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Geotag
Natur erleben mit allen Sinnen

Doris Steinkraus / 13.06.2019, 07:30 Uhr - Aktualisiert 13.06.2019, 12:26
Seelow (MOZ) Am Seelower Schweizerhaus erleben Schüler einen spannenden Projekttag. Heute gibt es einen Nachschlag für Kita-Kinder und interessierte Bürger.

Wir haben eine neue Spezies gefunden", ruft Lennox begeistert. Das kleine Gefäß, in dem der Vielbeiner krabbelt, hat oben eine Lupe. So kann man ihn genauer betrachten. Die Mädchen und Jungen der 4. Klasse der Seelower Grundschule suchen eifrig nach Lebewesen auf der Wiese. Zwei Zecken sitzen schon im Glas, auch ein Regenwurm wurde gefunden, Ameisen und noch anderes Getier. Das Areal Schweizerhaus erlebt eine Premiere. Zum ersten Mal finden Geotage statt, vorbereitet von vielen Partnern. Die Grundschulen Seelow und Dolgelin sind dabei, das Oberstufenzentrum Seelow (OSZ), der gastgebende Heimatverein, die Dolgeliner Vogel- und Exotenzüchter und der Seelower Imkerverein. Seit zehn Jahren gibt es an der Dolgeliner Grundschule "Josef Vervoort" den Geotag.

Schüler erkunden auf dem Areal Schweizerhaus in Seelow die Natur ihrer Heimat
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Geotag der Grundschulen Seelow und Dolgelin

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"Wir waren schon in verschiedenen Gebieten unterwegs", berichtet Gabriele Dreger. Die letzten Jahre öffnete OSZ-Abteilungsleiterin Cosima Lüdemann ihr Tierparadies für die Dolgeliner. Nun ist alles noch viel umfangreicher. In der großen Scheune gibt es eine Einführung. Die Schüler erfahren, dass sie neun Stationen zu absolvieren haben. Jeder bekommt einen Hefter. Darin sind alle Aufgaben und die Blätter für das Niederschreiben der Lösungen eingeheftet. In der Scheune selbst gibt es vier Stationen. Die Schüler hören viel über das "Wohnhaus Wiese", über Wildtiere, Eier der unterschiedlichsten Tiere und Getreidearten. Draußen werden dann Tiere entdeckt. Ein paar Meter weiter haben die Imker Manfred Kruse und Siegfried Helemann reichlich zu tun. Die Kinder dürfen mit einem Schaber Honigwaben öffnen, die Waben  schleudern und zur Belohnung den frischen Honig auf kleinen Brotstücken kosten. Viele sehen zum ersten Mal an der Schaubeute der Seelower Imker, die seit fünf Jahren auf dem Areal wirken, Bienenköniginnen – gut zu erkennen an den Stecknadeln auf ihrem Rücken. Wie gut sich die Kinder in der Natur auskennen, zeigt sich an den Tastständen. In Holzkästen sollen sie Holzwolle, Pappe, Baumrinde, Schafwolle und Federn, in Beuteln u.a. Steine, Kienäpfel und Eierschalen ertasten. So manch einer ist unsicher, gesteht, dass er lieber am Computer spielt, als in der Natur zu sein. Wie spannend das sein kann, soll der Geotag "Natur und Artenvielfalt" ihnen deutlich machen.

Azubis des OSZ als Betreuer

"Ganz toll vorbereitet", lobt Karin Köpke, Lehrerin an der Seelower Grundschule. Dass so viele Azubis aus dem OSZ als Betreuer mitwirken, gefällt ihr gut. Es sind Lehrlinge der grünen Berufe, aber auch Tischler und Hauswirtschaftler. Viel von dem, was die Kinder erfahren, fließt in den Unterricht ein. In einer so vielfältigen Umgebung wie am Schweizerhaus ließe sich viel Wissen vermitteln, sieht es Karin Köpke. Für Marion Krüger, Vorsitzende des Heimatvereins Schweizerhaus, und ihr Helferteam ist der Geotag ein weiterer Schritt, um das kulturträchtige Gelände mit seiner Naturvielfalt für viele erlebbar zu machen.

Geotag heute 9 bis 12 Uhr für Kitas, Interessierte Bürger willkommen

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