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Corona
Heimkinder aus MOL und dem Barnim durften nicht nach Hause

Kinder und Jugendliche aus 15 Wohngruppen in Wilhelmsaue, Kunersdorf, Wriezen, Bad Freienwalde, Altglietzen, Bralitz und Eberswalde waren wegen Corona isoliert. Sie durften weder nach Hause, noch Besuch haben.  200 Mitarbeiter kümmern sich unter Leitung von Dorette Pauls und dem Pädagogische Leiter Torsten Schaffrath vom "Haus soziale Integration" um sie.
Kinder und Jugendliche aus 15 Wohngruppen in Wilhelmsaue, Kunersdorf, Wriezen, Bad Freienwalde, Altglietzen, Bralitz und Eberswalde waren wegen Corona isoliert. Sie durften weder nach Hause, noch Besuch haben. 200 Mitarbeiter kümmern sich unter Leitung von Dorette Pauls und dem Pädagogische Leiter Torsten Schaffrath vom "Haus soziale Integration" um sie. © Foto: Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 26.04.2020, 03:00 Uhr - Aktualisiert 26.04.2020, 09:03
Bad Freienwalde (MOZ) Kinder und Jugendliche aus 15 Wohngruppen in Wilhelmsaue, Kunersdorf, Wriezen, Bad Freienwalde, Altglietzen, Bralitz und Eberswalde waren wegen Corona isoliert. Sie durften weder nach Hause, noch Besuch haben.  200 Mitarbeiter kümmern sich um sie.

Das Haus Sozialer Integration mit Sitz in Bad Freienwalde betreut mit 200 Mitarbeitern, darunter 167 pädagogische Fachkräfte, Kinder und Jugendliche sowie deren Familien in den Landkreisen Märkisch-Oderland und Barnim. Viele der Betreuten leben in 15 Wohngruppen in Wilhelmsaue, Kunersdorf, Wriezen, Bad Freienwalde, Altglietzen, Bralitz und Eberswalde.

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Seit dem Beginn der Eindämmungsverordnung durften die Kinder nicht mehr nach Hause fahren und auch keine Besuche mehr empfangen. "Die Betreuer mussten die Kinder darauf vorbereiten und mit ihnen sprechen", so Dorette Pauls, Geschäftsführerin des HSI. Kontakte seien nur noch per Telefon oder Skype erfolgt. "Das ist nicht das gleiche, wie von den Eltern in den Arm genommen zu werden", fügt sie hinzu. Zwar werden die Kontaktsperren ab Montag gelockert. Besuche seien möglich, aber nur in Absprache und mit Anmeldung, um im Fall einer Infizierung die Kontakte zurück verfolgen zu können. Mehr Arbeit gebe es für die Mitarbeiter durch das Lernen zu Hause. Sie seien nun auch zu Ersatzlehrern mutiert. Immerhin können im ländlichen Raum die Kinder ins Freie zum Toben. Dies sei in Eberswalde, wo die Wohngruppen im innerstädtischen Bereich sind, deutlich schwieriger.

Szenarien für den Notfall

"Wir mussten Szenarien für den Fall vorbereiten, dass sich in der Wohngruppe jemand infiziert", so Pauls. Für die Betreuer, die auch Kinder, Partner, Eltern und Freunde haben, bedeute dies, 14 Tage in der Wohngruppe in Quarantäne verbringen und  getrennt von der eigenen Familie zu sein. Dabei überprüften sie, welche Mitarbeiter dies gesundheitlich überhaupt stemmen können.

Von den beiden Kitas blieb Neuenhagen als Notfallkita für 35 Kinder geöffnet. Nicht benötigte Erzieher helfen in den Wohngruppen aus. "Es ist eine tolle Leistung, dass sie nicht zu Hause blieben, sondern ihren Beitrag für den Träger leisteten", so die HSI-Chefin. "Wir haben niemanden in Kurzarbeit schicken müssen", betont Torsten Schaffrath, Pädagogischer Leiter des HSI. Er betonte, die Mitarbeiter hätten für Kinder, die zu Hause bleiben müssen, einen Kita-Kanal für die Homepage erarbeitet, wo sie pädagogische Angebote abrufen können. Eine Wohngruppe könne nach Corona einen Ausflug machen. Der Freienwalder Unternehmer Johannes Schaffrath habe spontan 2000 Euro gespendet, so Pauls.

Noch schwieriger sei es für die Mitarbeiter der ambulanten Hilfe, die in den Familien sozialpädagogische Hilfe leisten. Sie versuchten zwar per Telefon und Videokonferenz zu beraten. "Aber manchmal muss man einfach hin", sagt Dorette Pauls.

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