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Lietzens Gemeindebürgermeister Frank Kasper über seine Amtszeit und das rege Vereinsleben in den drei Ortsteilen

Politik
Stolz auf Feuerwehr und Kita

Cornelia Link-Adam / 18.01.2019, 07:00 Uhr
Lietzen (MOZ) Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai werden die Gemeindevertretungen, ehrenamtlichen Bürgermeister und Ortsbeiräte sowie der Kreistag neu gewählt. Die MOZ hat die amtierenden Mandatsträger um eine Bilanz gebeten. Heute: Lietzens Gemeindebürgermeister Frank Kasper (parteilos).

„Die Zeit ist sehr schnell vergangen“, sagt Frank Kasper, Bürgermeister von Lietzen über die zu Ende gehende Legislaturperiode. Zumal der heute 56-Jährige nach der Abwahl seines Vorgängers Norbert Kühne sogar schon seit Mitte 2012 im Amt ist. Über die Wählergruppe „Bürger für Lietzen“ kam er an die Spitze der Gemeinde. „Lietzen hat sich gut entwickelt“, sagt er über die drei Lietzener Ortsteile. „Es wehte ein neuer Wind mit der neuen Gemeindevertretung, und es war ein gutes Miteinander.“ Er bezeichnet sich selbst als bodenständigen, offenen Menschen, ohne Vorurteile. 27 Jahre lebt der gebürtige Sieversdorfer nun schon in Lietzen, hat seine Kinder, Enkelkinder hier aufwachsen sehen. „Ich fühle mich hier sehr heimisch.“ Nie hätte er allerdings geglaubt, mal Bürgermeister zu werden. „Da muss man seine Gemeinde vertreten, ohne gleich der König zu sein. Wichtig ist, umzusetzen, was die Gemeindevertretung beschlossen hat.“ Das habe mit seinem Gremium gut geklappt.

Er wolle bei der nächsten Kommunalwahl als Bürgermeister natürlich wieder antreten und freut sich auch, dass etliche Gemeindevertreter ebenfalls ein Weitermachen signalisiert haben. Zumal das Gremium künftig statt aus acht dann aus zehn Mitgliedern besteht. Der Anstieg resultiert aus den Einwohnerzahlen von 2017, als in Lietzen noch fast 100 Flüchtlinge auf dem Areal des ehemaligen Kartoffellagerhauses untergebracht waren. Die Flüchtlinge sind längst wieder weiter gezogen, die Einrichtung ist geschlossen. Somit liegen die Einwohnerzahlen laut Kasper aktuell wieder stabil bei 650 bis 700. Und das seien bei weitem nicht nur Alte.

Dafür spreche auch die Kita „Kleine Waschbären“. An der Einrichtung hängt sein Herz. Seit 2015 habe man das Haus umfassend saniert. 20 Kinder werden dort betreut, ab März sind es 25. Die Kapazität liege bei maximal 30. Aktuell werden Spenden für ein neues Spielgerät gesammelt.

Darüber hinaus positiv sei laut des selbstständigen Elektromeisters das Vereinsleben in Lietzen. Die Fußballer von Germania haben vier Mannschaften im Punktsystem, der Sportplatz wird über die Gemeinde finanziert, bekommt auch einen neuen Wasseranschluss. Dafür stimmte die Gemeindevertretung am Mittwoch. Außerdem gebe es einen Angler- und Billardverein im Dorf. Auf die Mitglieder der Feuerwehr ist Frank Kasper besonders stolz. Das neue Gerätehaus wurde mit Fördermitteln des Landes und des Kreises gebaut und im Herbst feierlich übergeben. Es bietet moderne Arbeitsbedingungen für die Ehrenamtler, die am Sonnabend ab 17 Uhr an der Kita beim Knutfest das Verbrennen der Weihnachtsbäume mit absichern.

Das die Verbandsgemeinde jüngst nicht zustande kam, findet der Amtsausschussvorsitzende gut und setzt eher auf Zusammenarbeit mit Seelow. „Große Verwaltungen bringen kleinen Gemeinden nichts“, sagt er. Die Zusammenarbeit mit dem Amt Seelow-Land sei sehr gut. Toll findet er auch die sanierten Straßen im Dorf, die 40 Betriebe und den Zusammenhalt der Einwohner. 2019 könne die Gemeinde wegen klammer Kassen aber keine großen Sprünge machen. Die Gemeinde stelle jedoch die Straßenbeleuchtung bei Reparaturen auf LED um. Vom 23. bis 25. August wird Lietzen 775-jähriges Bestehen feiern, dazu 110 Jahre Feuerwehr, 60 Jahre Angler- und 20 Jahre Billardverein. Das gemeinsame Jubiläum unterstützt die Gemeinde mit 8000 Euro.

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