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Haushalt
Ein Minus, mit dem sich leben lässt

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Symbolbild © Foto: Jens Wolf/dpa
Thomas Berger / 07.12.2018, 06:30 Uhr
Rehfelde Ohne zusätzliche Debatte ist in der jüngsten Gemeindevertretersitzung auch der Haushalt 2019 beschlossen worden. Das in der Runde ausdrücklich gelobte umfangreiche Zahlenwerk bietet die kommunale Handlungsgrundlage für alle im nächsten Jahr geplanten Vorhaben.

„Das Ergebnis ist noch nicht komplett zufrieden stellend zu allen Wünschen, die wir haben – aber so, wie wir es tragen können“, fasst Rudolf Heller als Vorsitzender des Finanzausschusses noch einmal dieses Resultat gemeinsamer Anstrengungen zusammen. Das Gesamtdokument, einschließlich aller Vorbetrachtungen und sonstigen Ergänzungen 240 Seiten stark, sei im vorliegenden Zustand eine eher konservative Betrachtung. Denn zu diversen Investitionsprojekten werde es sicherlich noch Fördermittel geben. In welcher Höhe die nachher fließen, könne momentan aber noch nicht qualifiziert werden. Bürgermeister Reiner Donath erinnerte an zahlreiche Beratungsrunden, in der um die Prioritäten gerungen wurde. Fachbereichsleiter Dirk Siebenmorgen gab das Lob für eine sehr gute Zusammenarbeit an die Gemeindevertreter zurück. Er mahnte, dass in der Gesamtzahl zwar immer noch ein deutliches Minus stehe: „Aber mit dem kann man mittelfristig leben.“

Gut acht Millionen Euro schwer ist der Etat 2019. Und er illustriert in seinen Zahlen die vielfältigen Bedürfnisse der größten Gemeinde im Amt, die weiter klar auf Wachstumskurs ist. So wurde nicht nur dieses Jahr die 5000. Bürgerin mit ihrer Familie begrüßt. Gerade die Zunahme an Kindern ist beträchtlich: Die Jüngsten im Vorschulalter sind allein zwischen 2013 und 2017 von knapp 200 auf über 250 gestiegen, im schulischen Alter waren es statt 452 zuletzt schon 521. Dem trägt Rehfelde mit seinen schon begonnenen und weiter fortgeführten Investitionen in die örtlichen Kitas sowie Grundschule und Hort Rechnung.

Der Bestand der Finanzmittel, im laufenden Jahr noch gut 1,1 Millionen Euro im Plus, rutscht 2019 auf einen Minusbetrag von etwas mehr als 800 000 ab. 2020 und 2021 steigt dieser in der aktuellen Fortschreibung weiter. Steuern machen mit knapp 3,4 Millionen einen Anteil von  36 Prozent der Einnahmen aus, die restlichen 44 Prozent sind Umlagen und Zuwendungen in Höhe von 4,1 Millionen Euro. In beiden Positionen ist 2019 gegenüber dem fast abgelaufenen Jahr ein Anstieg um die 12, 13 Prozent eingeplant. Gerade beim Anteil an der Einkommenssteuer ist mit der guten wirtschaftlichen Gesamtlage ein deutliches Plus von über 260 000 Euro vermerkt. Die Schlüsselzuweisungen, die die Gemeinde über das Land erhält, steigen laut Plan um knapp eine halbe Million.

Noch etwas mehr nehmen ausgabeseitig die sogenannten Transferaufwendungen zu, die Personalkosten bleiben hingegen beinahe stabil. Auch die Aufwendungen zur Bewirtschaftung von Gebäuden/Grundstücken weisen nur interne Verschiebungen aus, ändern sich in der Summe aber kaum. Die Kreisumlage steigt um 92 000, die Amtsumlage um knapp 276 000 Euro.

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