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Handball
Steffen Piontek glänzt als Siebenmetertöter

Trainer Gunnar Kunze: Seine Auszeiten bringen Jahn-Akteure auf Kurs.
Trainer Gunnar Kunze: Seine Auszeiten bringen Jahn-Akteure auf Kurs. © Foto: Udo Plate/MOZ
Oliver Viert / 12.02.2020, 11:00 Uhr
Bad Freienwalde (Udo Plate) In einem äußerst spannenden Handball-Krimi behielten die Bad Freienwalder Brandenburgliga-Akteure in der Kurstadthalle gegen den LHC Cottbus II nur hauchdünn mit 28:27 die Oberhand.

Die Gastgeber von Trainer Gunnar Kunze erwischten trotz zwischenzeitlicher Führung (4:2) einen nur sehr mäßigen Start. Nach zwanzig Minuten lagen die Kurstädter mit 7:10 im Hintertreffen. Nach diesem Rückstand und einer damit einhergehenden Auszeit aber fingen sich die Bad Freienwalder. Dennoch lagen sie zur Pause mit 12:14 in Rück-stand.

Nach dem Seitenwechsel bestimmte Cottbus zunächst das Geschehen und enteilte 16:12. Es schien sich ein Debakel für die Heimtruppe anzubahnen. Doch schließlich ging dann doch ein Ruck durchs Team. Mit einem 6:0-Lauf ging die Jahn-Sieben mit 18:16 in Führung.

Die Gemüter kochen hoch

Als das Spiel in die entscheidende Phase kam, kochten die Gemüter erst einmal richtig hoch. Freienwaldes Mannschaftsleiter Thomas Mattias sah die Rote Karte. Er hatte eine Entscheidung des Unparteiischenduos kommentiert. Kurze Zeit später kassier­-ten die Gäste eine blaue Karte nach einer Tätlichkeit an Chris Mattias.

In der Folgezeit übernahm die Jahn-Sieben erneut das Kommando und initiierte immer wie-der erfolgreich Tempogegen-stöße. Als wichtiger Faktor erwies sich in dieser kritischen Phase auch Schlussmann Steffen Piontek, der sich als Siebenmetertöter entpuppte. Insgesamt entschärfte der Teufelskerl zwischen den Pfosten des Jahn-Gehäuses vier Siebenmeter. Dementsprechend setzten sich die Gastgeber bis zur 55. Minute auf 26:24 ab.

Freienwalde schien einem sicheren Heimerfolg entgegenzustreben, doch die Cottbuser gaben sich zu keiner Zeit auf. In nur 46 Sekunden robbten sie sich durch Sven Haase wieder bis auf einen Treffer heran (26:25). Jahn-Coach Gunnar Kunze beraumte umgehend eine Auszeit an, um seine Mannen nochmals zu instruieren.

Der Youngster geht voran

Dann übernahm Jahn-Youngster Tim Gollung die Verantwortung und netzte zum erneuten Zwei-Tore-Vorsprung ein. Beim 27:25 und noch 1:30 verbleibenden Spielzeit parierte Steffen Piontek unter dem ohrenbetäubenden Lärm der abermals imposanten Fan-Kulisse den wohl spielentscheidenden Siebenmeter.

Die Cottbuser gingen nun zur offenen Manndeckung über, eroberten sich den Ball und verkürzten 52 Sekunden vor Schluss auf 27:26. Die Kurstädter versuchten  durch Kurzpassspiel soweit wie möglich ans gegnerische Tor heranzukommen. Leon Jagow, mit insgesamt acht Toren der erfolgreichste Jahn-Schütze, hatte dann die Möglichkeit aus scheinbar unmöglichem Winkel und verwandelte nervenstark mit einem gefühlvollen Heber zum 28:26 bei 40 Sekunden Spielzeit. Die Gäste konnten zwar noch einmal verkürzen. Doch die letzten zehn Sekunden spielten die Freienwalder aus und sicherten sich somit glücklich zwei hart erkämpfte Punkte.

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