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Dartsturnier
Sieger kommt aus Holland

Ronald Taube / 09.01.2019, 14:37 Uhr - Aktualisiert 10.01.2019, 08:59
Golzow Einmal mehr avancierte das Mitternachts-Dartsturnier in der Golzower Oderbruchhalle zum Höhepunkt des Jahresausklangs. Die mittlerweile fünfte Auflage entpuppte sich zudem als die größte Dartsparty in der Region. Am Ende triumphierte der Holländer Akhian Chow.

Bevor es an den Scheiben zur Sache ging, hatte der Veranstalter am Spieltag schon mit einigen Problemen aufgrund kurzfristiger Absagen zu kämpfen. Damit nicht genug: Einige Darter glänzten gar durch unentschuldigtes Fernbleiben. Die kampf-erprobten Organisatoren zeigten sich allerdings hart im Nehmen, besetzten das Starterfeld mit Nachrückern aus der anwesenden Fangemeinde. Letztlich blieb aber ein Startplatz frei. Nunmehr gilt es für die Golzower Chef-Organisatoren Silvio Sturm und Ronny Höft zu den kommenden Veranstaltungen den Ansetzungsmodus etwas zu überdenken, um derartige Schwierigkeiten im Vorfeld bereits im Keim zu ersticken.

Dennoch zeigten sich die Turnier-Macher wieder über die Strahlkraft ihrer Veranstaltung mehr als erfreut. Sie konnten Sportler aus Potsdam, der Region Eberswalde/Angermünde, Strausberg, Eisenhüttenstadt/Frankfurt, natürlich ein Großteil aus der MOL-E-Dartliga und sogar einen Nachrücker aus Norwegen im „Ally-Pally des Oderbruchs“ begrüßen. Durch die Aufstockung in den Vorrunden von fünf auf sechs Darter pro Gruppe verlängerte sich die Spielzeit indes erheblich. Zwar begann das Turnier bereits um17 Uhr, doch erst gegen Mitternacht waren die letzten Vorrundenpartien gespielt, und für die ersten 32 Dartsfreunde war gleichzeitig Endstation.

Weiter ging es im K.o.-System, und so lichteten sich zu vorgerückter Stunde nach und nach die Reihen. Die gehandeltenTurnierfavoriten setzten sich jedoch relativ sicher durch.

Für einen Glanzpunkt in der Zwischenrunde sorgte der amtierende MOL-E-Dartskreismeister Jörg Uhlig, als er über die Stationen 140, 140 und 137 sowie zwei weitere Darts mit Triple 20 und Doppel 12 auscheckte und somit einen 11-Darter zelebrierte – das ist Darts auf ganz hohem Niveau.

Auch in der Folgezeit sahen die Aktiven und Zuschauer ab dem Achtelfinale eine Reihe ebenso packender wie guter Begegnungen. Während sich die Favoriten Akhian Chow und Steven Kauk mit jeweils 4:0-Siegen sicher durchsetzten, benötigten Jörg Uhlig (gegen Henry Münchmeyer) und Michael Czerny (gegen Stefan Brade) alle möglichen Legs, um am Ende knapp mit 4:3 die Oberhand zu behalten.

Im Viertelfinale war dann auch für den Kietzer Axel Golling (1:4 gegen Chow), den Bad Freienwalder André Stewen (0:4 gegen Uhlig), den Heinersdorfer Daniel Papendorf (2:4 gegen Kauk) und den Gusower Michael Czerny (1:4 gegen Schulz) Endstation.

Die Halbfinalspiele hatten es dann in sich, zumal die Uhr mittlerweile 2.30 Uhr zeigte. In zwei durchweg auf hohen Niveau stehenden Duellen setzten sich Akhian Chow gegen Lars Schulz und der Angermünder Steven Kauk gegen den amtierenden Lebuser Titelträger von Märkisch-Oderland, Jörg Uhlig, jeweils mit 5:3. Den dritten Platz sicherte sich kampflos der Reitweiner Schulz, da Uhlig nicht mehr antreten mochte.

Das Finale zwischen Steven Kauk und dem gebürtigen Holländer Akhian Chow, der in Frankfurt lebt und einem Dartsverein in Eisenhüttenstadt angehört, verlief auf Augenhöhe. Spannend bis zum Schluss hatte letztlich Akhian Chow das bessere Ende für sich und siegte mit 6:4. Um 5 Uhr durfte er endlich  Pokal, Sekt und Geldprämie entgegennehmen.

Bei den Frauen setzte einmal mehr die Lokalmatadorin Daniela Wolter die Akzente. Während im Vorjahr insgesamt 17 Damen um die Pokale kämpften, waren diesmal nur sechs Amazonen am Start. Kurzerhand wurde daher eine Doppelrunde vereinbart, so das auch die Frauen bis in den Morgenstunden ihre Pfeile werfen konnten. Mit großem Vorsprung wiederholte Daniela Wolter ihren Vorjahreserfolg. Rang 2 ging an Turnierneuling Katrin Schenk von den Eisenhüttenstädter Steel-Dartern. Den dritten Platz sicherte sich Nancy Hahnelt.

Einmal mehr hatte sich der Gastgeber einen interessanten Zusatzwettbewerb einfallen lassen. Unter dem Motto „Zweihanddarts“ mussten die Teilnehmer viermal zwei Pfeile mit beiden Händen gleichzeitig auf die Steeldartscheibe werfen. Am besten bekam das der Eisenhüttenstädter Sven Hammel hin und erhielt dafür das hand-signierte Spieltrikot vom besten deutschen Darts-Spieler Max Hopp. Platz 2 ging an Michael Czerny, der dafür einen gut gefüllten Präsentkorb mit nach Hause nehmen durfte. Der dritte Rang ging an Denise Hirselandt, die dafür immerhin noch eine Flasche Sekt einheimste.

Bleibt noch ein Dank den Stiftern der Pokale, Torsten Ladwig und Ronny Höft, sowie den Kietzer Hechten für die Bereitstellung der zusätzlichen Dartboards und allen fleißigen Helfer, die beim Auf- und Abbau des Equipments dabei waren. Zudem geht ein großes Extra-Dankeschön an Daniel Papendorf, der das Trikot von Max Hopp mit der Originalunterschrift besorgt hatte. Die Dartsfamilie freut sich derweil auf ein baldiges Wiedersehen im Februar. Dann gibt es die bereits achte Auflage der Golzower offenen Meisterschaft.

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