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Einen ganz besonderen Dienstwagen hat sich die Verwaltung des Amtes Barnim-Oderbruch zugelegt: einen Golf mit Elektroantrieb.

E-Mobilität
Amt sieht sich in Vorreiterrolle

Am neuen E-Golf: Helge Suhr vom Amt Barnim-Oderbruch und Klimaschutzmanagerin Henriette Bauer
Am neuen E-Golf: Helge Suhr vom Amt Barnim-Oderbruch und Klimaschutzmanagerin Henriette Bauer © Foto: Amt Barnim-Oderbruch
Anett Zimmermann / 10.09.2019, 06:30 Uhr
Wriezen (MOZ) "Wir wollen eine Vorreiterrolle übernehmen und die E-Mobilität in der Region fördern", sagt Helge Suhr, Leiter des Bau- und Ordnungsamtes des Amtes Barnim-Oderbruch. Das wiederum mache aber nur Sinn, wenn dafür kohlendioxidfrei erzeugter Strom verwendet wird, fügt er hinzu und erinnert daran, dass Märkisch-Oderland eine sogenannte Plus-Region sei. Nach einer Sammelausschreibung mit einem Leistungsumfang in Höhe von 116 Millionen Kilowattstunden von insgesamt 14 Kommunen und dem Landkreis beziehe auch die Amtsverwaltung in Wriezen seit einiger Zeit Öko-Strom.

Zudem habe es eine ganze Reihe kleinerer Maßnahmen zum Klimaschutz gegeben, darunter der Wechsel auf Umweltpapier oder LED-Lampen. Doch nun habe man auch ein Elektrofahrzeug angeschafft. Der Fuhrpark der Verwaltung umfasse damit zurzeit drei Fahrzeuge, soll aber wieder auf zwei reduziert werden. Dabei wolle man, so Helge Suhr weiter, auf einen der beiden bisherigen Benziner verzichten.

Der neue E-Golf sei für drei Jahre geleast worden. Der Kaufpreis liege bei etwa 35 000 Euro. Ein stolzer Preis, den der Leiter des Bau- und Ordnungsamtes darauf zurückführt, dass sich E-Fahrzeuge noch immer in der Phase der Technologie-Einführung befinden. "Wenn sie Massenstatus erreichen, wird sich das auch auf die Preise auswirken", ist er sich sicher.

Diskussionen gebe es meist um die Reichweite. Das sei in der Amtsverwaltung nicht anders gewesen. "Wir haben aber ein ideales Fahrzeug für unsere Zwecke gefunden", sagt Suhr. Genutzt werden solle es vor allem vom Ordnungsamt, für Baustellenbesuche oder auch für Beratungstermine mit Ehrenamtlichen. Mehr als 100 Kilometer seien dabei meist nicht zurückzulegen. Die vom Hersteller genannte Reichweite liege bei 230 Kilometern.

Wallbox fehlt noch

Mitarbeiter, die das Fahrzeug nutzen wollen, würden dies einfach im Kalender vermerken. Ausgeschrieben werde noch die Installation einer Wallbox zum Aufladen. Im Moment erfolge dies noch über eine normale Steckdose mit entsprechend langer Ladezeit. Diese liege bei leerer Batterie bei etwa 17 Stunden, an einer Wallbox bei fünf bis sechs Stunden. Für eine Schnellladesäule sei dieser E-Golf nicht geeignet.

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