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Drei Tage lang haben die Altranfter mit ihren Gästen gefeiert. Der Budenzauber auf dem Dorfanger ist gut angekommen.

Advent
Budenzauber auf dem Altranfter Dorfanger

Steffen Göttmann / 02.12.2019, 09:00 Uhr - Aktualisiert 02.12.2019, 20:54
Altranft (MOZ) Die Dörfer machen es uns vor", ruft ein Rentner aus der Stadt, der mit seiner Frau von Bude zu Bude zieht. "Wir selber kriegen einen Weihnachtsmarkt wie den in Altranft nicht hin", lästert er. So ein vielfältiges Angebot habe es auf dem Bad Freienwalder Marktplatz noch nie gegeben.

26 feste Hütten haben Marco Lemke, Vorsitzender des Brandschutzvereins Altranft, und seine vielen kräftigen Mitstreiter, auf dem Dorfanger aufgestellt. Die Buden kamen aus dem eigenen Bestand, plus fünf aus Wriezen. Zusammen mit dem Altranfter Traditionsverein (ATV) und dem Museumsverein haben sie den Markt geschultert. "Wir danken den Sponsoren, ohne die es nicht funktionieren würde", ergänzt Lemke. Neben der Schlemmermeile mit geräuchertem Fisch, Deftigem von Grill und Pfanne wollten Händler und Kunsthandwerker das Weihnachtsgeschäft nutzen.

Am Sonnabend wurde der Altranfter Weihnachtsmarkt um 14:00 Uhr vom Bürgermeister eröffnet und danach lieft hintereinander das Weihnachtsprogramm bis Sonntag ab. Der Höhepunkt war am Sonntag die Ankunft des Weihnachtsmann mit der Ponykutsche, gefahren von Paul.
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Weihnachtsmarkt in Altranft mit Schlemmermeile

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Kindersachen ausverkauft

Gestricktes gab es bei den Altranfter Handarbeitsfrauen: Mützen, Schals und Socken türmten sich an ihrem Stand. Kindersachen seien sehr gefragt, berichten die Damen. Obwohl sie mehr produziert hatten, waren sie schon am Samstagabend fast ausverkauft. In der Nachbarschaft harrten Hilde und Christoph Nickel sowie Ortschronist Karl-Heinz Schwoch aus, um Käufer für die Ortschronik zu finden. Schwoch hat Details aus der Ortschronik vertieft und veräußert sie als Heftchen zu je zwei Euro. "Die Altranfter haben sich eingedeckt", weiß er. Fremde zu begeistern sei dagegen schwer. Eine Ausnahme: Eine Verwandte des früheren Oderlandmuseums-Leiters, Hans Ohnesorge, sei am Stand gewesen.

Gedrechseltes aus Bralitz

Wer noch ein außergewöhnliches Geschenk suchte, wurde bei Dyrk Torenz fündig. Der Bralitzer hat das Drechseln als Hobby für sich entdeckt und präsentierte Schalen und Teelicht-Halter, Flaschenöffner aus Esche, Nuss- oder Kirschbaum. Der Berliner Ludwig Gottschalk schreibt und malt. Er sei schon zum zweiten mal mit Büchern und Bildern auf dem Altranfter Weihnachtsmarkt. "Mir macht es Spaß", erzählt er. Und Petra Schubert aus Herzhorn ließ sich von Kindern über die Schulter blicken, wie sie mit einer selbstgebauten maschinellen Laubsäge Weihnachtsfiguren herstellt. Für Jana Knoll aus der Kurstadt, die in ihrer Freizeit Modeschmuck herstellt, begann in Altranft ein Marathon über die Märkte der Region.

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