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Polizeirevier Bad Freienwalde stellt dem Amtsausschuss von Barnim-Oderbruch seine Einsatzstatistik vor

Kriminalität
Diebstähle nehmen deutlich zu

Für die Bürger ein schlimmes Szenario: Ein Einbrecher macht sich am Eigentum zu schaffen.
Für die Bürger ein schlimmes Szenario: Ein Einbrecher macht sich am Eigentum zu schaffen. © Foto: dpa/Daniel Maurer
Nadja Voigt / 14.12.2018, 20:39 Uhr - Aktualisiert 14.12.2018, 20:48
Wriezen (MOZ) Die Polizeistatistik hat die Abgeordneten des Amtsausschusses des Amtes Barnim-Oderbruch beschäftigt. Dabei wurde zum Beispiel deutlich, dass die Zahl der Diebstähle erheblich gestiegen ist.

542 Einsätze gab es im vergangenen Jahr im Bereich des Amtes Barnim-Oderbruch. Dazu gehören die sechs Gemeinden Oderaue, Neulewin, Bliesdorf, Neutrebbin, Reichenow-Möglin und Prötzel. Auf einer Fläche von 287,55 Quadratkilometern leben 6543 Einwohner.

Das Haupteinsatzgeschehen des zuständigen Polizeireviers Bad Freienwalde lag in den Städten Bad Freienwalde und Wriezen. Zu 3254 Einsätzen kam es insgesamt. In der Polizeiinspektion MOL waren es 20 555 Einsätze. Das  rechnete der Polizist Holger Pscheidt den Mitgliedern des Amtsausschusses vor, eine tägliche durchschnittliche Einsatzbelastung von mehr als 56 Einsätzen.

Die Schwerpunkte im Amt Barnim-Oderbruch sind Altreetz und Neulewin, so Pscheidt weiter. Bei der Gesamtzahl der Einsätze, so der Polizeibeamte, handele es sich nicht um eine besonders hohe Zahl im Vergleich zu den anderen Einsatzgebieten. Gründe für die Einsätze sind in allererster Linie Verkehrsunfälle, gefolgt von Einbrüchen, Diebstählen, Ruhestörungen und Körperverletzungen.

Was jedoch die Diebstähle angeht, so die Statistik, in der noch nicht abgeschlossene Verfahren allerdings noch keine Berücksichtigung erfahren haben, sind die Zahlen m Vergleich zum Vorjahr von 102 auf 136 hochgegangen. „Das sind rund ein Drittel mehr“, so Holger Pscheidt. „Das ist schon erheblich.“

Die Kriminalitätsstatistik auf der Internetseite der brandenburgischen Polizei hält noch detaillierte Daten bereit: Demnach ist Reichenow-Möglin die friedlichste Gemeinde mit 18 Straftaten insgesamt, null Körperverletzungen und sechs Diebstählen. Traurige Spitzenreiter mit 55 beziehungsweise 37 Diebstählen sind Neulewin (69 Straftaten insgesamt, eine Körperverletzung) und Oderaue (69 erfasste Fälle, fünf davon Körperverletzung). Trauriger Spitzenreiter bei den Körperverletzungen ist die Gemeinde Bliesdorf: Dort waren es 21. Insgesamt wurden 79 Straftaten registriert, davon 14 Diebstähle. 13 beziehungsweise elf waren es in Neutrebbin und Prötzel. Dort gab es 54 erfasste Fälle insgesamt, vier davon Körperverletzungen. In Neutrebbin waren es 13 Körperverletzungen bei 67 insgesamt erfassten Fällen.

Zugenommen, erklärte Holger Pscheidt am Dienstagabend bei der Sitzung im Amtsgebäude in Wriezen, haben die Betrugsfälle. Dabei spiele das Internet eine große Rolle. Rückläufig sind dagegen die Sachbeschädigungen (35 Fälle 2016, 22 in 2017). Ebenfalls zugenommen hat im vergangenen Jahr die Zahl der Verkehrsunfälle. Hauptschwerpunkt seien auch dort die Bereiche Altreetz und Neulewin. Auch war ein Toter mehr als im Vorjahr zu beklagen. Als Verursacher von Unfällen ist deutlich die Gruppe der älteren Fahrer (65 plus) und die der jungen Fahrer (18 bis 25 Jahre) auszumachen.

Laut polizeilicher Kriminalstatistik 2017 sank die Gesamtzahl der Straftaten unter 50 000 – Diebstähle führen weiterhin die Kriminalitätsstatistik an. Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Ost wurden im Jahr 2017 insgesamt 49 819 Straftaten registriert. Die Fallzahlen sanken somit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2600 Taten. Die Gesamtzahl der Straftaten verteilte sich innerhalb der Inspektionen wie folgt: In der Inspektion Uckermark wurden 7747 Fälle (2016: 8 581), in der Inspektion Barnim 11 162 Fälle (2016: 12 464), in der Inspektion Märkisch Oderland 12 743Fälle (2016: 13 006) und in der Inspektion Oder-Spree/Frankfurt (Oder) 18 167 Fälle (2016: 18 368) registriert. Damit sanken die angezeigten Straftaten in allen Inspektionen der Polizeidirektion Ost. Mit 6834 Straftaten je 100 000 Einwohner ist die Kriminalitätshäufigkeitszahl niedriger als der Durchschnitt des Landes (7015) und im Bund (7797).

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