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Ehrenamt
Dank auch für unscheinbare Hilfe

Gruppenbild mit Urkunden: Acht der zehn geehrten Ehrenamtler (links) mit Bürgermeister, Ortsvorstehern und dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung. Nicht dabei waren Günter Schlorke und Doris Kramer.
Gruppenbild mit Urkunden: Acht der zehn geehrten Ehrenamtler (links) mit Bürgermeister, Ortsvorstehern und dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung. Nicht dabei waren Günter Schlorke und Doris Kramer. © Foto: Uwe Spranger
Uwe Spranger / 07.12.2018, 06:45 Uhr
Rüdersdorf/Herzfelde (MOZ) Zum Tag des Ehrenamtes hat die Gemeinde Rüdersdorf erneut verdienstvolle Bürger gewürdigt. Insgesamt zehn Frauen und Männer aus allen Ortsteilen durften für ihre wichtige Arbeit im Hintergrund ihre Namen ins Ehrenbuch setzen.

Zweimal im Jahr kommen weitere Einträge ins Ehrenbuch hinzu – zum Neujahrsempfang und eben zum Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember. Und Letzterer wird in Rüdersdorf seit 2009 in kleinerem Rahmen begangen, um Leistungen  zu würdigen, „die man sonst gar nicht oder zu wenig mitbekommt“, schickte der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Ronny Neumann, den Auszeichnungen vo-raus. Die wolle man nicht in einer großen Veranstaltung untergehen lassen. Vielmehr wolle man persönlich Dank sagen, ergänzte Rüdersdorfs Bürgermeister André Schaller. Deshalb seien auch die Ortsvorsteherinnen Monika Döppner-Smyczek (Hennickendorf) und Gesa Soballa (Herzfelde) sowie Ortsvorsteher Herbert Peschke (Lichtenow) mit dabei. Sie konnten denn auch bei den Geehrten aus ihren Orten  erläutern, warum die Wahl aus den eingegangenen Vorschlägen gerade auf diejenige oder denjenigen gefallen war.

Dass wirklich auch eher unscheinbare Dinge wahrgenommen werden, wurde zum Beispiel bei Günter Schlorke deutlich. Er kümmert sich um Pflanzen im Rüdersdorfer Wohngebiet Brückenstraße, sei im Sommer tagtäglich mit der Gießkanne unterwegs gewesen, um beispielsweise einen Ginkgo-Baum zu wässern, lobte Schaller. Arno Paulat wiederum bringe sich bei der Vorbereitung von Veranstaltungen insbesondere der Kirchengemeinde Herzfelde ein, sorge dafür, dass auch Leute teilnehmen  können, die nicht mehr so mobil seien.

Doris Kramer und Carmen Nitsche seien Frauen, die im Wohngebiet Brückenstraße „das Quartier mit Leben füllen“, wie es Schaller nannte. Sie bereiteten dort das sogenannte Kiezfrühstück vor, deckten Tische, werben, brächten Bewohner ins Gespräch, führten Leute zueinander, setzten so „ganz wichtige Impulse“, so der Bürgermeister. Carmen Nitsche ist zudem bei der Arbeiterwohlfahrt aktiv.

Ebenfalls in der Brückenstraße ist Torsten Nowy aktiv. Zum einen im Quartiersbeirat und im interkulturellen Garten. Dank gesagt wurde ihm aber auch dafür, dass er die Schulerweiterung in der Bauphase stets im Blick hatte. Er habe darauf geachtet, dass der Bauzaun zu ist, wenn die Firmen Feierabend hatten. „Ohne ihn hätten wir wohl den einen oder anderen Vandalismusschaden mehr gehabt“, vermutete Schaller. Und: „Er hat das selbst angeboten.“

Doreen Arshad-Ristau wiederum begleitet Personen, die Hilfe benötigen, zum Beispiel solche, die nicht einmal mehr selbst die Post öffneten. Sie leitet überdies drei Selbsthilfegruppen: Sucht sowie Teenie-Mütter bzw. Frauen mit psychischen Problemen. Zudem hatte sie beim größten Flüchtlingsansturm Sprachkurse gegeben. Gisela Koch ist seit mehr als zehn Jahren bei der Rüdersdorfer Volkssolidarität aktiv, leitet Seniorentanzgruppen, sorge mit dafür, dass sich Menschen im höheren Alter bewegen können, treibe positiv an, hieß es. Zudem sei sie im Kulturhaus engagiert, habe mit dafür gesorgt, dass es auch in schwierigen Zeiten weiterging.

Tobias Zorn ist nicht nur aktives Mitglied der Feuerwehr Herzfelde, sondern vor allem der Kopf des Herzfelder IFA-Treffens, das mittlerweile viele Gäste aus nah und fern lockt und den Ort weithin bekannt gemacht hat. Er hilft auch bei anderen Veranstaltungen im Dorf.

Gleiches gilt für Martin Zeidler aus Hennickendorf. Ohne ihn würde manches Fest nicht stattfinden. „Er nimmt uns viel Arbeit ab und sagt nicht nur, du machst das, sondern steht vorn dabei und motiviert“, lobte seine Ortsvorsteherin. Nicht zuletzt habe der Chef des Sportvereins mit dafür gesorgt, dass Vereine nun unter einem Dach vereint sind.

Anita  Herrmanns Verdienst ist das Lichtenower Rucksackkino, eine Reihe, zu der nicht mehr nur Kinder kommen. Sie bereite Veranstaltungen vor, ist die Erste, die kommt, und die Letzte, die geht, würdigte ihr Ortsvorsteher. Sie erkenne, wo man zupacken muss, ahne, was ansteht. Kurzum: „Sie hat es verdient.“ Die Geehrte sprach vermutlich im Namen der meisten, als sie bekannte: „Ich mache das gerne. Es macht Riesenspaß.“

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