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Motorsport
Freiluft-Training in den Silberbergen

Udo Plate / 16.03.2020, 06:30 Uhr
Wriezen (MOZ) Bei echtem Kaiserwetter haben die Motocrosser aus dem Havelland, Spreewald, Barnim, Potsdam Mittelmark, Uckermark, Märkisch-Oderland und Berlin am Sonnabend auf der Naturstrecke in den Wriezener Silberbergen einen Trainingstag absolviert. Aufgrund der Gemengelage ob des um sich greifenden Coronavirus gab es allerdings keinen derartigen Ansturm, dass die Verantwortlichen des gastgebenden MC Wriezen organisatorisch hätten eingreifen müssen.

Die in diesen Tagen unumgängliche Frage nach dem Umgang mit dem Coronavirus beantwortete Wriezens Vereinschef Reiko Heinschke: "Täglich begegnen wir einer Vielzahl von Erregern wie Viren, Bakterien oder Pilzen. Doch nicht jeder Kontakt führt automatisch zu Krankheit. Häufig wird die körpereigene Abwehr mit den Angreifern allein fertig. Darüber hinaus helfen einfache Hygienetipps, eine Ansteckung zu vermeiden. Mir bereiten die unzähligen Gerüchte und Falschmeldungen, die sich in den Messangerdiensten des sozialen Netzwerkes wesentlich schneller verbreiten als das Coronavirus selbst, wesentlich mehr Kopfschmerzen. Wir trainieren unter freiem Himmel und in Sachen Körperkontakt bleiben wir natürlich in diesen Zeiten auf Abstand."

Die Ruhe und Gelassenheit die Vereinschef Reiko Heinschke ausstrahlt, kommt nicht ganz von ungefähr. Vielmehr liegt dem Wriezener, als pragmatisch veranlagten Menschen, ein gesundes Maß an Normalität am Herzen.

Gleiches gilt für Yves Höhne, eines der sportlichen Aushängerschilder des vergangenen Jahrzehnts des MC Wriezen und immer noch aktiver Motocrosser, sieht keinerlei Veranlassung zur Panik oder Hysterie. "Hätte es in den vergangenen Tagen nicht derartig geregnet, wären wir fraglos eine zahlenmäßig wesentlich kleinere Trainingsgruppe. Da aber in Brandenburg durch den Regen etliche Motocrossanlagen "Land unter" vermelden, haben zahlreiche Fahrer auch eine längere Anreise zu uns in Kauf genommen. Allerdings haben wir an gewöhnlichen Trainingstagen eine drei- bis vierfache Frequenz und das Gedränge auf der Strecke ist dann dementsprechend groß. Die niedrige Teilnehmerzahl ist ist natürlich dem Coaronavirus geschuldet. Der Vorteil ist aber bei diesem überschaubaren Trainingsfeld, dass wir Aktiven mehr Runden fahren können."

Matthias Rouvel Herr der Lüfte

Unterdessen drehte Matthias Rouvel vom Eberswalder Bluebird-Team mit seiner Viertakt-Maschine bereits seine ersten Trainingseinheiten. Der 39-Jährige, der bereits seit mehr als 20 Jahren dem Motocross frönt, beeindruckte auf dem mit Sprunghügeln gespickten Rundkurs und zeigte einige spektakuläre Sprünge mit seiner fliegenden Kiste, ehe ab 17 Uhr wieder absolute Ruhe in den Wriezener Silberbergen einkehrte.

2187 Meter ist Rundkurs in den Wriezner Silberbergen exakt lang.⇥Autor zp

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