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Kenneth Anders ist Autor des neuen Theaterstücks zum Altranfter Museums-Jahresthema „Landwirtschaft“

Bühne
„Den Konflikt beschreiben“

Von Meilenstein zu Meilenstein: Nach der Theaterpremiere in der kommenden Woche steht im Januar 2019 die Publikation des Jahresbuches mit Fotografien und Berichten zur landwirtschaftlichen Wirklichkeit im Oderbruch an.
Von Meilenstein zu Meilenstein: Nach der Theaterpremiere in der kommenden Woche steht im Januar 2019 die Publikation des Jahresbuches mit Fotografien und Berichten zur landwirtschaftlichen Wirklichkeit im Oderbruch an. © Foto: Nadja Voigt
Nadja Voigt / 16.11.2018, 07:00 Uhr
Altranft/Croustillier (MOZ) Die Premiere des Theaterstücks „Die kluge Bauerntochter wird noch gebraucht“ ist einer der Meilensteine im Museumsjahr in Altranft. Geschrieben hat es Kenneth Anders. Inspiriert haben ihn dazu die Interviews mit den Oderbruch-Landwirten.

„In diesem Jahr haben wir uns am Oderbruch Museum Altranft mit dem Jahresthema Landwirtschaft auseinandergesetzt. Dabei haben uns viele Landwirte aus der Region unterstützt. Wir begannen mit ca. 30 Interviews und umfangreichen Recherchen, produzierten Ausstellungen, veranstalteten Filmabende und Feste mit einem Bezug zur Landwirtschaftskultur und wir fanden Wege, das Thema auch jungen Leuten in Bildungsprojekten nahe zu bringen“, berichtet Kenneth Anders. In vielerlei Hinsicht haben die Mitarbeiter des Oderbruch-Museums Altranft das Thema Landwirtschaft betrachtet, die ganze Vielfalt beleuchtet und dargestellt.

Das Verhältnis der Landwirte zum Dorf, in dem sie leben und arbeiten – mit Alteingesessenen wie Zugezogenen – zum Markt, in dem sie bestehen müssen, den Wünschen der Verbraucher, denen sie gerecht werden sollen, gab den Stoff für das neue Theaterstück. „Ich wollte den Konflikt beschreiben.“

Eigentlich habe er es nicht selbst schreiben wollen, gibt der Autor zu. Doch in enger Zusammenarbeit mit Hauptdarsteller Jens-Uwe Bogadtke, der im letzten Jahr schon in „Bibergeil“ zu sehen war, sei es gelungen. Von Januar bis Mai hat er an der Fassung gearbeitet. In dieser Woche beginnen die Hauptdarsteller Kathleen Gaube und Jens-Uwe Bogadtke mit den Proben im Oderbruch. Aufgeführt wird es dann im Schloss Altranft. „Und danach an hoffentlich vielen anderen Orten“, wünscht sich der Autor des Stücks. Dass das Gelingen kann, wurde schon einmal mit dem Stück über die Feuerwehr bewiesen. Über 20 Mal ist es bereits gespielt worden. In „Die kluge Bauerntochter wird noch gebraucht“, das kein belehrendes oder akademisches Stück sein will, sondern viel spielerischen Witz entfaltet, sieht sich ein Bauer massiven Angriffen wegen seiner landwirtschaftlichen Praxis ausgesetzt. „In seiner Not nimmt er die Hilfe einer Imageberatung an – aber es stellt sich bald heraus, dass es sich bei den Konflikten, in die sich heute viele Landwirte gestellt sehen, nicht nur um ein Imageproblem, sondern um ein tiefgreifendes gesellschaftliches Missverständnis handelt.“

Inspiriert haben Kenneth Anders die Befragungen der Oderbruch-Landwirte. Und das Grimmsche Märchen von der klugen Bauerntochter. „Das Stück stellt sich im Rückgriff auf das Märchen der Frage, ob es einen Ausweg aus diesem Dilemma gibt.“ Denn das ursprüngliche Problem habe sich in der heutigen, globalisierten Welt drastisch verschärft.

Premiere der Inszenierung mit Jens-Uwe Bogadtke und Kathleen Gaube ist am Freitag, dem 23. November, um 19 Uhr im Schloss Altranft. Weitere Aufführungen: Sonnabend, 24. November, 19 Uhr und Sonntag, 25. November, 11 Uhr.

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