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Feuerwehrgerätehaus
Neubau für alle Ortswehren

Absage an Feuerwehr-Rot: Mit der farblichen Gestaltung passt sich das neue Bad Freienwalder Feuerwehrgebäude mit Rettungswache dem umgebenden Stadtviertel an.
Absage an Feuerwehr-Rot: Mit der farblichen Gestaltung passt sich das neue Bad Freienwalder Feuerwehrgebäude mit Rettungswache dem umgebenden Stadtviertel an. © Foto: Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 25.04.2019, 20:02 Uhr - Aktualisiert 26.04.2019, 09:49
Bad Freienwalde (MOZ) Betreten verboten", heißt es derzeit im Sozialtrakt des neuen Feuerwehrgerätehauses in der Wriezener Straße. Der Estrich, der gerade eingebaut wurde, verträgt noch keine Fußspuren. Er bedeckt das Rohrleitungssystem der Fußbodenheizung, die das gesamte Gebäude einschließlich der Fahrzeughalle erwärmt.

Stadtwehrführer René Erdmann lobt die Planungsleistungen des Architekturbüros, das den Bauablauf optimiert habe. "Die Arbeit der Firmen untereinander klappt reibungslos."

Die Hallentore seien ebenso eingebaut wie die Fenster. "Das Dach ist schon komplett fertig", ergänzt er. Die Fassadenfarbe sei schon so, wie es Feuerwehr und Stadt vereinbart haben. "Wir werden immer wieder gefragt, warum das  Gebäude nicht rot gestrichen wird", sagt der Stadtwehrführer. "Wir wollten aber, dass es ins Stadtviertel passt."

Vorn an der Straße befindet sich die Fahrzeughalle. Links ist der Löschzug mit Drehleiter, Tanklöschfahrzeug (TLF), Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) und Einsatzleitwagen (ELW) untergebracht. Die rechte Seite der Halle ist dem Rettungsdienst vorbehalten. Damit die Drehleiter nicht mehr rückwärts eingeparkt werden muss, ist an der Rückseite des Gebäudes ein weiteres Hallentor, so dass der Maschinist direkt in die Halle einfahren kann.

Noch befindet sich die Fahrzeughalle innen fast im Rohbauzustand. Bald werden in einem speziellen Verfahren Bodenplatten in Beton eingebettet. Ein dickes Rohr füllt die Löschtanks der Fahrzeuge nach einem Einsatz im Nu. Künftig werde eine Ampel den Maschinisten anzeigen, wann die Hallentore geöffnet sind und sie heraus oder herein fahren können. Wenn die Feuerwehrleute zum Einsatz gerufen werden, steuern sie einen Parkplatz an der Adolf-Bräutigam-Straße direkt am Gebäude  an. Eine Tür führt zu den Umkleidekabinen, für Männer und Frauen getrennt. In wenigen Schritten erreichen sie die Fahrzeughalle. Alles ist durchdacht und genau geplant, nichts dem Zufall überlassen.

Im hinteren Teil des Hofes befindet sich eine Betonwand mit Fensteröffnungen, die noch eingerüstet ist. Am neuen Rettungsturm üben die Feuerwehrleute den Einsatz von Leitern. Dort proben nicht nur die Einsatzkräfte der Bad Freienwalder Ortswehr, sondern alle Wehren der Stadt den Notfall. "Die Ortswehr hat zwar die Schlüsselgewalt, aber alle Wehren können jederzeit den Schulungsraum und die Fahrzeugwaschanlage nutzen und ihre Einsatzkleidung waschen", so Erdmann.

Eine Industriewaschmaschine ermögliche den Einsatzkräften beispielsweise nach einem Brandeinsatz die verrußte Kleidung zu waschen und zu trocknen. Dass die Investition von sechs Millionen Euro nicht überall in der Stadt gut ankommt, weiß Erdmann. "Ehrenamtliche Feuerwehrleute kann man nur mit guter Ausrüstung und guten Bedingungen motivieren", sagt er. Das Haus sei auf die modernen Erfordernisse der Feuerwehr zugeschnitten.

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