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Die Ursache für den Brand bei Trampe ist noch nicht geklärt.

Ermittlungen
Windkraft-Moratorium gefordert

Totalschaden: Das Maschinenhaus des Windrads im Windpark zwischen Heckelberg und Trampe brannte in der Nacht zum Karfreitag.
Totalschaden: Das Maschinenhaus des Windrads im Windpark zwischen Heckelberg und Trampe brannte in der Nacht zum Karfreitag. © Foto: Wolfgang Rakitin
MOZ / 24.04.2019, 12:45 Uhr
Trampe (MOZ) Warum in der Nacht zum Karfreitag ein Windrad nahe der B 168 zwischen Heckelberg und Trampe in Brand geraten ist, konnte bisher nicht geklärt werden. Das Unglück passierte auf einem der zehn Windräder bei Trampe.

Sämtliche Windräder des Energie-Unternehmens, so Jan Stertkamp, der bei Kölner RheinEnergie AG für den Betrieb von Windkraftanlagen innerhalb der Abteilung Erneuerbare Energien verantwortlich ist, würden zweimal pro Jahr gewartet. Hinzu kommt, dass die Rotoren alle zwei Jahre überprüft werden. Auch alle anderen Anlagen wie Fundament, Turm, Aufzüge, falls vorhanden, Feuerlöscher werden von internen und unabhängigen Gutachtern überprüft und gewartet. Der unabhängige Prüfer habe eine Checkliste, die abgearbeitet werden müsse, erklärte Stertkamp zu den Überprüfungen. Es gebe zwar keinen TÜV, aber vergleichbare Überprüfungen.

Das abgebrannte Windrad stammte aus der Produktion der Firma REpower, die bis vor zwei Jahren in Trampe arbeitete.  Neben den regelmäßigen Prüfungen gebe es ferner einen Vertrag mit einem Betriebsführer, der eine  "24/7 Bereitschaft" vor halten müsse, also 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche. "Mit ihm werden wir uns unterhalten müssen", sagte Jan Stertkamp. Denn Einsatzleiter Robert Müller hatte am Karfreitag kritisiert, dass von der Betreiberfirma niemand zu erreichen gewesen wäre. Erst um 5 Uhr in der Frühe  habe er jemanden ans Telefon bekommen.

Peter Schmidt, Bürgermeister der Gemeinde Breydin, ist auf die Betreiber der Windkraftanlagen nicht gut zu sprechen. Als die Windräder gebaut wurden, mussten die Investoren einen bedeutenden Betrag für die Renaturierung von Flächen entrichten. Vertraglich sei festgelegt worden, dass die Gemeinde die Flächen pflegt und dafür Geld bekommt. "Irgendwann ist das Geld nicht mehr geflossen", sagte Peter Schmidt. Deshalb konnte die Gemeinde die Flächen nicht mehr pflegen, so dass sie zugewachsen sind.

Hans-Jürgen Klemm von der Wandlitzer Bürgerinitiative "Hände weg vom Liepnitzwald" bekräftigte seine Forderungen nach einem Moratorium im Land Brandenburg, einem sofortigen Ausbau- und Planungsstopp sowie die Einführung eines Pflicht-TÜV.

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