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Otto Bohm aus Bad Freienwalde wird bei 25. Seniorenwerkstatt des Kreissportbunds geehrt

Ausgezeichnet
Erst Ehrennadel, dann der Sport

Anett Zimmermann / 24.10.2018, 20:30 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) 75 Teilnehmer aus Bad Freienwalde und der Umgebung haben am Mittwoch bei der 25. Seniorengymnastikwerkstatt mitgemacht. Auf Otto Bohm wartete zu Beginn eine besondere Ehrung.

„Wenn es allein nicht mehr geht, dann hilft man sich“, kommentiert Benny Zahn, Abteilungsleiter Breitensport beim Kreissportbund Märkisch-Oderland (KSB), am Mittwoch eine Szene in der Kurstadthalle. Hildegard Buckow und Otto Bohm hatten sich bei einer Balance-Übung gegenseitig gehalten. Beide sind in der DRK-Seniorensportgruppe in Bad Freienwalde aktiv. Immer mittwochs trifft diese sich zum allgemeinen Sport in der Kurstadthalle. „Sogar in den großen Ferien, wenn andere in die Sommerpause gehen“, erzählt Hildegard Buckow. Und montags werde noch gekegelt, fügt die 76-Jährige hinzu. Sie ist die Übungsleiterin der zurzeit 13-köpfigen Gruppe, die gern noch weitere zwei, drei Mitstreiter willkommen heißen würde.

Für diesen Nachmittag hatte sie eine Auszeichnung für Otto Bohm angeregt, ihren mit 97 Jahren ältesten Sportler. „Für lebenslanges Sporttreiben und für die Fitness, die er noch hat“, begründet Hildegard Buckow. Die Ehrennadel in Gold des Kreissportbunds Märkisch-Oderland hatte Vorstandsmitglied Reinhard Förster bereits zu Beginn der Veranstaltung überreicht. Gekommen war auch der KSB-Vorsitzende Dieter Schäfer. Doch die beiden hatten sich zwischendurch zurückgezogen. Um bei der Vorbereitung der großen Kaffeetafel, die es im Anschluss der Seniorenwerkstatt immer gibt, in der Mensa der benachbarten Erna-und-Kurt-Kretschmann-Oberschule zu helfen.

„Ich bin als Zehnjähriger in den Männerturnverein hier in der Stadt eingetreten“, erzählt Otto Bohm in der Trinkpause nach drei Stationen. Wie fit er auch im Kopf ist, beweist er bei seiner Altersangabe: „97 Jahre und 78 Tage“, sagt er und verweist nicht nur auf bisher 1166 Monate, sondern gleich noch auf die 34 bis zu seinem 100. Geburtstag. Den würde er gern und natürlich bei möglichst guter Gesundheit erleben. „Man weiß ja nicht, was kommt“, gibt er zu bedenken. Aber Familie und Freunde würden diesen Geburtstag schon einfordern.

An sechs Stationen können sich die Teilnehmer diesmal wieder ausprobieren. Das große Schwungtuch sei als festes Element immer dabei, berichtet Benny Zahn. Allerdings mit immer wieder neuen Übungen. Hinzu kommen Übungen zur Koordination und Balance, mit Mobilisationsringen, Overbällen, Seilen und Gymnastik-Sticks. Nur die Matten bleiben ungenutzt. „Wir stellen uns wirklich auf die Teilnehmer und deren Bedürfnisse ein“, sagt der KSB-Mitarbeiter. Und diesmal kämen Übungen auf den Matten nicht in Frage. Nach jeweils acht Minuten wird die Station gewechselt. Benny Zahn macht darauf zwei Minuten vorher per Mikrofon aufmerksam, damit Trainer und Teilnehmer die jeweilige Übung noch in Ruhe zu Ende führen können. Einige tragen auch blaue T-Shirts mit der Aufschrift „Wir werden älter... Na und!“. „Die haben wir vor einigen Jahren für die Seniorengymnastikwerkstatt entwickelt“, sagt Benny Zahn und freut sich, dass diese gern getragen und auch neu gekauft werden. An diesem Donnerstag sei eine weitere Seniorengymnastikwerkstatt in Seelow vorgesehen. In Strausberg habe die Seniorensportgruppe der Volkssolidarität ein ähnliches Angebot entwickelt.

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