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Das Amt Barnim-Oderbruch wird zur Kommunal- und Europawahl am 26. Mai die meisten Wahllokale haben – 22 Stück.

Kommunalwahl
Die meisten Wahllokale von MOL

Zeigt die Umschläge: Wahlleiterin Sylvia Borkert. Die großformatigen Stimmzettel möchte sie nicht fotografieren lassen.
Zeigt die Umschläge: Wahlleiterin Sylvia Borkert. Die großformatigen Stimmzettel möchte sie nicht fotografieren lassen. © Foto: Nadja Voigt
Nadja Voigt / 25.04.2019, 06:00 Uhr
Wriezen (MOZ) Wir sind mit 22 Wahllokalen Spitzenreiter im Landkreis", sagt Wahlleiterin Sylvia Borkert vom Amt Barnim-Oderbruch. Ein Zugeständnis an die Erfordernisse im ländlichen Raum, wo die Wege weit und mitunter beschwerlich sind.

Auch, wenn die Zahl der Briefwähler stetig steigt. Auf 2000 hat sich die Wahlleiterin eingerichtet. 300 mehr als noch bei den letzten Wahlen. Doch das liegt vielleicht nicht nur an der Bequemlichkeit oder den Erfordernissen, sondern vielleicht auch an den umständlich großen Stimmzetteln: Der für die Europawahl misst weit mehr als einen halben Meter, der für den Kreistag hat die Größe A1 und ist damit über einen Meter groß und fast einen Meter breit. Wie das in den engen Wahlkabinen zu bewerkstelligen sein soll, fragen sich manche Verwaltungsmitarbeiter bereits jetzt.

Bis 5. Mai werden alle Wahlbenachrichtigungskarten bei den insgesamt 5337 Wahlberechtigten in den Briefkästen sein, so Sylvia Borkert. Davon dürfen alle, die das vollendete 16. Lebensjahr erreicht haben, den Kreistag und die Gemeindevertretungen mitbestimmen und alle ab 18 Jahren auch bei den Europawahlen mitwählen.

Auf den helllilafarbenen und grünen Stimmzetteln für die Ortsvorsteher und den Bürgermeister gibt es je eine Stimme zu vergeben, auf den lachsfarbenen Stimmzetteln für die Gemeindevertretungen drei Stimmen. "Wir haben für die Briefwahl auf die größtmöglichen Umschläge zurückgegriffen", lacht Sylvia Borkert. In einem separaten Raum in der Amtsverwaltung lagern kartonweise die Stimmzettel. Ein enormer logistischer Aufwand, damit am 26. Mai alle ihrer Bürgerpflicht nachkommen können.

Für den Kreistag Märkisch-Oderland gibt es fast so viele wie das Jahr Tage hat: 364. Brandenburgweit sind nur rund ein Drittel Frauen unter den Bewerbern auf eine künftiges Amt in den kommunalen Vertretungen. Und im Amt Barnim-Oderbruch? Die Wahlleiterin hat nachgezählt: In der Gemeinde Reichenow-Möglin sind es für die Gemeindevertretung vier; für den Posten des Ortsvorstehers in Reichenow zwei; für den des Ortsvorstehers in Möglin eine. In der Gemeinde Bliesdorf kandidieren drei Frauen für das Dorfparlament, in Oderaue sind sogar neun und für den Ortsvorsteher-Posten fünf. In Prötzel gibt es für die Gemeindevertretung zehn Kandidatinnen und für den Ortsvorsteher-Posten in  Harnekop eine und für den Bürgermeister-Posten eine Bewerberin. In der Gemeinde Neutrebbin sind es für die Gemeindevertretung drei Frauen und eine für den Ortsvorsteher von Altbarnim. In Neulewin haben sich für die Gemeindevertretung acht Frauen aufstellen lassen und für Güstebieser Loose eine Ortsvorsteherin.

Kein Bürgermeisterkandidat

Da es für Neulewin keine Kandidatin und keinen Kandidaten für den Posten des Bürgermeisters und der Ortsvorsteher von Neulewin und Neulietzegöricke gibt, wird die Wahlleiterin nun ein gesondertes Wahlverfahren vorschlagen. So könnte dann bereits bei der ersten konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung eine Wahl dazu stattfinden, so Sylvia Borkert. In Neutrebbin hingegen, wo sich bereits das dritte Mal in Folge kein Kandidat für den Ortsvorsteher-Posten gefunden hat, wird nun die Hauptsatzung der Gemeinde geändert.

Die konstituierenden Sitzungen finden in allen sechs Mitgliedsgemeinden des Amtes Barnim-Oderbruch kurz nach der Wahl statt.

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