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Sechs Arbeitsplätze
Neuer Co-Working-Space im Schloss Freienwalde eröffnet

STIC-Standortleiterin Elisa Rehse (27) führt durch den neuen Co-Working-Space im Schloss Freienwalde.
STIC-Standortleiterin Elisa Rehse (27) führt durch den neuen Co-Working-Space im Schloss Freienwalde. © Foto: Steffen Göttmann/MOZ
Steffen Göttmann / 19.05.2020, 12:16 Uhr - Aktualisiert 19.05.2020, 20:01
Bad Freienwalde (MOZ) "Der Bedarf an Co-Working-Arbeitsplätzen steigt“, weiß Andreas Jonas, Geschäftsführer der STIC Wirtschaftsfördergesellschaft Märkisch-Oderland, einer Tochtergesellschaft des Landkreises. Viele Berliner sind ins Oderbruch gezogen, haben aber  in ihren Dörfern kein oder nur schwaches Internet und im  Haus keinen  geeigneten Arbeitsplatz, um sich zurück ziehen zu können.

In einem Co-Working-Space können sie stunden-, tage- oder wochenweise einen Schreibtisch mieten, der all diese Vorzüge hat. Nachdem ersten in Letschin hat die Wirtschaftsfördergesellschaft im Schloss Freienwalde am Dienstag im kleinen Kreis einen zweiten Co-Working-Space eröffnet. Der Begriff ist aus dem Englischen und bedeutet die Zusammenarbeit in einem Raum.

Standort im Norden

„Wir suchen schon länger nach einem Standort im nördlichen Teil des Landkreises“, sagt Andreas Jonas am Dienstag bei der Eröffnung. Er habe sich gefragt, ob es anmaßend sei, ins Schloss Freienwalde zu ziehen, denn  dies sei ein „heißer Punkt“. „Wir sind jedoch bei uns in Strausberg mit 20 Leuten voll bis unters Dach und haben keinen Platz mehr“, so der STIC-Chef. Mit Wirtschaftsdezernent Rainer Schinkel sei er sich schnell einig geworden. „Wir haben gute Erfahrungen  mit externen Stadtorten“, ergänzt Jonas. Durch die Corona-Krise und die von vielen Betrieben verordnete Heimarbeit sei der Bedarf am Co-Working gestiegen. Das dementsprechende Angebot in Letschin sei gut angenommen worden.

Das STIC erhoffe sich Impulse für die Region. Ein solcher Ort biete Selbstständigen, Existenzgründern, Unternehmern und Angestellten nicht nur moderne Arbeitsplätze. Es seien Treffpunkte, wo Ideen ausgetüftelt und Projekte gestartet werden.

Jonas hofft, dass sich die Nähe zur Hochschule für Nachhaltige Entwicklung (HNE) Eberswalde positiv auswirkt. In der Eberswalderin Elisa Rehse (27) hat er eine junge Absolventin des Studiengangs Nachhaltige Wirtschaft der HNE gefunden, die als Ansprechpartnerin die Nutzer des Co-Working-Space berät.Elisa Rehse hat drei Jahre in Eberswalde studiert und  ihr Studium mit einem Bachelor in Unternehmensmanagement abgeschlossen. Sie sei an der Hochschule angesprochen worden, ob sie den Job übernehmen wolle. Zugleich obliege es ihr, Kontakte nach Polen zu knüpfen, sagt Jonas, der betont, dass die neue Entwicklung im Schloss ein Experiment sei. Er verstehe es als Strukturförderung für die nördliche Region des Landkreises, die aus Strausberger Sicht ein bisschen ein Eigenleben führe.

Impulse fürs Schloss

„Vielleicht können wir auch Impulse für das Schloss und den Ort der Demokratiegeschichte setzen“, fügt Jonas hinzu. Denn der Co-Working-Space trage den Namen Walther Rathenaus und werbe für die Gedenkstätte im Obergeschoss, die unangetastet bleibt. Die Walther-Rathenau Stift gGmbH habe der STIC die Erlaubnis erteilt, Rathenaus Namen zu tragen.

„Wir begrüßen diese Nutzung, denn was leer steht, vergammelt schnell“, sagt Reinhard Schmook, Geschäftsführer der Rathenau Stift gGmbH.  Er hoffe, dass Walther Rathenau damit noch bekannter werde und im Schloss bald wieder eine gastronomische Einrichtung geschaffen werde. Um das Schloss auch für die Zukunft in sichere Bahnen zu lenken, werde an einer Trägerschaft mit Landkreis und Stadt gearbeitet.

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