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Das 58. Reitturnier in Wustrow – ein gute Adresse für die Reiter der Region

Pferdesport
Zum Geburtstag einmal gewonnen

Edgar Nemschok / 13.06.2019, 07:15 Uhr
Wustrow (MOZ) Drückende Schwüle, dafür später dann die sogenannte Marscherleichterung gab es für die Reiter beim Pfingstturnier in Wustrow. Es ist mittlerweile ein reines Springturnier und reicht bis zur Schwierigkeitsklasse S. Dabei müssen die Pferde Hindernisse bis zu 140 Zentimetern Höhe überwinden.

In früheren Jahren hatte man im Rahmen des Turniers auch eine Dressur ausgeritten. Peter Sommer, stellvertretender Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Wustrow, erklärt: "Die Dressur wurde auf einem Nebenplatz ausgetragen. Logistisch und auch für die Zuschauer war es nicht optimal. Der Aufwand wurde für unseren kleinen Verein  viel zu groß. Wir haben irgendwann entschieden, nur noch Springreiten auszutragen."

Das S-Springen war dann auch sportlich der Höhepunkt des nunmehr 58. Turniers von Wustrow. Drei Reiter schafften den Parcours, aufgebaut von Erik Schubert, mit fehlerfreien Ritten. Die beste Zeit ritt schließlich Martin Schutza vom Ländlichen Reitverein Ladeburg mit seinem Pferd Estrell. Auf Platz 2 kam Kimberley Alexandra Gibson, die für den Reitverein Elisenau startet, vor Danny Schröder vom Reitverein Hofgut Redentiner Mühle.

Lobende Worte für den RFV

Was für den Veranstalter natürlich immer wichtig ist: Es gab von allen Seiten nur lobende Worte. So für den sehr gepflegten Rasenplatz, und auch die Versorgung am Rande klappte sehr gut. Das bestätigten auch so erfahrene Reiter wie Wolfgang Piehl vom Reitsportzentrum Waldesruh. Die Vorsitzende des RFV Wustrow, Anja Daue-Thieme, freute sich, dass sie auch Vorstandsmitglied Reinhard Kampmann von der Sparkasse Märkisch-Oderland begrüßen konnte, die seit Jahren zu den Förderern des Reitsports in der Region zählt.

Wilian so alt wie sein Pferd

Für einen jungen Mann war vor allem der zweite Turniertag, der Pfingstmontag, ein Besonderer. Wiliam Thieme feierte nämlich seinen 15. Geburtstag. Und was macht man da als Reiter? "Natürlich muss ich beim Heimturnier selbst mit dabei sein", sagte Wilian und freute sich riesig, dass er ein Springen der Klasse A mit seiner Stute Candela Lou  gewinnen konnte. Die ist genauso alt wie er.

"Alles was ich im Reitsport gelernt habe, habe ich von meinem Großvater Wilfried", sagt der Wustrower stolz und erinnert sich noch gut daran, wie er mit einem Pony anfing. "Meine Braune hat das heute gut und mir ein schönes Geburtstagsgeschenk gemacht."

Eine große Feier war an diesem Tag eher nicht geplant, denn gemeinsam mit seinen Eltern Anja und Andreas sowie Isolde Daue, die sich im Festzelt um die Ehrengäste kümmerte, gab es rund um das Turnier genug zu tun. "Das macht mir nichts. Wir leben hier auf dem Land, da ist  sowieso alles ein wenig anders." Für den Schüler, der nun in die 10. Klasse kommt, steht schon fest, dass er einmal Landwirt wird. "Ich arbeite körperlich gern und mir macht das auch gar nichts aus, ob heute nun Sonntag oder Feiertag ist."

Zukunftspläne ganz anderer Art macht Maren Kardel aus Neuenhagen, die mit ihrem Pferd Cirshi sozusagen auf Abschiedstournee ist. Die 17-jährige Stute wird nach der Saison in die Zucht gehen. In Wustrow konnte Maren Kardel ein Springen der Klasse L gewinnen. Künftig will sie als Parcoursbauerin arbeiten.

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