) und Michaela Hytra, Leiterin des Fachbereichs Bau- und Ordnungsamt. Ersterer habe Würstchen und Getränke besorgt und Michaela Hytra gemeinsam mit Frauen der Einsatzkräfte dann Kaffee und Würstchen vorbereitet. „Das war eine schöne Geste“, sagte Menzel. Eine Verpflegungseinheit gebe es in unmittelbarer Nähe nicht. Außerdem brauche diese immer eine gewisse Vorlaufzeit.

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