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Zwölf Stadtverordnete haben in einem Brandbrief den Bürgermeister aufgefordert, das fehlende Geld aus der Rücklage zu nehmen.

Gesellschaft
Altstadtfest droht Absage

Symbolfoto: pixabay
Symbolfoto: pixabay © Foto: pixabay
Steffen Göttmann / 13.08.2019, 07:00 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Die Situation um das Altstadtfest ist offenbar prekärer, als sich es bei Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend abgezeichnet hat (MOZ berichtete). "Wenn ich bis Dienstag keinen Termin beim Bürgermeister bekomme, kann ich mit den ersten Absagen beginnen", sagte Ilka Krüger Geschäftsführerin der Bad Freienwalde Tourismus GmbH, am Montag. Die von der Stadt eingeplanten 57 000 Euro reichten nur für den Marktplatz. Die Veranstaltungen auf den Höfen wären nicht ausfinanziert. So koste eine Bühne für den Marktplatz durchschnittlich 10 000 Euro, Nebenbühnen wie in der Feuerwehrgasse 4000 Euro.

In einem Brandbrief an den Bürgermeister fordern Katja Göcke, Peter Glaetzner, Reinhard Schmook, Nico Baumgärtner, Bettina Mühlenhaupt, Danny Lenz, Evelyn Faust, Angela Hannemann., Jörg Grundmann, Vera Wesner, Sabine Gärtner und Detlef Malchow, das beliebte Stadtfest zu erhalten. "Die Bad Freienwalde Tourismus GmbH benötigt die Zusage der Stadt zur Übernahme der Kosten", heißt es darin. Die GmbH hatte 2016 die Aufgabe bekommen, Stadtfeste zu organisieren. Bereits damals waren Kostensteigerungen abzusehen. Mit nicht einmal 60 000 Euro könne man keine Veranstaltung mit 15 000 Besuchern stemmen. Der Fehlbetrag wäre aus den Haushaltsüberschüssen der Stadt zu finanzieren.

Kultureller Höhepunkt

"Wir betonen erneut die Dringlichkeit und wiederholen die Aufforderung an den Bürgermeister, kurzfristig einen Vorschlag für den Zuschuss zu erarbeiten und einzuleiten. Gleichzeitig fordern wir die von der Stadtverordnetenversammlung entsandten Aufsichtsratsmitglieder auf, einer Änderung des Wirtschaftsplanes der Bad Freienwalde Tourismus GmbH zuzustimmen. Wir als Stadtverordnete stehen ganz klar hinter unserem Altstadtfest – dem kulturellen Höhepunkt des Jahres", heißt es in dem Schreiben

"Wir wünschen uns von allen Bürgern der Stadt, die ebenso hinter dem Fest stehen, ob als Vereinsmitglied, als Unternehmer oder einfach als Gast, eine Unterstützung für unsere Initiative auf möglichst vielen Wegen!", so die Autoren.

"Das Fest wird trotzdem billiger als in den vergangenen Jahren", sagte Ilka Krüger. Sie und ihre Mitarbeiter hätten mit den Anbietern nachverhandelt und bessere Abschlüsse erzielt. Mehr als die Hälfte der Summe gehen an Security, medizinische Versorgung, Toiletten und Bühnentechnik. Nach dem MOZ-Beitrag vom Sonnabend gab es in den sozialen Medien zahlreiche Einträge.

Einer empfahl, wie in Eberswalde nur einen Tag zu feiern. "Das bringt uns nicht viel, denn die Bühnen brauchen wir sowieso," sagte Ilka Krüger. Zudem kommen dann die Händler nicht, weil es sich für sie nicht lohne. Auch Eintritt zu nehmen, so ein weiterer Tipp, sei schwierig. denn ins Stadtgebiet führen viele Wege, die alle gesperrt werden müssten. "Wir bräuchten doppelt so viel Wachschutz", sagte sie. Und Bauzäune seien nicht erlaubt. Zudem wohnen viele Menschen im Stadtgebiet, was die Kontrolle erschwert.

Einnahmequellenlindern

Das Altstadtfest wird wie das Bahnhofsfest von der Bad Freienwalde Tourismus GmbH im Auftrag der Stadt organisiert und von der Stadt finanziert. Die Verwaltung hat im Rathaus vor zwei Jahren eine Stelle eingespart und in der Tourismus GmbH eine neue geschaffen. Die Einnahmen durch die Standgebühren, die Händler, Wirte und Vereine entrichten, lindern die Fixkosten des Festes ein wenig.

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