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Dieter Juritz und Karsten Liebich räumen ihren Posten als Ortsvorsteher in der Gemeinde Prötzel.

Wahlen
"Jetzt können sich andere mal beweisen"

Treten nicht mehr an: die Ortsvorsteher von Sternebeck und Harnekop Dieter Juritz und Karsten Liebich.
Treten nicht mehr an: die Ortsvorsteher von Sternebeck und Harnekop Dieter Juritz und Karsten Liebich. © Foto: Nadja Voigt
Nadja Voigt / 16.05.2019, 06:00 Uhr - Aktualisiert 17.05.2019, 08:24
Sternebeck/Harnekop (MOZ) Zehn Jahre war der eine Ortsvorsteher, 22 Jahre der andere, doch nun nehmen beide ihren Hut. Karsten Liebich und Dieter Juritz stehen für das Amt des Ortsvorstehers nicht mehr zur Verfügung.

Ausgefüllt haben der Harnekoper und der Sternebecker es gerne. Mit sehr viel Engagement und einem hohen Maß an Frustrationstoleranz. Denn lange ging es der Gemeinde Prötzel finanziell sehr schlecht. Nur durch private Initiativen sei es gelungen, etwas auf die Beine zu stellen, sagt Karsten Liebich.

Themen gab und gibt es viele: die Infrastruktur, das liebevoll als Baracke geschimpfte Gemeindehaus, die Feuerwehr, der demografische Wandel und die Hoffnung, junge Leute in die Gemeinde zu holen. Denen will Dieter Juritz, der demnächst 78 wird, nun auch den Vortritt lassen. "Heute gibt es andere Vorstellungen, die Jungen zu erreichen ist schwer", sagt der Sternebecker, der seit 1989 in der Gemeindevertretung aktiv ist. Und den die Menschen in beiden Orten als rührig und zuverlässig schätzen. "Die Leute erwarten, dass man da ist", sagt Juritz. Und das war er. "Aber nun will ich auch mal ein Fest besuchen und nichts vorher machen", sagt er lachend.

"Wertschätzung haben wir immer von den Bürgern erfahren", sagt Karsten Liebich (54). Daran scheiterte ihre Neubewerbung nicht. Vielleicht aber an den Hürden. Es sei schwerer geworden, etwas auf den Weg zu bringen, sagt Dieter Juritz. "Man braucht einen langen Atem." Die Arbeit mit den Bürgern aber habe beiden immer sehr viel Spaß gemacht. "Doch nun sind mal andere dran. Jetzt können sich andere mal beweisen."

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