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Heute endet die Antragsfrist für einen kostenlosen Hausanschluss an die schnelle Datenautobahn in Bad Freienwalde und Falkenberg.

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Gratis Hausanschluss in Bad Freienwalde und Falkenberg nur bis heute

Symbolfoto.
Symbolfoto. © Foto: Ralf Hirschberger
Steffen Göttmann / 20.09.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 20.09.2019, 08:53
Bad Freienwalde (MOZ) Ich habe bei mir zu Hause den ersten Brief der Stadtwerke Schwedt für Werbung gehalten und weggeworfen", verriet Christian Nörtemann, Fachbereichsleiter Hochbau und Gebäudeverwaltung der Stadt Bad Freienwalde. Erst als er die Hausanschlüsse für alle Schulen der Stadt Bad Freienwalde, alle öffentlichen Gebäude und die Gebäude der städtischen Wohnungsbaugesellschaft WoBaGe beantragt habe, sei ihm die Bedeutung klargeworden. Inzwischen habe er auch den Anschluss für sein eigenes Haus gestellt. Nörtemann hat seitdem mehrfach die Kurstädter aufgerufen, den Antrag zu stellen. "Selbst wer meint, er braucht kein Internet, sollte den Anschluss trotzdem beantragen", so Nörtemann. Denn dieser werde kostenlos bis ans Haus gelegt. Schließlich erhöhe der Anschluss den Wert des Hauses.

Bald mehr als 1700 Euro

Heute endet für die Hauseigentümer von Bad Freienwalde und allen sieben Ortsteilen sowie der Gemeinde Falkenberg mit Dannenberg und Kruge-Gersdorf die Frist, einen kostenlosen direkten Hausanschluss an die Datenautobahn zu bekommen. Der Anschluss sei auch weiterhin möglich, koste aber dann mehr als 1700 Euro, sagte Karin Hadinek, Pressesprecherin der Stadtwerke Schwedt.

Dicke Bretter musste auch Holger Horneffer, Amtsdirektor des Amtes Falkenberg-Höhe, bohren. Als sich die Frist dem Ende nahte, musste er feststellen, dass nur die Hälfte der möglichen Anschlüsse beantragt war. Daraufhin habe er zusammen mit Bürgermeister Christian Ziche, dem Falkenberger Sportverein sowie den Ortsvorstehern von Dannenberg und Kruge-Gersdorf eine Kampagne gestartet. Sie hätten an die Haustüren geklopft und die Briefkästen mit Handzetteln gefüttert. Schließlich sei doch noch ein ganzer Packen Anträge eingegangen. "Wer jetzt nicht will, der hat sich eine Chance entgehen lassen", so Horneffer. Großes Interesse bestehe dagegen in Höhenland. Die Gemeinde gehörten jedoch zu einem anderen Los, für das die Telekom den Zuschlag erhalten habe. Sie müsste sich noch etwas gedulden. In Höhenland funktioniert Internet nur im Schneckentempo über ISDN und Modem oder über Satellit

34 000 Haushalte am Netz

Bad Freienwalde und Falkenberg umfassen das Verkaufsgebietes 4. Den Zuschlag vom Landkreis für dieses Los hat die E.discom bekommen, die die Kabel verlegt. Deren Partner Stadtwerke Schwedt übernimmt den Vertrieb. Der Kreis hat sieben Baulose mit einem Umfang von 160 Millionen Euro vergeben, sechs an die E.discom und eins an die Telekom. Der Landkreis übernimmt für alle Kommunen die Eigenanteile in Höhe von zehn Millionen Euro. 34 000  Haushalte sowie Unternehmen, Schulen und Einrichtungen erhalten ein Hochleistungsnetz.

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