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Mitglieder fordern zusätzliche Informationen / Kritiker bewerten 90-prozentige Förderung als unrealistisch

Kurtheater
Kulturausschuss lehnt Konzept ab

Steht leer. Die Stadt als Eigentümerin will das Kurtheater zum Veranstaltungshaus von überregionaler Bedeutung ausbauen. Derzeit wird über das Konzept gestritten.
Steht leer. Die Stadt als Eigentümerin will das Kurtheater zum Veranstaltungshaus von überregionaler Bedeutung ausbauen. Derzeit wird über das Konzept gestritten. © Foto: Heike Jänicke
Michael Anker / 18.01.2019, 06:00 Uhr
Bad Freienwalde Bürgermeister Ralf Lehmann (CDU) konnte die Mitglieder des Ausschusses für Bildung, Kultur, Soziales, Jugend und Sport nicht von der Sinnhaftigkeit des neuen Konzeptes für das Kurtheater überzeugen. „Das passt alles nicht zusammen“, sagte Marco Büchel (Linke), der Ausschussvorsitzende. Lehmann kündigte an, dass es bis zur nächsten Stadtverordnetenversammlung noch weitere Präzisierungen der Beschlussvorlage geben werde. Derzeit laufe eine Ausschreibung mit dem Ziel, einen privaten Betreiber für das Kurtheater zu finden. „Das wird sehr schwer werden“, räumte er ein. Denn auch in der ersten Ausschreibung der Gastronomie für den Bahnhof, hatte sich kein Interessent gefunden. Eine zweite Ausschreibung laufe derzeit.

„Für die Fördermittelanträge zum Kurtheater müssen noch einige Unterlagen und Stellungnahmen eingeholt werden. Die Untersuchung der Wirtschaftlichkeit könnte bis zur Stadtverordnetenversammlung im März oder April abgeschlossen sein“, erklärte Lehmann. Der Bürgermeister geht weiter von einer 90-prozentigen Förderung der Sanierung des Kurtheaters aus. Diese solle sich aus 60 Prozent Basisförderung und 30 Prozent Potentialförderung zusammensetzen. Für letzteres muss das Objekt ein überregionales Kooperationsprojekt sein. Zudem muss eine Gewinnerzielung ausgeschlossen werden. Eine kulturelle Zusammenarbeit soll es demnach im Mittelbereich und mit den Theatern im Land Brandenburg geben.

Dem widersprach Bettina Mühlenhaupt (SPD): Ihr sei eine derart hohe Förderung nicht bekannt. Sie fordere zudem von der Verwaltung eine Aufstellung darüber, was seit dem Kauf alles passiert ist. Auch Katja Göcke zweifelte an der hohen Fördermöglichkeit. „Das Kernthema des ganzen Projektes ist die zweifelhafte Finanzierung. Diese erschließt sich mir nicht.“ Maren Köpke vom Offi kann sich für die Ideen begeistern und sieht die Vorlage nicht als Konzept, sondern eher als Vision für das Kurtheater. Hanno Hemm (CDU) will die Befürchtungen einer Konkurrenz mit den anderen Spielstätten der Stadt in Synergien umwandeln. Er könne im Prinzip der Vorlage zustimmen: „Aber nicht heute, dafür müssen weitere Unterlagen vorgelegt werden.“

Alle Ausschussmitglieder stellten klar, dass sie nicht gegen eine Sanierung und eine Zukunft des Kurtheaters seien. Allerdings könnten sie der Beschlussvorlage so nicht zustimmen.

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