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Neben Bralitz muss auch der Ortsteil Hohensaaten die Wahl zum Ortsbeirat nachholen. Zwei Mitglieder nehmen die Wahl nicht an.

Rücktritt
Hohensaaten vor Neuwahl

Umschlag bitte hier einwerfen: In einzelnen Ortsteilen müssen die Wähler nochmal an die Urne.
Umschlag bitte hier einwerfen: In einzelnen Ortsteilen müssen die Wähler nochmal an die Urne. © Foto: Michael Kappeler/dpa
Steffen Göttmann / 13.06.2019, 07:30 Uhr - Aktualisiert 13.06.2019, 08:50
Hohensaaten (MOZ) "Wir sind mit dem Bündnis Hohensaaten angetreten, weil wir gemeinsam den Ortsbeirat stellen wollten", sagte Holger Lehmann am Mittwoch. Mit Klaus Gerhardt und Thomas Armes wollten sie gemeinsam Hohensaaten eine Stimme geben. "Ich habe nicht damit gerechnet, dass Arno Heinrich an uns vorbei zieht", sagte Lehmann, der neun Jahre Bürgermeister von Hohensaaten war, als der Ort noch selbstständige Gemeinde im Amt Oderberg war.

Arno Heinrich, angetreten mit der von Detlef Malchow ins Leben gerufenen Bürgervereinigung 2019, vereinte 381 Stimmen. Das Bündnis kam mit Holger Lehmann auf 286 Stimmen, Klaus Gerhardt auf 139 und Thomas Armes auf 132 Stimmen. Letzter ist Ersatzperson, könnte also nachrücken. Anja Neumann-Körber, Wahlleiterin der Stadt Bad Freienwalde, bestätigte, dass Klaus Gerhardt die Wahl nicht angenommen hat. Der Brief von Holger Lehmann erreicht wohl in Kürze die Wahlbehörde. Neuwahlen in Hohensaaten werde es zur Landtagswahl am 1. September sicher nicht geben. "Wir schaffen das nicht, denn wir müssen Fristen einhalten", erklärte Anja Neumann-Körber.

Für ihn haben den Ausschlag zu dem Schritt  gegeben, dass Arno Heinrich als Vorsitzender des Heimatvereins Hohensaaten die 200 000 Euro Fördermittel für die Schmiede Hohensaaten ausgeschlagen habe. "Als ich dies erfuhr, war ich richtig baff", sagte Lehmann, "mit so einem Mann kann ich nicht im Ortsbeirat zusammenarbeiten."

Die selbstständige Gemeinde Hohensaaten habe die Schmiede damals gekauft. "Wir haben das Gelände aufgeräumt und den Brunnen wieder hergestellt", berichtete er. Die Schmiede sei Bestandteil des Einigungsvertrages mit der Stadt Bad Freeienwalde. "Wir hätten über das Thema mit mehr Leuten sprechen müssen, ich bin mir sicher, wir hätten eine Lösung gefunden", so Holger Lehmann. Positiv sei für ihn, dass Bürgermeister Ralf Lehmann (CDU), die Fachbereichsleiter der Stadt und auch Ilka Krüger, Geschäftsführerin der Bad Freienwalde Tourismus GmbH, das Vorhaben begrüßt hätten. Holger Lehmann ist sich nicht sicher, ob er sich noch mal der Wahl stellt.

"Ich bin enttäuscht", sagte Arno Heinrich am Mittwochabend. In einem Gespräch habe ihm Holger Lehmann vor einer Woche seine Entscheidung mitgeteilt und erklärt, dass sie als Gruppe in den Ortsbeirat einziehen wollten. Die Schmiede habe nichts mit dem Ortsbeirat zu tun, sie sei wohl nur eine Rechtfertigung, sagte er. Arno Heinrich will sich nicht einschüchtern lassen und sich erneut der Wahl zum Ortsbeirat stellen. "Ich werde mir jetzt Leute suchen, die zu mir stehen", kündigte er an.

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