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Breitensport
80 Senioren zum Sportnachmittag in Bad Freienwalde

Steffen Göttmann / 09.10.2019, 19:19 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Gemeinsamer Start: 160 Füße kamen in Bewegung und 160 Hände reckten sich gleichzeitig die Höhe, als Sophie Simon und Lena Weiser vom Kreissportbund das Sportereignis mit einer Aufwärmphase eingeläutet haben. Seit 26 Jahren lädt die Abteilung Breitensport des Kreissportbundes Märkisch-Oderland (KSB) Sportgruppen zur Seniorenwerkstatt ein. "Es ist für uns eine große Ehre, dass der Kreissportbund erneut die Kurstadthalle für seine Seniorenwerkstatt gewählt hat", begrüßte Bad Freienwaldes Bürgermeister Ralf Lehmann (CDU) Sportler und Trainer. "Ich freue mich, dass das Interesse an der Seniorenwerkstatt nach wie vor so groß ist."

Sechs Stationen hatten Benny Zahn, Leiter der Abteilung Breitensport des KSB, und seine Mitstreiter aufgebaut. Am Schwungtuch, mit Reissäckchen, Gym-Sticks, Bällen und Balance-Kissen übten sie in Gruppen je acht Minuten.

Ausnahme für Falkenberg

Mit 14 Sportlerinnen beteiligte sich der Sportverein "Theodor Fontane" Falkenberg an der Seniorenwerkstatt. Eigentlich sollten pro Gruppe höchstens acht Seniorensportler gemeldet werden. Aber Übungsleiterin Dorothea Brockhoff konnte für ihre Gruppe eine Ausnahmegenehmigung erwirken. Sie trainiert eine von drei Gymnastikgruppen des Falkenberger Sportvereins.  Jeden Mittwoch treffen sich die insgesamt 25 Frauen zum Sport. Bis auf eine seien alle Rentnerinnen bis um die 80 Jahre. "Es geht bei uns um Gleichgewicht, Koordination und Stärkung der Muskeln", erläuterte Dorothea Brockhoff.

Nur wenige Männer

Zahlenmäßig genauso stark ist die von Undine König geleitete Sportgruppe des Altreetzer Sportvereins. "Wir sind heute mit neun Teilnehmern hier", berichtete Karin Schuba. Sie kommen immer montags zusammen. "Ich bin seit fünf Jahren dabei. Es gefällt mir sehr gut wegen des Sports und der Geselligkeit", ergänzte sie. Einer der wenigen Männer war Bernd Neumann. Die Bewegung helfe gegen die im Alter zunehmenden Beschwerden, begründete der Altranfter seine Teilnahme an der wöchentlichen Sportstunde im Dorfgemeinschaftszentrum.

Das Interesse der Senioren an Sport und Bewegung sei groß, bestätigte Benny Zahn. "Wir könnten jede Woche eine Gruppe für Sturzprävention eröffnen." Dabei gehe es darum, Senioren zu trainieren, dass sie beim Treppensteigen die Balance halten. Ziel sei es, Oberschenkelhalsbrüche zu vermeiden. Eine Verletzung heile bei älteren Menschen schwer und schränke sie sehr ein. Nach dem Sport kam die Geselligkeit bei Kaffee und Kuchen im Schülerklub der Oberschule.

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