Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Altwustrower kämpfen weiter um neuen Standort für Gärrestbehälter

Gärreste
Politiker machen Druck in Sache Gülle

Da war noch Baubewegung zu beobachten: Der geplante Güllefass-Standort in Altwustrow Ende Mai.
Da war noch Baubewegung zu beobachten: Der geplante Güllefass-Standort in Altwustrow Ende Mai. © Foto: Nadja Voigt
Nadja Voigt / 13.07.2018, 06:30 Uhr
Altwustrow (MOZ) Der Kampf gegen den Gärrestbehälter in Altwustrow geht weiter. Nachdem die ersten Erdbewegungen auf der seit Monaten aufgebrochenen Fläche seit Wochen ruhen, ist nun wieder Bewegung in die Sache gekommen. Allerdings von Seiten der Bürger: „Neben Hans-Georg von der Marwitz, der sich auf der lokalen Ebene, gemeinsam mit dem Amtsdirektor Karsten Birkholz, um eine Verschiebung des Standortes bemüht, sind auf der Landtagsebene auch Abgeordnete der anderen Parteien aktiv geworden.“ Das berichtet Udo Schagen aus Altwustrow im Namen vieler Bürger in dieser Woche.

So zum Beispiel die Linken-Politiker Bettina Fortunato und Marco Büchel, die eine Anfrage an die Landesregierung gestellt haben. „In Altwustrow (Gemeinde Oderaue, Landkreis Märkisch Oderland) ist die Errichtung eines Lagerbehälters für Gülle und Gärreste geplant. Wegen der Größe der Anlage und der unmittelbaren Nähe zur Ortslage bestehen Besorgnisse von Seiten der Anwohnerinnen und Anwohner“, heißt es darin. „Wir fragen die Landesregierung: 1. Ist das Vorhaben immissionsschutzrechtlich genehmigungspflichtig? 2. Wenn ja, wie ist der Verfahrensstand? 3. Falls bereits eine Genehmigung erteilt wurde: Wann ist dies erfolgt und ist die Genehmigung rechtskräftig? 4. Welche Sicherheitsauflagen (z.B. Leckageerkennung, Rückhalteeinrichtung für den Havariefall) gibt es für solche Anlagen? 5. Wurde eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt?“ Die Antwort stehe jedoch noch aus.

Auch, so Schagen weiter, habe sich die Landtagsabgeordnete Simona Koß (SPD) erneut an die Landesregierung gewandt. Auch Benjamin Raschke, für die Grünen im Landesparlament, habe sich ebenfalls sehr engagiert. Zudem gebe den Bürger die mögliche Kompromiss-Lösung in der Gemeinde Neutrebbin mit dem gleichen Investor Hoffnung. „Nach der, wie uns auch Amtsdirektor Karsten Birkholz bestätigt hat, für Antonius van Leeuwen bei einem Bau eines Gülle-/Gärrestbehälters an der L 33 die geplante Verlegung des Behälters in Altwustrow möglich wird“, so Udo Schagen.

Und: „Bei einer erneuten Einsicht in die Bauakte zusammen mit unserem Anwalt Ende Juni hat sich herausgestellt, dass, obwohl von dort regelmäßig auf Änderungen der Baugenehmigung verwiesen wird, eine geänderte Baugenehmigung überhaupt nicht existiert.“ Da musste natürlich ein weiterer Widerspruch eingelegt werden, so Udo Schagen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG