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Judo
Strausberger Judoka ziehen um

Edgar Nemschok / 14.02.2020, 02:15 Uhr
Strausberg (MOZ) Der KSC Strausberg ist am Sonnabend und Sonntag Gastgeber der Nordostdeutschen Einzelmeisterschaften im Judo. Gekämpft wird in den Altersklassen der U 18, U 21 und U 15. Zum ersten Mal wird der KSC dazu umziehen. Es wird also nicht, wie gewohnt, in der Judo-Sporthalle im Sport- und Erholungspark gekämpft. Die Wettkämpfe werden in der neuen Mehrzwecksporthalle an der Strausberger Hegermühlenstraße stattfinden. Beginn ist an beiden Wettkampftagen gegen 9.30 Uhr. Die Judoka der U 21 werden am Sonnabend um 13.30 Uhr mit ihren Entscheidungen beginnen. Zum Thema sprachmit Jürgen Teichmann, Abteilungsleiter Judo beim KSC Strausberg.

Herr Teichmann, nach dem Ranglisten-Turnier der U 21, zu dem die Besten der Altersgruppe in Strausberg antraten, folgt binnen weniger Wochen der zweite große Höhepunkt für den KSC. Wie schafft der Verein das?

In den vergangenen Jahren wurden die Nordostdeutschen Einzelmeisterschaften im Olympiastützpunkt Frankfurt (Oder) durchgeführt. Dieses Jahr war es aus verschiedenen Gründen nicht möglich, so dass sich unsere Abteilung bereit erklärt hat, dieses Turnier nach Strausberg zu holen. Wir wollen  auch hier in unserer Stadt den Judosport erlebbar machen und zeigen, dass er ein attraktiver Kampfsport ist. Natürlich ist es nicht einfach, solche Turniere an zwei Tagen zu organisieren. Unser Organisations-Team ist da aber schon sehr versiert. Natürlich sind wir, wie jeder andere Verein auch, von vielen fleißigen Helfern abhängig. Wir haben unsere Mitglieder und Eltern sowie auch Mitglieder anderer Sportgruppen dazu motivieren können, zu unterstützen.

Obwohl es anstrengend wird und wohl mindestens bis Sonntagabend bleibt, freuen Sie sich auf die Wettkämpfe?

Es ist wohl sehr anstrengend. Es müssen 559 Tatamimatten zum großen Teil, hier allein 417 Matten aus Frankfurt (Oder) geholt und die restlichen aus Strausberg und Rehfelde herangeschafft und dann in der Halle ausgelegt werden, damit vier Wettkampfflächen entstehen können. Auch die Technik und Versorgung müssen organisiert werden. Dennoch freuen wir uns auf interessante und niveauvolle Turnierkämpfe in den drei Altersklassen. Es ist auch ein Aushängeschild der Möglichkeiten des Brandenburgischen Judoverbandes, dessen Mitglied wir ja sind. Am Sonntag muss dann wieder alles abgebaut werden, damit der obligatorische Schulsport am Montag durchgeführt werden kann.

Warum zieht der KSC Strausberg an diesem Wochenende in die Mehrzweckhalle um?

Da wir mit größeren Besucherzahlen rechnen, schon allein dadurch, dass ja aus den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg die Betreuer, Trainer und Familienangehörige dabei sind sowie die Aktiven selbst, ist unsere Judohalle im SEP-Gelände wohl dann doch etwas klein. Wir wollen auch dem städtischen Publikum die Möglichkeit des hautnahen Erlebens geben und somit natürlich auch Werbung für unseren Sport machen. Dafür bedanken wir uns besonders bei der Stadt Strausberg, die uns diese schöne neue Halle kostenfrei für das Wochenende zur Verfügung stellt.

Sollten Besucher in der Halle irgendwelche Besonderheiten beachten?

Wir bitten alle Besucher um besondere Aufmerksamkeit und Ordnung. In der Sporthalle selbst sind keine Straßenschuhe erlaubt, aber das wissen ja bereits die meisten. Bitte entsprechende Badelatschen oder Socken anziehen. Die Tribüne steht den Gästen zur Verfügung. Die Möglichkeiten des Aufenthalts in der Halle selbst sind sehr begrenzt. Von der möglichen Hallenfläche von 968 Quadratmetern sind allein 748 mit Tatamimatten ausgelegt. Für Essen und Trinken ist gesorgt. Dafür bitten wir um eine Spende für unseren Verein.

Wie viele Sportler werden ungefähr anreisen?

Am Sonnabend werden im ersten Teil in der Altersklasse U 18 ca. 180 Sportlerinnen und Sportler und im zweiten Teil in der Altersklasse U 21 ca. 120 Wettkämpfer, somit gesamt ca. 300 Aktive, zugegen sein. Am Sonntag erwarten wir in der Altersklasse U 15 etwa 240 Aktive.

Bitte nennen Sie einige aussichtsreiche lokale Hoffnungsträger oder sogar Medaillenanwärter.

Von unserer Abteilung gehen eine Sportlerin, hier noch im Verein, und ein Sportler, derzeit im Sportclub Frankfurt (Oder), in der U 15 und zwei Sportler, derzeit im Sportclub Frankfurt (Oder), in der U 18 an den Start. Natürlich hoffen wir auf entsprechende siegreiche Wettkämpfe. Wir denken, dass unsere Aktiven ihre Medaillenchancen wahren werden.

Haben die Nordostdeutschen Meisterschaften eine Bedeutung zum Beispiel auch als Qualifikationsturnier für folgende Veranstaltungen beim Deutschen Judo Verband?

Die Nordostdeutschen-Einzelmeisterschaften (NOEM) sind für die Aktiven der U 15 bereits ein Jahreshöhepunkt, die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler der U 18 und U 21 qualifizieren sich für die Deutschen Einzelmeisterschaften des Deutschen Judobundes (DJB).

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