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Landesbetrieb Straßenwesen weist Klage über längere Hilfsfrist zurück / Alternative zur Sperrung fehlt

B158
Rettungsdienst stets einbezogen

Umstritten: Die Sperrung der B 158 in Bad Freienwalde. Für Rettungsdienst und Feuerwehr ist die Blockade nicht zu überwinden.
Umstritten: Die Sperrung der B 158 in Bad Freienwalde. Für Rettungsdienst und Feuerwehr ist die Blockade nicht zu überwinden. © Foto: Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 17.01.2019, 20:05 Uhr - Aktualisiert 19.01.2019, 12:17
Bad Freienwalde (MOZ) Die Klage von Armin Viert, Geschäftsführer des Rettungsdienstes Märkisch-Oderland, über die verlängerte Hilfsfrist für die Höhendörfer (MOZ berichtete) von der Bad Freinwalder Rettungswache aus hat beim zuständigen Bauleiter des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg Ärger undRatlosigkeit ausgelöst.

„Die Leitstelle war von Anfang an über die Sperrung informiert, die Rettungseinsätze werden so koordiniert, dass die Fahrzeuge von anderen Wachen kommen“, sagte Enrico Lemke gegenüber der Märkischen Oderzeitung. Hätten sich die Verkehrsteilnehmer im ersten Bauabschnitt an die ausgeschilderte Sperrung gehalten, dann wäre überhaupt nichts passiert. Einige Autofahrer glaubten, von ihrem Faustrecht Gebrauch machen zu können, berichteten Anwohner der Berliner Straße. Eine Vollsperrung wäre nicht erforderlich gewesen, ergänzte Lemke. „Ich muss an die Sicherheit der Bauleute denken“, fügte er hinzu. Die entsprechenden Vorschriften werden von Infrastrukturministerium erarbeitet, Lemke muss sie umsetzen.

Bereits während der Planungsphase habe der Landesbetrieb Straßenwesen gemeinsam mit der Stadt Bad Freienwalde und der Verkehrsbehörde des Landkreises Märkisch-Oderland alle Möglichkeiten der Verkehrsführung betrachtet, bestätigte Cornelia Mitschka, Pressesprecherin des Landesbetriebs. Dabei seien unter anderem Ampelregelungen und Einbahnstraßenführungen untersucht und erörtert worden. Im Ergebnis dieser Variantenuntersuchung sei die jetzt aufgebaute Verkehrsführung festgelegt und  bekannt gegeben worden.

Wie bei sonst auch auch sei das Befahren des Baustellenbereiches für die Anwohner zum Erreichen ihrer Grundstücke  fast über den gesamten Bauzeitraum gewährleistet. „Der Aspekt der Arbeitssicherheit für die Bauleute sollte jedoch ebenfalls Beachtung finden – der aktuelle Zustand der Baustelle mit seinen Baugruben für die Verlegung der Entwässerungs- und Abwasserleitungen durch den TAVOB zeigt deutlich auf, dass ein verkehrssicheres Nebeneinander von Bauarbeiten und öffentlichem Verkehr nicht möglich ist“, erklärte die Sprecherin.

Eine Aufhebung der Vollsperrung wegen Zeitverzugs des Rettungsdienstes halte sie für wenig wahrscheinlich, der verantwortliche Mitarbeiter des Landesbetriebs habe sich noch nicht geäußert. Sie gehe aber davon aus, dass in die Vorbereitung der Baumaßnahme unter Vollsperrung selbstverständlich auch der Rettungsdienst, Feuerwehr und die Polizei einbezogen waren, führte die Pressesprecherin weiter aus.

Nach den Berichten in der Märkischen Oderzeitung kommt an diesem Freitag um 14.30 Uhr der blaue Robur des Rundfunks RBB in die Waldstadt.

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