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Luftbildfotograf Wilfried Bergholz zeigt im Oderberger Café  Bilder vom Oderland

Fotograf
Den Steuerknüppel zwischen den Knien

Aus der Vogelperspektive: Der Luftbildfotograf Wilfried Bergholz bei seiner Lieblingsbeschäftigung – Fliegen über die Region.
Aus der Vogelperspektive: Der Luftbildfotograf Wilfried Bergholz bei seiner Lieblingsbeschäftigung – Fliegen über die Region. © Foto: promo
Steffen Göttmann / 10.01.2019, 06:15 Uhr
Bad Freienwalde/Oderberg (MOZ) Der Pilot und Luftbildfotograf Wilfried Bergholz, der auch mit der Märkischen Oderzeitung kooperiert, zeigt am Sonnabend im Café Hier & Jetzt in Oderberg Luftbilder vom Oderland.sprach mit dem Journalisten, Kinderpsychologen und Schriftsteller.

Herr Bergholz, was gibt es bei Ihrem Fotovortrag zu sehen?

Ich lade die Zuschauer zu einem fotografischen Rundflug durch eine wunderschöne Landschaft ein. Ich bin über den nördlichen Landkreis Märkisch-Oderland geflogen. Das Gebiet reicht von Groß Neuendorf, Letschin bis Hohensaaten im Norden, bis Heckelberg im Westen, zeigt aber auch Bilder vom Grenzgebiet des Barnims wie Lunow, Oderberg, Niederfinow mit Schiffshebewerk, Hohenfinow. Ich bin auf einem Zick-Zack-Kurs  Dorf für Dorf abgeflogen. Ich zeige aber nur Fotos und keine bewegten Bilder.

Was reizt Sie daran?

Ich finde es schön, wenn jeder mal sein Dorf von oben sieht, das ist ein toller Service. Nach der Veröffentlichung meiner Luftbilder in der Märkischen Oderzeitung bekam ich viele Anrufe von Leuten, die nach den Fotos fragten.

Wie fotografieren Sie in der Luft?

Ich nehme den Steuerknüppel zwischen die Knie und steuere das Flugzeug zudem mit den Füßen. Dann habe ich die Hände frei und kann fotografieren. Pro Flug, der bis drei Stunden dauert, schieße ich 600 bis 800 Fotos.

Wie weit können Sie fliegen?

Offiziell fliege ich vom Flugplatz Crussow bei Angermünde aus. Die Reichweite meines Flugzeugs beträgt 180 Kilometer.

Mit was fliegen Sie und seit wann?

Ich habe ein Ultraleichtflugzeug mit offener Kanzel und stoffbespanntem Aluminiumrahmen ganz in Rot. Mit zwei Mann Besatzung wiegt es maximal 475 Kilogramm und wird von einem Zweitaktmotor mit 500 Kubikzentimeter und 56 PS angetrieben. Ich bin jetzt 65 und fliege seit dem 15. Lebensjahr, also 40 Jahre lang. Ich habe mit dem Segelfliegen in Schmoldow bei Greifswalde angefangen, weil man in der DDR keinen anderen Flugschein machen durfte, es sei denn bei der Armee.

Dann fliegen sie also nur bei schönem Wetter...

Ja, natürlich. Für das Fotografieren ist Sonnenschein wichtig. Denn dunkle Wolken verursachen dunkle Flecken auf den Fotos. Wichtig ist aber auch, nicht gegen die Sonne zu fotografieren. Bei Sonne macht einem manchmal die Thermik zu schaffen, dann ist die Flugbahn unruhig.

Der Foto-Vortrag mit Luftbildern von Wilfried Bergholz im Café Hier & Jetzt in Oderberg,  Puschkinufer 3, beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei. Es wird statt dessen zum Schluss um eine Spende für den Piloten und Referenten gebeten.

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