Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Yvonne Fischer und Peter Kubisch vom Arbeitslosenverband bieten in der Wriezener Wilhelmstraße Hilfe zur Selbsthilfe an.

Beratung
Anlaufstelle für jedes Problem

Mit Blumen: Wriezens Bürgermeister Karsten Ilm heißt Yvonne Fischer vom Arbeitslosenverband in der Wilhelmstraße willkommen, rechts Hageba-Geschäftsführer Thomas Bachmann.
Mit Blumen: Wriezens Bürgermeister Karsten Ilm heißt Yvonne Fischer vom Arbeitslosenverband in der Wilhelmstraße willkommen, rechts Hageba-Geschäftsführer Thomas Bachmann. © Foto: Anett Zimmermann
Anett Zimmermann / 07.11.2019, 07:30 Uhr
Wriezen (MOZ) In der Wriezener Innenstadt tut sich etwas. Nach der Stadtbibliothek hat in der Wilhelmstraße nun auch eine Beratungsstelle des Arbeitslosenverbandes ihr Domizil gefunden. Diese wird immer mittwochs zwischen 8.30 und 15.30 Uhr geöffnet haben, berichtete jetzt Yvonne Fischer, Standortbereichsleiterin des Vereins in Strausberg. Die Öffnungszeit zwischen den beiden Behördentagen sei bewusst gewählt und könne bei Bedarf auch ausgeweitet werden, fügte sie  hinzu.

Zum Start gratulierte unter anderem Thomas Bachmann, Geschäftsführer der Haus-, Grundstücks- und Baubetreuungsgesellschaft mbH (Hageba) mit Sitz in Wriezen. Schließlich sei Yvonne Fischer bereits seit acht Jahren für das Wohnungsunternehmen in der Mietschuldenberatung erfolgreich tätig. Deshalb habe man in Abstimmung mit der Stadtverwaltung die Beratungsstelle in einem Hageba-Objekt eingerichtet und leiste damit auch einen Beitrag zur Wiederbelebung der Wilhelmstraße.

Niedrige Mietschuldenquote

"Es ist Frau Fischer zu verdanken, dass die Mietschuldenquote bei der Hageba im Vergleich der Wohnungsunternehmen in Berlin-Brandenburg unterdurchschnittlich niedrig ist", machte Bachmann deutlich. Bisher speziell in Einzelfällen beauftragt, wenn Mieter abzudriften drohten, soll die Beratungsstelle nun ein Angebot der Hilfe zur Selbsthilfe nicht nur für Mieter der Hageba sein, die über rund 1200 eigene Wohnungen verfügt und etwa 800 für andere Eigentümer verwaltet. "Betroffene sollen die Beratungsstelle auch bei anderen Fragen von sich aus anlaufen können", sagte der Geschäftsführer.

Gemeint sei damit das gesamte Spektrum des Arbeitslosenverbandes, erläuterte Yvonne Fischer und verwies auf die Beratung und Begleitung bei Hartz IV, Wohngeld sowie Kinderzuschlag inklusive Behördengänge sowie Schuldner- und Insolvenzberatung. "Fragen gibt es oft viele", weiß sie aus Erfahrung und hofft auf eine ähnlich gute Resonanz wie in Strausberg. Dort werde häufig wegen falscher Bescheide und gekürzter Leistungen nachgefragt, die die finanziellen Sorgen der Betroffenen meist noch verstärken.

Als Beispiel nannte sie den Ausfall von Leistungen, weil eine Arbeit aufgenommen worden ist. "Nur ist dann meist das erste Gehalt noch nicht auf dem Konto", sagte Yvonne Fischer. Erhöhten Beratungsbedarf sieht sie wie Thomas Bachmann auch nach der jüngsten Wohngeldgesetzänderung. "Wir können Aufstockern zum Beispiel sagen, ob für sie Hartz IV oder Wohngeld günstiger ist", so Yvonne Fischer weiter. Oft bedürfe es eines weiteren Termins. "Viele Betroffene kommen erst einmal mit einer Frage und haben keine oder nicht alle Unterlagen dabei." Mit Blick auf die Schuldner- und Insolvenzberatung würden diese oft auch nicht mehr in einen Ordner passen. "Wir haben schon den Inhalt von Umzugskartons sortiert."

Wohnungsangebote im Fenster

Der Arbeitslosenverband ist in Wriezen bereits durch seine Tafelausgabe jeden Donnerstag ab 14 Uhr in der Frankfurter Straße 69 bekannt. Eines ist Yvonne Fischer auch mit Blick auf die Beratungsstelle in der Wilhelmstraße besonders wichtig: "Die Leute können mit allen Problemen zu uns kommen." Wer eine Wohnung sucht, wird dort im Schaufenster demnächst über aktuelle Angebote der Hageba informiert. Das sei ebenfalls ein Novum, so Hageba-Chef Thomas Bachmann.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG