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Grundsatzbeschluss zum Umbau der Alten Post soll im Sommer fallen / Mehrere Hürden bis zum Baubeginn

Alte Post
Stadt hält am Sieger-Entwurf fest

Michael Anker / 17.01.2019, 07:30 Uhr - Aktualisiert 17.01.2019, 10:47
Bad Freienwalde Die Stadtverwaltung von Bad Freienwalde will grundsätzlich an dem Sieger-Entwurf des Wettbewerbs zur Umgestaltung der alten Post festhalten, sagt Jan Oehler vom Sanierungsträger DSK auf Anfrage. Das schließt die Sanierung des Gebäudes und den Archivneubau mit ein.

Die Ideen der Berliner SHSP Architekten sehen eine Sanierung des alten Gebäudes und einen Anbau aus Glas mit einer Cortenstahl-Fassadel vor. In das unter Denkmalschutz stehende ehemalige Post- und Telegrafenamt, sollen künftig die Stadt- und Kreisbibliothek sowie eine Wohn- und Begegnungsstätte der Stephanus-Stiftung einziehen. Das Stadtarchiv wird in dem modernen Stahlkubus untergebracht.

„Alle Abstimmungen mit den künftigen Nutzern sind erfolgt“, so Oehler. Man sei auf einem guten Weg. Im Fokus standen die Funktionalität und Aspekte der Kosteneinsparung. Insbesondere von der Stephanus-Stiftung gab es umfangreiche Wünsche zur Überarbeitung des Raumkonzepts. In mehreren Planungssitzungen mit den Architekten und der Stadtverwaltung waren auch Lutz Sanne von der Landesfachstelle für Archive und Öffentliche Bibliotheken Brandenburg und die Leiterin der Bibliothek Dolores Swiderek eingebunden.

„Nach mehreren Anläufen finden sich unsere Vorstellungen jetzt im Entwurf wieder. Im Wesentlichen ging es um den Schnitt der vorhanden Räume. So wird zum Beispiel aus zwei Räumen ein größerer“, sagt Dolores Swiderek, denn für die Unterbringung von Medien gebe es Vorschriften. Die Stadt- und Kreisbibliothek „Hans Keilson“ soll im Erdgeschoss, dort wo im Moment noch die Post ihren Betrieb unterhält, sieben Räume und einen Servicebereich bekommen. Der Zugang erfolgt über das noch zu errichtende Verbindungsgebäude, zwischen dem Altbau und dem neuen Stahlkubus. Gehen Besucher von dort nach rechts, gelangen sie in die Bibliothek. Wenden sie sich nach links, kommen sie in das zukünftige Stadtarchiv.

„Um die Vorplanung abzuschließen, müssen aber noch einige wichtige Stellungnahmen und Gutachten erstellt werden“, gibt Jan Oehler zu bedenken. Besonders wichtig sei die Tragwerksplanung, also die Statik, ohne die es keinen Vorentwurf geben wird. Aber auch die Planungen zu Heizung, Lüftung und Sanitär müssen vorher vergeben werden. Am 31. Januar 2019 könnte die Stadtverordnetenversammlung von Bad Freienwalde hierfür den Weg frei machen. Drei bis vier Wochen später läge nach Auskunft Jan Oehlers der Vorentwurf vor, der in den Planungsentwurf mündet. Auf seiner Grundlage könne dann der Bauantrag gestellt werden. Bevor es dazu kommt, steht aber die nächste Hürde auf dem Weg zur Umgestaltung an. Die Stadtverordneten müssten im Sommer einen Grundsatzbeschluss für den Umbau fassen. Ohne ihn passiert nichts und das Gebäude würde weiter sein trauriges Dasein fristen. „Es ist eine einmalige Chance die städtebauliche Eingangssituation der Stadt aufzuwerten. Der Umzug der Bibliothek in das sanierte Gebäude wird sich als günstig für den Bildungsstandort erweisen. Aus meiner jahrelangen Erfahrung in der Stadtentwicklung weiß ich, dass es so schnell keine zweite Chance geben wird“, warnt Jan Oehler. Immerhin dauere solch ein Prozess drei bis fünf Jahre. Ursprünglich war der Baubeginn für September 2019 vorgesehen.

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