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In der Awo-Kita "Bummi" in Bad Freienwalde ist der neue Bewegungsraum mit Kletterwand eingeweiht worden.

Kita
Mit Kletternetz und Kindermangel

Große Freude: In der Awo-Kita "Bummi" gibt es jetzt einen neu eingerichteten Bewegungsraum. In der Einrichtung können bis zu 101 Kinder betreut werden.
Große Freude: In der Awo-Kita "Bummi" gibt es jetzt einen neu eingerichteten Bewegungsraum. In der Einrichtung können bis zu 101 Kinder betreut werden. © Foto: Anett Zimmermann
Anett Zimmermann / 06.07.2019, 09:00 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Dass die Mädchen und Jungen der Awo-Kita "Bummi" in der Kurstadt Spaß haben, sich zu bewegen, das wurde am Donnerstag bei der Eröffnung des neuen Bewegungsraums deutlich. Alle sieben Gruppen hatten sich auf Bitte von Kita-Leiterin Carmen Keiling einen kleinen Beitrag für das Programm einfallen lassen. Und wenn es bei den Jüngsten noch ein bisschen am Text haperte, so trommelten, klatschten oder hüpften sie doch fleißig mit. Dafür gab es im Anschluss natürlich auch Beifall von den Gästen, zu denen Bürgermeister Ralf Lehmann (CDU), SPD-Landtagsabgeordnete Jutta Lieske, Annika Köcher als Vertreterin der Sparkasse Märkisch-Oderland sowie die Kita-Ausschuss-Vorsitzende der Einrichtung Anja Schade und ihre Stellvertreterin Laura Gabriel gehörten.

"Heute ist ein toller Tag für uns", sagte Carmen Keiling und fügte hinzu: "Das ist ein wundervoller Raum geworden." Die Idee dazu gehe auf ihre Vorgängerin Karin Fehlemelcher zurück, die die Therapie- und Spielgeräte des Lübecker Unternehmens Ulleweah bei einer Messe in Berlin entdeckt hat. "Sie war heute früh auch schon hier, zum Übergabetermin selbst aber leider verhindert."

Ausgestattet ist der Raum mit einer Kletterwand, deren bloße Nennung erste Fragen hervorrief. "Wie sollen wir denn da hochkommen?", wollte ein Mädchen wissen. Doch das werden die Kinder mit Unterstützung ihrer Erzieherinnen wohl schon bald herausfinden. Die Kletterwand ist zugleich Front eines Schrankes, der Stauraum für Spiel- und Sportgeräte bietet. Es gibt zudem eine große Sprossenwand, ein Netz zum Klettern, eine Kindermangel, Fallschutz- und andere Matten, ein Schwebetuch sowie weiteres Zubehör wie Bänder und Gurte und das fest installierte Schienensystem, um zum Beispiel verschiedene Höhen einzu-stellen.

Jutta Lieske war kurz darauf dicht umringt, als es um den Inhalt eines von ihr mitgebrachten Netzes ging. "Da ist ja keine Luft drin", stellte ein Junge mit Blick auf die beiden noch nicht aufgepumpten Bälle darin fest. "Und was ist das?", fragte ein anderer angesichts eines grünen Etwas, das sich als großer Gymnastikball entpuppte. "Die Motorik der Kinder muss unbedingt geschult werden", sagte die Landtagsabgeordnete. "Aber wer hat so etwas schon zu Hause", stimmte ihr Bürgermeister Ralf Lehmann zu. Allein der Multifunktionsschrank mit der Kindermangel habe mehr als 10 000 Euro gekostet, erklärte Carmen Keiling auf Nachfrage und sprach selbst von einer "unglaublichen Summe".

Hilfe von Sponsoren

Dass das Projekt in zwei Etappen umgesetzt werden konnte, habe die Integrationskita auch der Stadt und Sponsoren zu verdanken. "Die Träger nennen uns ihren Finanzbedarf und wenn dieser Ende des Jahres nicht ausgeschöpft ist, so belohnen wir das gern", sagte der Bürgermeister. Die Sparkasse gab 3000 Euro dazu, 2000 Euro kamen aus Lottomitteln vom Bildungsministerium, die fehlenden Mittel übernahm die Awo. "Wir sind jetzt bei einer Gesamtsumme von fast 35 000 Euro." Im Sinne des Brandschutzes werde noch eine Rutsche installiert. Die draußen sichtbaren Arbeiten gehörten zum Anbau des Aufzuges.

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