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Heckelberger Grundschule feiert Jubiläum / Festveranstaltung mit buntem Programm / Viele Ehemalige eingeladen

Schuljubiläum
50 Jahre und immer auf der Höhe

Steffen Göttmann / 16.01.2019, 06:00 Uhr
Heckelberg-Brunow (MOZ) Ein halbes Jahrhundert besteht die Heckelberger Schule. Mit einer Festveranstaltung beging die heutige Grundschule „Auf der Höhe“ das 50-Jäjrige Bestehen. Ehemalige Lehrer und Schüler erinnerten sich.

Mit Händen und Füßen, mit einem Sternmarsch bis hin zum Hungerstreik haben sich Schüler, Lehrer und Eltern gegen das Land zur Wehr gesetzt. Doch nichts half. 2004 verlor die Schule die Oberstufe. Die Schüler der Klassen sieben bis zehn wurden auf andere Schule verteilt. Doch als Grundschule „Auf der Höhe“ hat die Heckelberger Bildungsstätte ein neues Profil ausgebildet.

Bei der Festveranstaltung am Dienstagnachmittag in der Aula war war von diesem Ärger nichts mehr zu spüren.  Ein buntes Programm haben die 121 Schüler und ihre neun Lehrerinnen in der Aula der Heckelberger Grundschule vorgeführt. Mit einem Potpourri aus Liedern, Gedichten und Sketchen unterhielten sie die Zuschauer aus befreundeten Kitas, Politik, Verwaltung und  Ehemaligen.

Ingrid Freier, von  1988 bis 2004 Schulleiterin, berichtete aus der Geschichte der Grundschule, der sie durch ihre Mitarbeit im Schulzweckverband, dem Träger der Schule, immer noch eng verbunden ist. Am 15. Januar 1969 wurde die Schule eröffnet. Weil es der 50. Todestag von Karl Liebknecht war und und die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) in Heckelberg nach Karl Liebknecht benannt war, sei die Schule als POS auch nach ihm benannt worden. „Deshalb war es von der SED-Kreisleitung vorgesehen, dass sie auch so heißen musste“, berichtet Ingrid Freier. Damit die Schule tatsächlich zu diesem Datum eröffnen konnte, mussten Schüler und Eltern Hals über Kopf einziehen. Doch zuerst kamen nur die Klassen fünf bis zehn. Die ersten bis vierten Klassen blieben weiter in den einzelnen Dorfschulen. Der Sportunterricht wurde improvisiert, weil die Turnhalle erst zehn Jahre später gebaut wurde.

„Wir sprinteten durch die die lange Gänge, absolvierten Treppen-Training und hatten Hochsprung im Raum 10“, erinnerte sich Maik Hözer, von 1971 bis 1981 Schüler und heit Vorsitzender des Schulzweckverbandes. 721 Schüler zählte die Schule damals, in der Oberstufe waren alle Klassen dreizügig. Zur Wende mussten alle umlernen, so Ingrid Freier. 1995 sei das Foyer ausgebaut worden, in dem ein Verbinder mit viel Glas den Raum zwischen Schulhaus und Turnhalle überdachte. Das Foyer dient auch als Essensraum.  „Autohaus Alberti“ spotteten viele damals, so Maik Hölzer.

Das Schlimmste sei der Wegbruch der Oberstufe gewesen, so Ingrid Freier, die das Zepter der Leiterin 2004 an Jana Möller übergab, die noch heute die Geschicke der Schule bestimmt. „2005 leitete ich die ersten Konferenz mit vielen erfahrenen Lehrern“, so Jana Möller. Anfangs fühlten sich die sechs Lehrern mit 137 Schülern in dem großen Schulhaus etwas verloren. Doch sie begriffen ihre Chance und nutzten den Platz. Als einer der ersten Schulen der Region konnten den Heckelberg 2005/2006 ein schlüssiges Konzept für den Ganztagsunterricht vorlegen. Ab 2007 intensivierten sie die Zusammenarbeit mit den Kitas und führten ein Übergangsjahr ein, um den Kindern den Sprung in die schule zu erleichtern. Zum 40. Geburtstag 2009 gab sich die Grundschule den Namen „Auf der Höhe“. Der Namen sei geografisch und symbolisch gemeint. Im Schuljahr 2012/13 wurde mit der flexiblen Eingangsstufe eine weiterer neuer Schritt eingeleitet.

Großes Unverständnis über das Staatliche Schulamt äußerte Maik Hölzer. Die Behörde sei zur Geburtstagsfeier eingeladen gewesen, habe aber keinen Vertreter geschickt.

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