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Die Gemeinde Bliesdorf diskutiert über Sinn und Nutzen einer Baumschutzsatzung. Bisher hat sie keine.

Gehölzschnitt
Bliesdorfer streiten über Baumschutzsatzung

Diskussionsstoff: Das Thema Baumschnitt. Egal, ob durch eine Fachfirma, wie hier, oder privat durchgeführt.
Diskussionsstoff: Das Thema Baumschnitt. Egal, ob durch eine Fachfirma, wie hier, oder privat durchgeführt. © Foto: Wolfgang Rakitin
Nadja Voigt / 23.10.2019, 06:45 Uhr
Metzdorf/Kunersdorf (MOZ) Das Thema Laub beschäftigt die Bürger in der Gemeinde Bliesdorf. Vor allem die Älteren, wie ein Kunersdorfer Bürger in der Einwohnerfragestunde des Gemeinderates am Montag deutlich machte. Treckerhängerweise würde es am Anger anfallen. Und in keinem Sack mehr Platz finden.

Bürgermeister Reiner Labitzke stellte in Aussicht, dass der Rasen durch die Gemeindearbeiter noch einmal gemäht werden solle. "Das Problem betrifft die ganze Gemeinde, da wir ja alles Angerdörfer sind", sagte der Bliesdorfer. Er verwies auf eine geplante Neuregelung der Baumschutzsatzung. Die stand am selben Abend noch auf der Tagesordnung. Denn: Bisher hatte die Gemeinde Bliesdorf keine. Und sie brauche sie auch weiterhin nicht. Dafür zumindest plädierte Gemeindevertreterin Grietje van Casteren. "Wenn der Biber Bäume fällen darf, dann dürfen die Menschen das auch", sagte die Landwirtin aus Bliesdorf. Zudem kritisierte sie die nun vorliegende Satzung, die der Prötzeler ähnelt und relativ einfach gehalten ist, wie Reiner Labitzke sagte, als zum Teil zu schwammig formuliert. "Und wenn die Gemeinde Bliesdorf nun auch eine Baumschutzsatzung bekommt, ist dann der Baumschutzbeauftragte im Amt auch weiterhin nur auf einer halben Stelle?", wollte Bliesdorfs Ortsvorsteher René Biebermann wissen.

Erst Laubproblematik angehen

Er spielte damit auf die Vielzahl von zu begutachtenden Bäumen an. Die allerdings schon jetzt mit im Verantwortungsbereich des zuständigen Verwaltungsmitarbeiters liegen. Biebermann fand es in der Diskussion zudem wichtiger, die Laubproblematik zu lösen, als eine Baumschutzsatzung zu erarbeiten. Denn, da waren sich die Mitglieder des Gemeinderates einig, bedarf diese noch einiger Nachbesserungen und Zuarbeiten. Metzdorfs Ortsvorsteher Frank Neß sprach sich für eine Satzung aus. Vor allem vor dem Hintergrund, dass für alle Bürger in der Gemeinde die gleichen Verbindlichkeiten gelten. "Das ist aus meiner Sicht zwingend notwendig."

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