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Volleyball
Dem Favoriten ein Bein gestellt

Edgar Nemschok / 20.01.2019, 19:10 Uhr
Wriezen (MOZ) Mit 3:0 haben die Volleyball-Männer des TKC Wriezen ihr Heimspiel in der 3. Liga gegen den hohen Favoriten VC Olympia Berlin II gewonnen. Der Sieg war überraschend, jedoch absolut verdient.

Wriezens Trainer Tom Schwenk stapelte vor dem Spiel gegen den Tabellenführer der 3. Liga noch tief und sagte: „Eigentlich wäre ich schon zufrieden, wenn wir wenigsten einen Satz gewinnen könnten.“ Doch es wurden drei und jeder, der in Halle war, sagte später, es war fast wie eine Gala des TKC Wriezen.

Schwenk betonte: „Wir haben die Gunst der Stunde genutzt. Unser Gegner ist ersatzgeschwächt angetreten und musste auf zwei wichtige Spieler verzichten.“ Trotzdem bleibt es dabei, der TKC hat großartig gespielt und deutlich gezeigt, dass er wesentlich besser sein kann, als es der achte Tabellenplatz aussagte.

Das Spiel begann mit hohem Tempo und auch von der Stimmung her waren die Wriezener von Beginn an voll da. Schnell gingen sie mit 4:1 in Führung und waren wahrscheinlich selbst ein wenig überrascht, dass es so leicht ging.

Doch der VCO ist eben auch eine clevere Mannschaft, fing sich, und konnte selbst mit 5:4 in Führung gehen. Der Satz blieb sehr eng und erst als der TKC nach toller Blockarbeit das 18:17 erzielte, war der Gastgeber nicht mehr zu halten. Der beste Spieler in der Halle, Toni Wenzlaff, sicherte mit einem Ass bei der Aufgabe den 25:19-Satzgewinn.

Für Wenzlaff war es ein besonderes Spiel, hatte er doch vor knapp zwei Monaten erst den VC Olympia in Richtung Wriezen verlassen. „Ja, ich war heute natürlich besonders motiviert“, sagte er nach dem Spiel.

Das Minimalziel von Trainer Schwenk war damit erreicht. Der zweite Satz begann so, wie der Erste endete, mit viel Tempo der Wriezener. Irgendwie klappte alles, der Block stand gut und im Angriff konnten Maksims Rostovcevs, Dirk Böckermann, Bastian Ellerkmann, Sebastian Lutter und immer wieder Wenzlaff richtig aufdrehen.

Aber die Berliner kamen gleich mehrfach wieder heran und vor allem wenn es über Phillip John ging, blieben auch sie erfolgreich. Es war spannend in der Wriezener Sporthalle am Gymnasium und bis zum Satzende konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Schließlich gewann Wriezen auch diesen Satz. Und spätestens jetzt nach dem 25:23, deutete sich eine kleine Sensation an.

Würde der TKC sein hohes Tempo und das intensive Spiel auch im dritten Satz fortsetzen können? Doch von einer unnachahmlichen Dynamik getragen, wurde der dritte Satz fast schon zu einer Demontage der Berliner. Nach dem zwischenzeitlichen 6:5 für den TKC zog der Gastgeber davon. Wenn es einmal läuft, klappen auch ungewöhnliche Dinge. Ellerkmann überlistete den Berliner Block gleich zweimal mit einer Art Netzroller. Die Fans in der Halle konnten es kaum fassen. Ihr TKC lag im dritten Satz tatsächlich mit 24:14 in Front und gewann am Ende mit 25:15.

„Wir haben wirklich gut gespielt und was heute meine Offensive geleitet hat, war großartig“, freute sich Trainer Tom Schwenk. Für ihn war es nach seiner Rückkehr zum TKC als Trainer das erste Heimspiel nach langer Zeit.

Zu den besten Spielern wurden Adrian Kloss auf Berliner Seite und Maksims Rostovcevs gewählt. Beide bekamen traditionell einen großen Topf Senf. Der TKC konnte sich mit diesem Sieg einen Platz in der Tabelle verbessern und wird wohl nun mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. „Aber der Abstieg war und ist für mich sowieso keine Option“, erklärte Schwenk.

Vor dem Spiel gab es noch eine schöne Geste seitens des TKC. Die Schulmannschaft des Wriezener Gymnasiums hat sich für das Finale um die Regionalmeisterschaft im Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ qualifiziert. Die Jungs wurden von der ersten Männermannschaft zu ihrem Erfolg beglückwünscht.

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