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Adventsrätsel
Kultureller Leuchtturm am Oderdeich

Nadja Voigt / 05.12.2018, 07:00 Uhr - Aktualisiert 06.12.2018, 14:52
Zollbrücke (MOZ) Reporter der Lokalredaktionen Eisenhüttenstadt, Frankfurt, Seelow und Bad Freienwalde sind in der Adventszeit markanten Gebäuden und Ansichten auf der Spur. Wir veröffentlichen jeden Tag ein Bilder-Rätsel und verlosen einen Preis. Heute die Auflösung unseres Rätsels in der Dienstagsausgabe – das Theater am Rand in Zollbrücke.

Das Theater am Rand feiert in diesem Jahr das 20-jährige Bestehen. Was am 31. Januar 1998 mit einer handvoll Zuschauern und einer Vorstellung im Monat begann, ist zu einem festen Bestandteil der Kulturlandschaft geworden, zu einem Magnet, der scharenweise Besucher ins Oderbruch lockt.

Wort und Musik miteinander zu verbinden, um nichts anderes geht es Tobias Morgenstern und Thomas Rühmann seither. Auch schon, als sie am 31. Januar 1998 das erste Stück zusammen spielten. Im unteren Teil des Hauses, das Tobias Morgenstern 1986 in Zollbrücke gekauft hat. Zehn Jahre später lernen sich der Musiker Morgenstern und der Schauspieler Rühmann bei einer Produktion im Gorki-Theater kennen. Ihr erstes gemeinsames Projekt ist Sten Nadolnys „Die Entdeckung der Langsamkeit“ als szenische Lesung. Dann folgt „Das grüne Akkordeon“. „Doch wo führen wir das auf“, fragten sich Rühmann und Morgenstern damals. „Wir spielen es im Haus und laden Freunde ein“, so ihre Antwort.

Zunächst vor bis zu 30 Zuschauern und einmal im Monat, zum Ende des Jahres 1998 schon ein Wochenende im Monat. „Es wurde kontinuierlich immer mehr“, berichten beide rückblickend. Die Zuschauergemeinde wuchs – das Theater auch. Erst ging es auf die Wiese, dann hoch hinaus. Ein organisches Haus der Kunst mitten in der Landschaft des Oderbruchs. Und aus den Zwei-Personen-Stücken werden Produktionen mit vielen Darstellern und einem Programm das seines gleichen sucht: Theaterstücke, Lesungen, Konzerte, Filmvorführungen, Diskussionsrunden, Kabarett, Festivals. „Am Anfang war die gute Stube. Bäuerlich. Mit Blick durchs Bühnenfenster auf die weiße Birke“, resümieren der Schauspieler und der Musiker. „Die Landschaft diktiert die Regeln. Einfachheit, Professionalität. Handgemachtes, mehrfach umgebautes Theater. Am Ende war noch Platz auf der grünen Wiese. Ein neues Haus entstand. Das „richtige Theater“ aus Holz. Die Schrägheit der Konstruktion, die Abwesenheit von rechten Winkeln verweisen auf die Ästhetik des Theaters. Widerständige Kunst und Natur gehen eine Symbiose ein. Erzählt werden die beredten Menschen-Geschichten dieser Welt. Fröhlich, bitter, zart, kräftig, leise, lautstark, immer absichtsvoll, immer spielerisch. Vom Kopf auf den Bauch gestellt. Stücke aus Büchern. Erzählendes Genre. Sprache und Musik, Bilder und Klänge, Worte und Noten fügen sich zu etwas Drittem zusammen. Kunst eben. Im Holztheater. Dieses Dritte ist unser Repertoire.“ Das Programm des Theaters findet sich auf der Internetseite unter www.theateramrand.de. Gezahlt wird in dem ungewöhnlichen Theaterbau nach eigenem Ermessen. „Eintritt bei Austritt“ heißt es seit eh und je im Theater am Rand. Seit nunmehr 20 Jahren.

Unter den 20 Lesern, die am Dienstag richtig getippt haben, wurde Irene Gaffrey aus Strausberg als Tagessiegerin gezogen. Sie kann sich ihren Gutschein ab Freitag in ihrer Lokalredaktion abholen.

Ihren Tipp, welches Denkmal wir heute suchen, geben Sie bitte zwischen 12 und 13 Uhr unter Tel. 03346 897650 oder per E-mail unter seelow-red@moz.de ab

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